Per Assekuradeur zum Risikoträger

 Herbert Frommes Kolumne  Jahrelang hatten die Versicherer Sorge, dass ein Internet-Riese wie Google oder Facebook in ihr Geschäftsfeld eindringt und den etablierten Anbietern das Leben schwer macht. Inzwischen glauben die meisten nicht mehr daran. Stattdessen setzen sich die Versicherer mit den Fintechs auseinander. Bislang sind die meisten Vorstände aber der Ansicht, dass die Fintechs kaum in das Kerngeschäft der Versicherer eindringen werden, die Übernahme von Risiken. Beide Annahmen sind wahrscheinlich falsch. Eine wichtige Rolle dabei spielt die Rechtsform des Assekuradeurs.

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Kategorien: Allgemein, Herbert Frommes Kolumne, Kommentare, Top News

2 Antworten »

  1. Disruptiv = aggressiv? Die Diskussion über die Digitalisierung überdeckt den Konflikt zwischen dem Fokus auf Wachstum und Risikokapital bei Fintechs und Ertragsorientierung in der etablierten Economy.

    Das Thema haben wir heute gerade im Blog: http://blog.instinctif.de/finanzmarkt-investor-relations/gut-gebruellt-loewe.html

    Wehe, wenn es soviel Wagniskapital gibt, dass die „Newcomer“ den Spieß umdrehen!

  2. Hallo Herr Fromme,

    Assekuradeure sind bekanntlich keine eigene Rechtsform, sondern nichts anderes als gebundene Vermittler nach 34 d GewO. Je nach Gusto des Risikoträgers mit mehr oder weniger ausgeprägten Vollmachten ausgestaltet.

    Ich bin der Ansicht, dass die Disruption von außen kommen muss und wird. Der Versicherungsmarkt in Deutschland ist für echte Innovationen zu starr und würde sich das eigene Grab schaufeln, wenn man ans Grundsätzliche geht.

    Sie wissen ja, dass ich den größten Effekt darin sehe, Versicherungen auf den Kerngedanken zu reduzieren, nämlich die Absicherung von Risiken, die die individuelle Risikotragfähigkeit übersteigen. Wenn man alle Versicherungen eliminieren würde, die keine (für den VN) wesentlichen Risiken absichern, dann bliebe vom deutschen Versicherungsmarkt nicht viel übrig. 80 – 90 % aller Schadenfälle – d.h. etliche Millionen p.a. – drehen sich um die Abwicklung von Bagatell- und Kleinschäden, für die der VN eigentlich keinen Versicherungsschutz benötigt.

    Wenn jemand hier mal den Hebel ansetzen würde…….

    Herzliche Grüße
    Oskar Durstin

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