Angesichts steigender Naturkatastrophenschäden fordern einige Experten eine stärkere staatliche Beteiligung an der Absicherung. Das ist der falsche Weg, glaubt Gen Re-Vorstand Alexander Zeller. „Wir sollten alles dafür tun, den Staat so weit wie möglich herauszuhalten, auch bei deutschen Elementarereignissen“, sagte er beim Rückversicherungssymposium in Köln.
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R+V: Ausreißerjahr bei Hagelschäden
Der Wiesbadener Versicherer R+V verzeichnete im vergangenen Jahr mit 56 Mio. Euro deutlich geringere Schäden durch Hagel als zuvor. Darin erkennt das Unternehmen nur eine kurze Entwicklung, der langfristige Trend zeige nämlich in eine andere Richtung.
Hannover Rück sieht noch keinen weichen Markt
Die Hannover Rück hat ihren Gewinn im ersten Quartal 2026 deutlich gesteigert. Der Finanzchef Christian Hermelingmeier spricht von einer Normalisierung gegenüber dem schadenträchtigen Vorjahresquartal. Gleichzeitig sieht der Rückversicherer sinkende Preise, aber noch keinen weichen Markt.
Talanx: Rekordzahlen treffen auf wachsende Risiken
Trotz Rekordergebnissen sieht Torsten Leue, Vorstandsvorsitzender des Talanx-Konzerns, wachsende Herausforderungen für sein Unternehmen. Das sagte er auf der Hauptversammlung des Konzerns. Er ist jedoch zuversichtlich, dass Talanx gut gerüstet ist – und nennt die Gründe.
Axa wächst trotz schwachem Rückversicherungsgeschäft
Nur der weiche Rückversicherungsmarkt hat die Geschäftsentwicklung des französischen Versicherers Axa im ersten Quartal des laufenden Jahres etwas ausgebremst. Alles in allem konnte die Gruppe aber segmentübergreifend wachsen. Zum Verkauf der Lebensversicherungsbestände äußerte sich das Unternehmen nicht.
Eiopa: Wie die Versicherungslücke bei Naturkatastrophen geschlossen werden kann
Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa sieht dringenden Handlungsbedarf bei der Schließung der Versicherungslücke bei Naturkatastrophenschäden in Europa. Neben den Plänen, einen europäischen Risiko-Pool sowie eine Auffanglösung für Großschäden einzuführen, fordert Eiopa von den Versicherern mehr Transparenz bei den Policen.
Aktivisten: Munich Re gefährdet Klimaglaubwürdigkeit
Der Rückversicherer Munich Re muss sich für seine Hauptversammlung am Mittwoch auf heftige Kritik von Klimaschützern einstellen. Die Organisation Urgewald moniert, dass der Rückversicherer sich nicht entschiedener aus der Absicherung von Flüssigerdgas zurückzieht.
Niedrigere Schäden durch Naturkatastrophen
Naturkatastrophen weltweit haben im Auftaktquartal 2026 deutlich geringere wirtschaftliche und versicherte Schäden verursacht als im langjährigen Mittel, meldet Gallagher Re. Stürme dominieren die Rangliste der teuersten Ereignisse.
Aon: Naturkatastrophen kosten Versicherer weniger
Die weltweiten Schäden durch Naturkatastrophen sind im ersten Quartal 2026 deutlich geringer ausgefallen als im Vorjahreszeitraum. Das berichtet der Makler Aon. Schwerpunktregionen waren West- und Südeuropa sowie die USA. Rekordschäden könnten dennoch in der Statistik auftauchen.
Eiopa schlägt Pool-Lösung für Naturkatastrophen vor
Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa will die Versicherungslücke bei Naturkatastrophen in Europa schließen und schlägt dafür eine länderübergreifende Lösung vor. Vorgesehen sind ein Risiko-Pool und eine Auffanglösung für Großschäden.
Urgewald will mehr Frankreich und USA in der Elementardeckung
Die Umweltschutzorganisation Urgewald mischt sich mit einem eigenen Papier in die Debatte um eine möglicherweise verpflichtende Elementarversicherung in Deutschland ein. Dabei setzt sie klar auf das französische Modell. Ergänzend soll ein Fonds ausgerechnet nach US-Vorbild kommen, schlagen die Klimaschützer vor.
Datenzentren-Boom bringt Versicherer an ihre Grenzen
Der Boom bei Rechenzentren sorgt dafür, dass die Nachfrage nach Versicherungsschutz weltweit stark anzieht. Angesichts der teilweise milliardenschweren Sachwerte steigen jedoch auch die Kosten und die Risiken. Die Versicherungsbranche könnte an ihre Grenzen kommen, schreibt Swiss Re in einer aktuellen Studie.
Swiss Re: Sekundärgefahren nehmen rasant zu
Im Jahr 2025 haben Sekundärgefahren wie Waldbrände, Überschwemmungen und schwere Stürme weltweit 92 Prozent der versicherten Naturkatastrophenschäden von 107 Mrd. Dollar (93 Mrd. Euro) verursacht. Experten warnen: Steigende Exposition und wachsende Verwundbarkeit lassen die Schäden weiter rasant steigen.
Rupprecht: Naturkatastrophen sind versicherbar
Staatliche Lösungen sollte es nur für Risiken geben, die nicht vollständig durch die private Versicherungswirtschaft getragen werden können, betonte Fabian Rupprecht, Chef der Helvetia Baloise Gruppe, auf einer Fachveranstaltung. Bei Naturkatastrophen führe staatliches Einmischen oft dazu, dass Marktmechanismen nicht mehr funktionieren.
Talanx erreicht Ziel für 2027 schon jetzt
Der Hannoveraner Versicherungskonzern hat bereits jetzt das für 2027 angestrebte Gewinnziel erreicht und erhöht kräftig die Dividende. Gut lief es vor allem in der Industrieversicherung. Weniger üppig fiel das Ergebnis im deutschen Privatkundengeschäft aus. Zurückziehen will sich Chef Torsten Leue aber aus einem anderen Bereich.














