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Wie Walthes und Breuer die Öffentlichen umpflügen

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Die Veränderung der Eigentümerstruktur der ÖRAG zeigt, wie die Konsolidierung des öffentlichen Lagers weitergeht. Große Fusionen sind aktuell nicht zu erwarten. Stattdessen hat sich eine Führung unter VKB-Chef Frank Walthes und Provinzial-Chef Wolfgang Breuer herausgebildet. Ihre beiden Gruppen kontrollieren zwei Drittel der Prämieneinnahmen der Öffentlichen. Sind sie sich einig, müssen die anderen folgen.

Die Sehnsucht nach Regeln

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US-Versicherer hätten es gerne bequem: ein einziges Regelwerk für den Umgang mit der künstlichen Intelligenz. Doch in den USA sind die Bundesstaaten zuständig, und das sorgt für einen regulatorischen Flickenteppich. Ganz anders in Europa. Hier wird der AI Act schrittweise seit Februar 2025 eingeführt, einheitlich in allen Mitgliedsstaaten. Der deutsche Versichererverband GDV hadert zwar mit einzelnen Vorschriften. Doch die Branche täte gut daran, nicht zu jammern, sondern froh zu sein, dass klare Spielregeln gelten.

Private Equity schrumpft. Und die Makler?

 Herbert Frommes Kolumne  Noch werden Maklerfirmen zum 15- oder 16-Fachen eines schön gerechneten operativen Gewinns gekauft. Die Blase ist zumindest in Deutschland noch nicht geplatzt. Doch es gibt Anzeichen dafür, dass es schwieriger wird. So sucht der Kölner Makler Global bislang vergeblich einen Käufer für einen Milliardendeal. Das Langfristproblem: Den Private-Equity-Firmen fällt es immer schwerer, Anlegergelder einzuwerben.

Wenn die KI den Vermittler ersetzt

 Herbert Frommes Kolumne  Mehr als die Hälfte kleiner und mittelgroßer Unternehmen in Großbritannien findet die Idee gut, dass die künstliche Intelligenz (KI) den eigenen Versicherungsbedarf analysiert und entsprechende Deckungen vorschlägt. Das zeigt eine Umfrage des Daten- und Beratungsunternehmens Global Data. Der Trend hat weitreichende Auswirkungen auf den Maklermarkt – und auf Private-Equity-Investoren, die bereitwillig Milliarden für Vermittler zahlen.

Nervöse Anleger bei Munich Re

 Herbert Frommes Kolumne  Der Rückversicherer Munich Re hat am 8. August 2025 seine Halbjahreszahlen bekannt gegeben, die in etwa den Markterwartungen entsprachen. Dabei änderte die Gesellschaft den Ausblick zum erwarteten Umsatz in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung. Das reichte für einen deutlichen Absturz des Aktienkurses. Auch wenn er übertrieben gewesen sein dürfte, zeigt der Preisverfall doch, wie nervös die Munich-Re-Aktionäre inzwischen sind. Nach 14 positiven Jahren steht der Rückversicherer vor unruhigen Zeiten.

Der Kampf um die Nürnberger

 Herbert Frommes Kolumne  Der geplante Verkauf der Nürnberger bedeutet einen Kulturschock für die Belegschaft und für die Region. Schließlich galt die Unabhängigkeit des Unternehmens als unantastbar, nachdem es im Jahr 2000 die Schlacht gegen den Übernahmeversuch durch die Versicherungskammer Bayern gewonnen hatte. Doch jetzt muss die Nürnberger verkaufen, die Lage ist sehr schlecht. Aber ob der Käufer wirklich die Vienna Insurance Group wird, ist noch nicht entschieden.

Wer prüft künftig die Allianz?

 Herbert Frommes Kolumne  Eines der wichtigsten Mandate für Wirtschaftsprüfer in der Versicherungsbranche wird gerade neu vergeben: die Prüfung des gesamten Allianz-Konzerns. Im Rennen sind noch KPMG und EY. Es geht um sehr viel Prestige und hohe Gebühreneinnahmen. Die Entscheidung dürfte in den kommenden zwei Wochen fallen, berichten Unternehmenskreise. Seit 2018 prüft PwC die Allianz. Nach EU-Regeln muss jeder börsennotierte Konzern die Prüfer spätestens alle zehn Jahre wechseln. Sollte EY gewinnen, könnte es ein kleines Problem mit der Aufsicht geben.

Versicherung, Klima und Kapitalismus

 Herbert Frommes Kolumne  Der ideologische Krieg um den Klimawandel ist in vollem Gange. In den USA hat die Regierung Trump die Auffassung, dass es keinen von Menschen gemachten Klimawandel gibt, zur Staatsideologie gemacht. Manche Unternehmen schließen sich an, oft unter Druck. Auch in Deutschland nimmt die Begeisterung für die Klimaziele ab, die Munich Re verlässt Klimainitiativen. In dieser Situation argumentiert Allianz-Vorstand Günther Thallinger, dass der Kapitalismus durch den Klimawandel sehr real gefährdet ist.

