Swiss-Re-Corso-Chef Berger: „Der Markt bleibt hart“

 Nachgefragt – Das Video-Interview   Andreas Berger, Chef des Industrieversicherers Swiss Re Corporate Solutions, ist davon überzeugt, dass der Industrieversicherungsmarkt in der Feuersparte hart bleibt. Der Markt werde auf einem Plateau bleiben, sagte er im Video-Interview mit dem Versicherungsmonitor. Bei den Preisen müsse auch die Inflation berücksichtigt werden. In anderen Sparten sei das Bild  ganz anders. Berger sprach über die Bedeutung von ESG-Kriterien, die Skepsis bei Cyber, die Bedeutung der KI und seine Erfahrungen mit Rassismus.

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1 Antwort »

  1. Ein sehr spannendes Interview. Besonders interessant die Aussagen zur Nutzung von Sensordaten im Underwriting (ab 23:14‘), welches laut Andreas Berger eine „forward-looking“ Risikoprüfung ermöglicht und neuartige Risiken besser beherrschbar macht. Man fragt sich jedoch, warum dieses Thema, welches spätestens mit der Zusammenarbeit von Munich Re mit dem Sensorspezialisten Relayr bereits im Jahr 2016 (!) ernsthaft begann, in der Branche insgesamt nicht schon weiter gediehen ist.

    Eine technische Erklärung scheidet aus, es gibt genügend hochentwickelte Sensoren als Massenware am Markt und die webbasierte Vernetzung ist Standard. Auch von Streit darum, wem die Maschinendaten gehören, bzw. wer sie nutzen darf hat man jedenfalls länger nichts gehört. Und die oft beklagte „Handbremse Datenschutz“ kann es auch nicht sein, denn wir reden hier nicht über Daten von Menschen.

    Kann es sein, dass in Wirklichkeit ein Interessenkonflikt der Versicherer dahintersteckt? Denn eins ist ja klar: mit zunehmender Perfektion solcher Systeme entfällt die klassische Risikoprämie z.B. für den Ausfall einer Maschine, an ihre Stelle tritt eine vermutlich deutlich niedrigere Zahlung für den Einbau und die Überwachung der Sensoren.

    Eine Zurückhaltung bei dem Thema wäre aber kontraproduktiv. Denn ist es nicht allemal besser, sich in einem Bedrohungsszenario als Vorreiter für einen zugegebenermaßen suboptimalen Ausweg aufzustellen, als zu warten, bis ein Wettbewerber innerhalb oder ausserhalb der Branche das Vakuum füllt? Was hindert die Siemens oder Bosch dieser Welt daran, zusätzlich zur sensorgesteuerten horizontalen Vernetzung von Industrieprozessen, was Teil ihres Kerngeschäfts ist, auch gleich vorbeugende Wartung und den Schutz vor dem verbleibenden Risiko anzubieten?

    Dass sich die Lücke zwischen BIP und Versicherungsprämien in Deutschland seit mindestens 10 Jahren vergrößert, die Branche also schleichend an Relevanz verliert, sollte ausreichend Ansporn sein hier etwas zu tun. Gibt es schon eine versichererbetriebene B2B-Austauschplattform für Industriedaten?

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