Archiv ‘externer Run-off’

Wann kommt der Run-off-Markt wieder in Fahrt?

Der Run-off-Spezialist Viridium hat neue Eigentümer – der Knoten, der für eine jahrelange Flaute auf dem deutschen Run-off-Markt gesorgt hat, ist damit geplatzt. Dennoch könnte sich die Zahl der Deals in den kommenden Monaten aus verschiedenen Gründen in Grenzen halten, wurde bei der Run-off-Konferenz der SZ deutlich. Die Zukunftsaussichten für die Lebensversicherer, die unter alten IT-Systemen, schwachem Neugeschäft und steigenden regulatorische Anforderungen leiden, werden jedoch nicht besser.

Vierzehn Jahre Ergo-Migration

 Exklusiv  Die Munich-Re-Tochter Ergo will die Migration ihrer Lebensversicherungs-Altbestände bis 2030 abgeschlossen haben. Das sagt Ergo-Vorstand Christian Molt im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Seit der Entscheidung über das Projekt im Jahr 2017 wären dann rund 14 Jahre vergangen. Molt erläutert, warum IBM nicht mehr Generalunternehmer für das Projekt ist und warum er glaubt, dass die neue Plattform auch für andere Lebensversicherer attraktiv ist.

Dresig: Run-off profitiert vom Zinsanstieg

Der Zinsanstieg wird nicht zu weniger, sondern zu mehr externen Run-off-Deals führen, erwartet Tilo Dresig, Chef des Run-off-Spezialisten Viridium. Durch die aufgrund des Zinsanstiegs verbesserten Solvenzquoten kämen viele Gesellschaften überhaupt erst wieder für einen Verkauf infrage. Dass der Viridium-Bestand mangels Neugeschäft jedes Jahr schrumpft, bereitet ihm keine Sorgen.

Was Viridium die Migration der Generali Leben kostet

Run-off-Spezialisten können Lebensversicherungsbestände günstiger und effizienter verwalten und damit den Kunden Vorteile bieten – das behaupten zumindest Run-off-Spezialisten. Tilo Dresig, Chef des Abwicklers Viridium, erläuterte bei einer SZ-Konferenz am Beispiel von Proxalto, der früheren Generali Leben, mit welch hohen Kosten die IT-Migration der Bestände verbunden ist. Dass sich das für die Kunden dennoch lohnt, bewiesen die nach der Transaktion gestiegenen Überschüsse und gesunkenen Stornoquoten, so Dresig. Eine Diskussion zeigte, dass es sehr auf den Einzelfall ankommt, ob interner oder externer Run-off besser ist.

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