AMB Generali zahlt weniger Steuern und legt besser an

Versicherer schreibt im ersten Halbjahr wieder Gewinn

Von Anja Krüger, Köln Steuererleichterungen und verbesserte Kapitalanlageergebnisse haben der Versicherungsgruppe AMB Generali in der ersten Jahreshälfte 2004 einem Gewinn von knapp 111 Mio. Euro eingebracht. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte die deutsche Tochter des italienischen Generali-Konzerns ein Minus von 115 Mio. Euro verbucht. „Ein Konzerngewinn von mindestens 200 Mio. Euro für das laufende Jahr ist realistisch“, sagte gestern Konzern-Chef Walter Thießen. Die im MDax notierte Aktie fiel dennoch um 1,3 Prozent.

Nach Verlusten von 235 Mio. Euro im Jahr 2002 konnte AMB Generali 2003 nur einen Ertrag von 7 Mio. Euro erwirtschaften. Zur Gruppe gehören die Aachener und Münchener Lebensversicherung, Central, Cosmos, Generali München, Thuringia und die Volksfürsorge.

Auf Grund neuer Steuervorschriften verringerte sich der Steueraufwand für die Personalversicherer der Gruppe von 589 Mio. Euro in der ersten Hälfte 2003 auf jetzt 104 Mio. Euro. Das Kapitalanlageergebnis stieg um 722 Mio.Euro auf 1,7 Mrd. Euro.

Die Gruppe profitierte von der gestiegenen Nachfrage nach Altersvorsorgeprodukten. In der Lebensversicherung wuchsen die Gesamtbeiträge um 6,2 Prozent auf 3,6 Mrd. Euro.

Insgesamt stiegen die Beiträge der Gruppe auf 6,2 Mrd. Euro gegenüber 6,1 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Im Bereich Schaden/Unfall sanken die Prämieneinnahmen um 4,4 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro. Der Konzern führt das auf die Sanierung des Kfz-Geschäfts und den Ausstieg aus der Industrieversicherung zurück, der bis Jahresende abgeschlossen sein soll.

Quelle: Financial Times Deutschland


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