Autorenarchiv

  • Gute Signale aus Florida

     Meinung am Mittwoch  Bei der Erneuerung der Rückversicherungsverträge im Katastrophengeschäft in Florida zum 1. Juni 2019 sind die Preise bei schadenbelasteten Programmen zwischen 10 und 30 Prozent gestiegen. Sicher hätte es hier und da mehr sein können, insgesamt war das aber ein gutes Zeichen für die traditionelle Rückversicherung. Die alternativen Kapitalgeber gingen von realistischeren Preiserwartungen aus und reagierten verhaltener. Es bleibt zu hoffen, dass sie nach dem nächsten teuren Schaden nicht wieder in alte Muster verfallen. … Lesen Sie mehr ›

  • Die Deckungslücke mit vereinter Kraft verkleinern

     Meinung am Mittwoch  Die Deckungslücke zwischen wirtschaftlichen und versicherten Schäden aus Naturkatastrophen, die sogenannte Protection Gap, ist nach wie vor hoch. Das gilt insbesondere für Schwellen- und Entwicklungsländer. Schließen lässt sie sich nur mit vereinten Kräften. Partner aus unterschiedlichen Bereichen müssen zusammenarbeiten, von der Weltbank über Regierungen bis hin zu Risikomodellierern, aber auch innerhalb der Versicherungsbranche ist Kooperation gefragt. Ziel ist es, Risiken aus Naturkatastrophen besser zu verstehen, um den Schutz zu verbessern. … Lesen Sie mehr ›

  • Trügerische Wetterlage für Kfz-Versicherer

     Meinung am Mittwoch  Der Rekordsommer des vergangenen Jahres hat sich positiv auf die Ergebnisse der deutschen Kfz-Versicherer ausgewirkt. Wenig Niederschlag und trockene Straßen sorgten für geringe Schäden. Die Branche täte jedoch gut daran, den Wetterverlauf 2018 als positiven Sondereffekt zu sehen. Es ist zwar denkbar, dass sich der Jahrhundertsommer im aktuellen Jahr wiederholt. Doch die Branche darf ihre Lage durch diesen Sondereffekt nicht schöner reden, als sie ist. Bei normaler bis extremer Witterung droht ein Abrutschen in die roten … Lesen Sie mehr ›

  • Rechtsschutz: Sparte ohne Rückversicherungsbedarf?

     Meinung am Mittwoch  Die Nachfrage nach Rückversicherungsschutz war in der Rechtschutzversicherung in der Vergangenheit nicht sehr hoch. Das könnte sich ändern. Denn auch hier gibt es das Risiko von Kumulschäden, etwa durch Klagewellen. Das zeigt der Dieselskandal. Durch die Einführung der Musterfeststellungsklage könnte sich das noch verschärfen. Ein Hindernis ist bislang, dass es in der Branche noch keine allgemeingültige Definition gibt, wann einzelne Schäden als ein Ereignis gewertet werden und wann nicht. … Lesen Sie mehr ›

  • Flutrisiko: Bessere Modelle nötig

     Meinung am Mittwoch  Flutkatastrophen sorgen immer wieder für große Schäden – große Teile davon sind nicht versichert. So hat der Hurrikan „Florence“ im vergangenen Jahr für einen gesamtwirtschaftlichen Schaden von 24 Mrd. Dollar gesorgt, 4,6 Mrd. Dollar davon übernahmen Schätzungen zufolge Versicherer. Um das zu ändern, ist es zunächst einmal wichtig, mehr Transparenz über die bestehenden Risiken zu bekommen. Dann wird es auch möglich sein, gute und bezahlbare Deckungen zu finden. … Lesen Sie mehr ›

  • Folgenreicher Blick ins Erbgut

     Meinung am Mittwoch  Gentests werden immer erschwinglicher. Wenn der Kunde auf Basis solcher Tests deutlich mehr über seine Risiken weiß als der Versicherer, oder wenn der Versicherer deutlich mehr weiß als der Kunde, dann ist das eine ernst zu nehmende Bedrohung für den Kollektivgedanken und damit für das Grundprinzip der Versicherung. Denn wenn die kollektive Risikoübernahme wankt, dann wankt auch das Geschäftsmodell der Lebens- und Krankenversicherer. Die Gesellschaften müssen sich mit dem Thema intensiver befassen, als sie es bisher … Lesen Sie mehr ›

  • Das ungelöste Problem der Kfz-Versicherer

     Meinung am Mittwoch  In der Kfz-Versicherung reden alle gern über Telematik und autonomes Fahren. Bis sich daraus Auswirkungen auf die Schäden ergeben, wird es aber noch lange dauern. Das viel wichtigere Thema sind die stetig steigenden Preise für Ersatzteile, in denen immer mehr Elektronik verbaut ist. Das führt zu höheren Durchschnittsschäden, ohne dass die Schadenhäufigkeit nennenswert zurückgehen würde. An höheren Preisen in der Kfz-Versicherung führt deshalb kein Weg vorbei. … Lesen Sie mehr ›

  • Baden-Baden bleibt wichtig

     Meinung am Mittwoch  Wer sich als Underwriter mit dem deutschen Rückversicherungsmarkt beschäftigt, für den ist das alljährliche Branchentreffen in Baden-Baden im Oktober Pflicht. Bereits Monate zuvor beginnt die Terminfindung, die sich erfahrungsgemäß noch bis zur letzten Woche ständig ändert. Dann fällt der Startschuss. In zahllosen Treffen verschaffen sich Einkäufer und Underwriter einen Überblick über den Markt und sprechen über die Bedingungen für die Verlängerung der Verträge. Trotz Unkenrufen, dass solche Treffen nicht mehr zeitgemäß sind, bleiben sie unerlässlich. … Lesen Sie mehr ›