Jungsthöfel: Die stärkste Bilanz der Hannover Rück

Die Hannover Rück hat ihren Rückversicherungsumsatz 2025 um 1,5 Prozent auf 26,8 Mrd. Euro gesteigert und beim Gewinn um 13 Prozent auf über 2,6 Mrd. Euro zugelegt. Davon sollen auch die Aktionäre profitieren. Der Vorstand schlägt eine um 39 Prozent höhere Dividende vor. Der Rückversicherer hat das erfolgreiche Ergebnis für die Stärkung der Schadenreserven und die Realisierung stiller Lasten in der Kapitalanlage genutzt.

Jungsthöfel: „Das ist ein Balanceakt“

Die Nachfrage nach Cyberversicherungen steigt, das Risiko dürfte infolge der wachsenden Bedeutung von künstlicher Intelligenz eher zunehmen, sagte der Vorstandschef der Hannover Rück Clemens Jungsthöfel auf einer Veranstaltung in Leipzig. Um eine Antwort auf die Herausforderung zu finden, seien auch alternative Lösungen nötig. Der GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen sprach in seinem Vortrag von 2026 als einem Jahr der Gesetzgebung.

Hannover Rück steigert Gewinn auf 2,6 Mrd. Euro

Die Hannover Rück zeigt sich trotz rückläufiger Preise mit dem Ergebnis der Januar-Erneuerungsrunde in der Schadenrückversicherung zufrieden. In einem herausfordernden Umfeld sei es gelungen, profitabel zu wachsen, sagte Vorstandschef Clemens Jungsthöfel. Besonders stark gingen die Preise bei Naturkatastrophendeckungen zurück. Sein Gewinnziel für 2025 von 2,6 Mrd. Euro hat Hannover Rück nach vorläufigen Zahlen erreicht.

Munich Re: Das vergiftete Abschiedsgeschenk

Herbert Frommes Kolumne

CEO Joachim Wenning hat die Munich Re mit einem Rekordgewinn verlassen und die Führung an Christoph Jurecka übergeben. Für die kommenden fünf Jahre verspricht das noch von Wenning verantwortete Zukunftsprogramm „Ambition 2030“ weiter stark steigende Gewinne. In einem spürbar weicher werdenden Markt ist das kaum zu schaffen. Die großspurigen Ankündigungen sollen die Kapitalmärkte gewogen halten, inzwischen ohnehin die wichtigste Zielgruppe der Munich-Re-Führung. Wennings Abschiedsgeschenk ist vergiftet, schreibt Herbert Fromme.

Kommen die Frequenzdeckungen wieder?  

Der Druck auf die Rückversicherer steigt, wieder Deckungen gegen Schäden mit größerer Häufigkeit anzubieten. Hannover Rück-Chef Clemens Jungsthöfel hält das für einen Irrweg. Es könne keine Lösung sein, diese Schäden wieder zu den Rückversicherern zu transferieren, sagte er beim Auftakt des Branchentreffens in Baden-Baden. Guy Carpenter-Europachef Laurent Rousseau forderte ein besseres Gleichgewicht im Verhältnis zwischen Erst- und Rückversicherern. Zurzeit verdienten die Rückversicherer zu viel.  

Großschäden kosten Hannover Rück viel mehr als geplant

Die verheerenden Waldbrände im US-Bundesstaat Kalifornien Anfang des Jahres kosten den Rückversicherer Hannover Rück deutlich mehr, als er für das erste Quartal für solche Großschäden eingeplant hatte. Entsprechend ging der Gewinn deutlich zurück. Konzernchef Clemens Jungsthöfel zeigte sich dennoch zuversichtlich, die Jahresziele zu erreichen. Bei den Erneuerungen im April musste der Rückversicherer einen Preisrückgang hinnehmen. Der Trend könnte anhalten, so Hannover Rück.

Allianz Webseite zum Nationalsozialismus

Versicherer bekennen sich zu NS-Verstrickung

In diesen Tagen erinnern zahlreiche Feierlichkeiten an den 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges. In einer gemeinsamen Erklärung mit Topmanagern anderer Branchen erinnern Oliver Bäte (Allianz), Clemens Jungsthöfel (Hannover Rück), Joachim Wenning (Munich Re) und Norbert Rollinger (R+V) daran, dass die Grauen der NS-Zeit ohne das Versagen der Entscheidungsträger der damaligen deutschen Wirtschaft nicht denkbar gewesen wären. Versicherer spielten während der Nazi-Herrschaft eine unrühmliche Rolle, sie versicherten Konzentrationslager und diskriminierten jüdische Versicherte.

