Autorenarchiv

  • Harter Brexit bedroht Industrieversicherung

     Meinung am Mittwoch   In der Industrieversicherung fallen Schäden häufig erst lange nach dem Auslaufen der Police an. Die üblichen Haftpflichtversicherungen bieten dann trotzdem Deckung. Was mit diesen Verträgen nach einem EU-Austritt Großbritanniens ohne Einigung passiert, ist unklar. Eigentlich ist spätestens nach dem Ende der vom Bundestag beschlossenen Frist bis 2020 keine grenzüberschreitende Schadenregulierung für britische Versicherer mehr möglich. Am besten wäre es, das tatsächliche Ende des Übergangszeitraums in das Ermessen der BaFin zu stellen. … Lesen Sie mehr ›

  • Kriegsausschluss bei Cyber ist schlechtes Marketing

     Meinung am Mittwoch  Ein Industrieversicherer hat die Zahlung für einen Schaden durch einen Trojaner mit dem Hinweis auf den Kriegsausschluss verweigert. Das ist kein optimales Marketing für eine Branche, die Cyberdeckungen als wichtiges neues Geschäftsfeld sieht. Dabei zeigen Umfragen, dass Unternehmen Cyberangriffe als Hauptrisiko ansehen. Daneben erhöhen auch die stark abweichenden Definitionen, etwa des Schadenereignisses in den Bedingungen, den Aufwand bei Unternehmen, diese Risiken abzusichern. Es entsteht der Eindruck, dass sich Versicherer hinter unklaren, unsauberen und oft unsinnigen Regelungen … Lesen Sie mehr ›

  • Das Gegenteil von Versicherung

     Meinung am Mittwoch  Auf neue, unvorhergesehene Risiken reagieren Versicherer schnell mit Ausschlüssen oder Sonderdeckungen. Das war nach den hohen Haftungsansprüchen aus Asbest und bei Terror-Risiken nach den Anschlägen vom 11. September 2001 der Fall. Jetzt geschieht es bei Cybergefahren. Neuen Risiken mit Ausschlüssen zu begegnen ist aber das Gegenteil von Versicherung. Dabei sollte es gerade um Leistungsversprechen für ungewisse Ereignisse gehen. Stattdessen wäre es sinnvoller, Kunden bei der Identifizierung und dem Managen solcher Gefahren zu unterstützen. … Lesen Sie mehr ›

  • Was internationale Programme wirklich leisten

     Meinung am Mittwoch  Industrieversicherer sichern bei Masterverträgen innerhalb internationaler Versicherungsprogramme (IVP) länderübergreifend einen einheitlichen Deckungs- und Servicestandard zu. Im Schadenfall stößt dieses Versprechen aber an seine Grenzen. Schuld sind die sogenannten roten Länder, in denen der Versicherungsschutz zwingend vor Ort abgeschlossen werden muss. Eine Masterdeckung kann so nur über dem Umweg über die Muttergesellschaft zum Tragen kommen. Alle roten Länder in grüne verwandeln zu wollen, kann aber auch nicht im Interesse der Versicherungsnehmer sein. Wünschenswert wäre es aber, wenn … Lesen Sie mehr ›