Gewerkschaft und Aktionäre streiten bei Provinzial

Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der neu gebildeten Provinzial Holding Westfalen AG werden bei der heutigen Sitzung möglicherweise einen Kompromiss bei der umstrittenen Vorstandswahl vorschlagen. Statt eines separaten Arbeitsdirektors auf Vorstandsebene gäben sich die Arbeitnehmer mit der Einrichtung eines Generalbevollmächtigen zufrieden, der die Funktionen des Arbeitsdirektors auf Konzernebene wahrnimmt. Das sagte Frank Fassin, Fachbereichsleiter bei der Gewerkschaft Verdi, der FTD.
Bei der ersten Aufsichtsratssitzung am 21. April scheiterte die Vorstandswahl. Die Provinzial Westfalen entstand als Vorstufe der Fusion mit der Provinzial Kiel aus der öffentlich-rechtlichen Gesellschaft in Münster. Eigner sind die Sparkassen und der Landschaftsverband, in dem die Gemeinden zusammengeschlossen sind. Die Holding soll nach ihrem Willen von einem nur dreiköpfigen Vorstand geführt werden – Konzernchef Heiko Winkler, Roland Reime als Stellvertreter und Arbeitsdirektor sowie Finanzchef Ulrich Lüxmann-Ellinghaus. Reime ist Chef in Kiel.
Wolfgang Schäfer, Direktor des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe, ging auf Konfrontationskurs zu Verdi. Wenn es bei der Ablehnung dieses Vorschlags bleibe, sei eine Kampfabstimmung im Aufsichtsrat zu erwarten. „Wir werden notfalls auf eine Mehrheitsabstimmung zusteuern“, sagte er.

Quelle: Financial Times Deutschland

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