Lebenserwartung: Trendwende beschäftigt Versicherer

Über Jahrzehnte ist die Lebenserwartung immer weiter gestiegen, doch dieser Trend hat Anfang des vergangenen Jahrzehnts und damit noch vor der Pandemie gestoppt. In vielen westlichen Industrienationen steigt die Lebenserwartung deutlich langsamer, verbessert sich fast gar nicht mehr oder sinkt in unteren Einkommensgruppen sogar. Einige Experten machen dafür staatliche Sparmaßnahmen nach der Finanzkrise, aber auch mangelnde Prävention verantwortlich.

Keine gravierenden Auswirkungen durch Corona

Die Corona-Pandemie wird in der Lebens-, der Berufsunfähigkeits- und der Krankenversicherung zu keiner nennenswerten Schadenbelastung führen, erwartet Alban Senn (Bild), Chief Medical Officer der Munich Re. Voraussetzung sei, dass es keine zweite Infektionswelle gibt, sagte Senn beim Online-Vertriebskongress der Continentale. Der Dortmunder Versicherer sieht bislang nur geringe Leistungsfälle durch Covid-19, berichtete Vorstand Helmut Hofmeier. Er ist überzeugt, dass trotz der fortschreitenden Digitalisierung die Vermittler eine wichtige Rolle behalten werden. Ökonom Bert Rürup ist da wesentlich skeptischer.

Munich Re baut Kundenbasis für Mirapply aus

 Exklusiv  Die Digitalisierung medizinischer Rückfragen zu Anträgen in der Lebensversicherung kommt bei Versicherern und Ärzten gut an. Das zeigen die Erfahrungen der Munich Re. Der Rückversicherer hat sein webbasiertes Tool für den Informationsaustausch zwischen Ärzten und Risikoprüfern erstmals an Erstversicherer im Ausland verkauft. Entscheidend ist, dass das Programm Mirapply mit den Veränderungen in der Medizin Schritt hält und das Prinzip der Datensparsamkeit gewahrt bleibt, sagt Chief Medical Officer Alban Senn.

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