Scheinblüte Einmalgeschäft

 Herbert Frommes Kolumne  Der Gesamtverband der Versicherer (GDV) frohlockt: Die Beitragseinnahmen der Branche werden im Jahr 2025 wohl um 7,3 Prozent steigen. Bislang war er von einem Plus von 5 Prozent ausgegangen. Haupttreiber des stärkeren Wachstums ist das Einmalgeschäft in der Lebensversicherung, für das der Verband einen Zuwachs von 24,2 Prozent prognostiziert. Nachhaltig ist das nicht.

Ein Traum? Die BaFin geht die Bürokratie an

 Herbert Frommes Kolumne  Die Bürokratie ist ein echtes Problem für die Versicherer. Die Aufsicht verspricht Abhilfe, jedenfalls für kleine Unternehmen. BaFin-Versicherungschefin Julia Wiens hat sich dazu in einem Interview auf der Homepage der Behörde geäußert. Alles schon mal gehört, mag mancher Vorstand denken. Aber wenn man das Interview genau liest, zeigt sich: Es tut sich tatsächlich etwas.

Mutige Schritte bei der Generali

 Herbert Frommes Kolumne  Die Generali hat still und leise die Grundstruktur ihrer Führung in Deutschland umgebaut. Aus der strikten Spartenverantwortung, in der ein Vorstand zum Beispiel das gesamte Lebensversicherungsgeschäft verantwortete, wurde ein dezentraler Aufbau, der den Führungen der wichtigsten Vertriebsorganisationen deutlich mehr Raum gibt. Deutschlandchef Stefan Lehmann besetzte gleichzeitig diese Führungspositionen neu. Damit verschafft er sich auch Luft gegenüber dem mächtigen Finanzvertrieb DVAG.

Warum Element zum Eigentor werden kann

 Herbert Frommes Kolumne  Die Insolvenz des Berliner Start-ups Element kann weitreichende Folgen haben, die weit über die Probleme für die Betroffenen hinausgehen. Sie liefert all jenen Munition, die sich für einen Zwangs-Rettungsfonds für die Schaden- und Unfallversicherung einsetzen, wie es ihn für die Lebens- und für die Krankenversicherer bereits gibt. Bislang haben die deutschen Versicherer und die BaFin auf EU-Ebene argumentiert, ein solcher Rettungsfonds sei unnötig, weil Insolvenzen in der Schaden- und Unfallversicherung praktisch nicht vorkommen. Aber genau das ist jetzt passiert.

Kfz: Zu früh für eine Entwarnung

 Herbert Frommes Kolumne  Die Prognosen für das Marktergebnis in der Kfz-Versicherung für das Jahr 2025 werden freundlicher. Sie reichen von einer schwarzen Null bis hin zu einem Milliardengewinn. Offenbar haben die meisten Anbieter die schlimmen Ergebnisse der Jahre 2023 und 2024 hinter sich gelassen und mit Preiserhöhungen gegengesteuert. Aber es wäre grundfalsch, die tiefe Krise der Sparte für beendet zu erklären. Die Kfz-Versicherer stehen weiter vor großen Herausforderungen, zu denen ein Strukturwandel im Markt gehört.

Wenn die Kunden die Versicherer überholen

 Herbert Frommes Kolumne  Angesichts des rasanten Tempos der Entwicklung bei der künstlichen Intelligenz (KI) ist es schwer, den Überblick zu behalten. Unternehmen wie OpenAI, Microsoft, Google und Apple bringen stetig neue, bahnbrechende Entwicklungen auf den Markt. Die meisten Menschen interessieren sich kaum dafür. Dennoch werden die Neuerungen rasch weitreichende Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft haben. Das Problem der Versicherer: Sie werden schon bald weit hinter ihre Kunden zurückfallen, wenn es um die Nutzung von KI geht.

Nürnberger Brotsuppe

 Herbert Frommes Kolumne  Die Nürnberger Versicherung serviert ihren Aktionären dünne Kost. Die Dividende für das Jahr 2024 beträgt lediglich 14 Cent, im Vorjahr waren es noch 3,50 Euro. In der Schadenversicherung erwartet die Gesellschaft zwei weitere Verlustjahre. Dennoch erhielt der Vorstand bei der Hauptversammlung am 14. Mai 2025 starke Unterstützung durch die Aktionäre. Ein wichtiger Grund: Er redet offenbar auch mit möglichen Kandidaten für eine Fusion oder einen Verkauf.

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