Befürworter und Kritiker der EU-Kleinanlegerstrategie haben sich am Mittwoch vor dem Finanzausschuss des Bundestags einen Schlagabtausch geliefert. Im Zentrum standen Pläne für ein Teil-Provisionsverbot und das Konzept des Value for Money. Eine Vertreterin der EU-Kommission verteidigte beides in der Anhörung. Anlass war ein Antrag der Unionsfraktion. Sie fürchtet, dass die Strategie dem Ziel zuwiderläuft, eine höhere Beteiligung von Sparern am Kapitalmarkt zu erreichen.
Archiv ‘Value for Money’
DAV: Viele Produktmerkmale nicht quantifizierbar
Das Konzept „Value for Money“ ist ein zentraler Bestandteil der geplanten EU-Kleinanlegerstrategie. Dahinter steht die Frage, wie sich das Preis-Leistungs-Verhältnis von Anlageprodukten messen lässt, schreibt die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) in der aktuellen Ausgabe ihres Magazins „Aktuar Aktuell“. Die Versicherungsmathematiker halten die Aussagekraft von Kennziffern für den Kundennutzen aber für begrenzt.
So will Eiopa den „Value for Money” messen
Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa hat einen Vorschlag zur Ermittlung des geldwerten Vorteils von fondsgebundenen und hybriden Lebensversicherungen vorgelegt. Das Papier beschreibt, wie entsprechende Richtwerte zur Beurteilung etwa der Kostenlast von Produkten aufgestellt werden können. Es richtet sich in erster Linie an die nationalen Aufsichtsbehörden, Versicherern soll es zur Bewertung der eigenen Produkte dienen. Interessierte Parteien können sich bis 15. März 2024 dazu äußern.

