Signal Iduna verlangt Solvency-Verschiebung

Der Versicherungskonzern Signal Iduna verlangt mehr Zeit für die Einführung des neuen EU-Aufsichtssystems Solvency II. „Ein Übergangszeitraum von ein bis zwei Jahren ist zwingend erforderlich“, sagte Finanzchef Ulrich Leitermann. Die EU-Kommission will die Regeln bis Mitte 2013 einführen, ab Anfang 2014 sollen sie dann scharfgeschaltet werden. „Wenn der Zeitplan so eingehalten wird, werden wir in Europa ein paar Überraschungen erleben“, sagte er. Die Branche habe bis heute nicht die entscheidenden Kenngrößen für das neue System, über die immer noch in Brüssel verhandelt wird. „Ein halbes Jahr Übergang ist zu kurz.“ Signal Iduna erzielte 5,47 Mrd. Euro Beiträge im Jahr 2011.

Der Rückgang gegenüber den 5,64 Mrd. Euro im Jahr 2010 sei der bewussten Aufgabe von Lebensversicherungsgeschäft gegen Einmalbeitrag geschuldet. Der Gewinn sank von 82 Mio. Euro auf 76 Mio. Euro. Der bis 2021 verlängerte Sponsorenvertrag mit Borussia Dortmund habe den Bekanntheitsgrad des Versicherers deutlich gesteigert, sagte Konzernchef Reinhold Schulte. Selbst in Polen – wo Signal Iduna drei Töchter hat – würden Spiele übertragen.Herbert Fromme

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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