Hannover Rück fordert nach US-Waldbränden höhere Preise

Die Preise für Rückversicherung in den von schweren Waldbränden betroffenen Gebieten Kaliforniens müssen steigen, die Konditionen für Erstversicherer angepasst werden, fordert der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück. Auch die Selbstbehalte für die Kunden, die Erstversicherer, müssten steigen, so der zuständige Vorstand Sven Althoff. Ohne Anpassungen sähe sich die Gesellschaft gezwungen, ihre Zeichnungspolitik zu überdenken. Insgesamt hat der Konzern ein Rekordergebnis eingefahren und erhöht die Ausschüttungen an Aktionäre um 25 Prozent.

Jungsthöfel folgt auch bei Talanx auf Henchoz

 Leute – Aktuelle Personalien  Clemens Jungsthöfel (Bild), der im April 2025 den Chefposten bei der Hannover Rück von Jean-Jacques Henchoz übernimmt, tritt zu diesem Zeitpunkt auch die Nachfolge des Schweizers als Verantwortlicher für den Geschäftsbereich Rückversicherung im Vorstand des Mutterkonzerns Talanx an. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei der GGW Group, der Beratungsgesellschaft MSK, der Deutschland-Einheit des New Yorker Spezialversicherers Assurant sowie beim Cyberrückversicherer Envelop Risk.

Hannover Rück hebt Gewinnziel an

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat seinen Gewinn im dritten Quartal erneut deutlich gesteigert. Die Talanx-Tochter hebt das Gewinnziel für 2024 an, 2025 soll es noch mehr werden. Großschäden wie der Hurrikan „Helene“ (Bild) blieben innerhalb des veranschlagten Budgets. Für den Brückeneinsturz im Hafen von Baltimore im März geht der Rückversicherer von einem Schaden von 100 Mio. Euro aus. Wie teuer die verheerenden Fluten in Spanien ausfallen, ist noch offen.

Hannover Rück-Chef Jean-Jacques Henchoz geht

 Leute – Aktuelle Personalien  Jean-Jacques Henchoz (Bild), der seit 2019 an der Spitze der Hannover Rück steht, hat sich überraschend entschlossen, seinen Vertrag nicht zu verlängern. Offenbar will der 60-Jährige kürzertreten. An seine Stelle tritt am 1. April 2025 der jetzige Finanzvorstand Clemens Jungsthöfel. Neuer Finanzchef der Hannover Rück wird Christian Hermelingmeier. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei den VPV Versicherungen und bei Swiss Re Solutions.

Hannover Rück wird weiblicher und internationaler

 Leute – Aktuelle Personalien  Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück beruft mit Brona Magee die dritte Frau in den Unternehmensvorstand. Die Irin löst dort 2025 Klaus Miller ab, der für die Personenrückversicherung zuständig ist. Außerdem: Die Phönix Schutzgemeinschaft erweitert ihre Führungsriege, die Ammerländer Versicherung begrüßt einen neuen Vertriebschef, und der Konzern Versicherungskammer hat einen neuen Leiter für den Bereich Unternehmenskommunikation.

Hannover Rück erzielt höhere Preise

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat im ersten Halbjahr gut verdient. Der Gewinn legte um 21 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro zu. Die Großschäden etwa durch die Überschwemmungen in Süddeutschland blieben innerhalb des veranschlagten Budgets. Bei den jüngsten Erneuerungen in der Schadenrückversicherung konnte die Gesellschaft einen weiteren Preisanstieg um 1,3 Prozent erzielen. Finanzchef Clemens Jungsthöfel bestätigte alle Ziele für 2024.

Hannover Rück: Noch zwei Jahre Verlust in Kfz

Die deutschen Kfz-Versicherer werden wohl erst 2026 wieder profitabel arbeiten. Davon geht Michael Pickel aus, Chef der Hannover Rück-Tochter E+S Rück. Hohe Schäden und unzureichende Preiserhöhungen hatte die Anbieter 2023 in die Verlustzone gebracht. Um dort wieder herauszukommen, seien weitere Preiserhöhungen nötig, mahnte er. Es war Pickels letzte Bilanz-Pressekonferenz. Ende des Jahres geht er in den Ruhestand, sein Nachfolger wird Thorsten Steinmann, der von der Swiss Re zur Hannover Rück wechselt.

Hannover Rück will mehr verdienen

Der mehrheitlich dem Hannoveraner Versicherer Talanx gehörende Rückversicherer Hannover Rück setzt sich höhere Ziele. Im kommenden Jahr will die börsennotierte Gesellschaft einen Gewinn in Höhe von mindestens 2,1 Mrd. Euro erzielen, der Umsatz soll um mehr als 5 Prozent steigen, teilte Vorstandschef Jean-Jacques Henchoz bei einem Investorentag mit. Außerdem stellte er den 2024 startenden neuen Drei-Jahres-Zyklus vor, der unter dem Dreiklang Fokus auf die eigenen Stärken, Wachstum und Beschleunigung steht.

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