Meinung am Mittwoch Viele Versicherer verschenken heute die Chance auf attraktive Kunden, nachhaltiges Wachstum und bilanzielle Solidität im deutschen Lebensversicherung-Markt – weil sie in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) nicht richtig aufgestellt sind. Eine klare Strategie, konsequente Digitalisierung, erfolgsorientierte Vergütung und neue IT-Systeme sind vonnöten. Für Anbieter mit Nachholbedarf drängt die Zeit. Denn der Markt wird sich nach der geplanten bAV-Reform noch schneller entwickeln.
Meinung am Mittwoch
Schäden verhindern statt nur bezahlen
Meinung am Mittwoch Künstliche Intelligenz und Big Data bieten Versicherern große Chancen. Statt nur Schäden zu zahlen, können sie durch die Analyse großer Datenmengen und entsprechende Services Mehrwert beim Kunden schaffen und eine strategische Antwort auf die neuen technischen Möglichkeiten geben. Wenn es gelingt, die durch das Internet der Dinge generierten Daten zur Schadenverhütung zu nutzen, werden die Versicherer von besseren Schadenquoten profitieren. Sie müssen aber auch mit erhöhtem Preisdruck rechnen.
Besserer Umgang mit Whistleblowern nötig
Meinung am Mittwoch Seit Juli 2016 gibt es bei der Finanzaufsicht BaFin eine Stelle für Whistleblower, die anonym Compliance-Verstöße bei Versicherern und Banken melden wollen. Auch die Gesellschaften selbst müssen Prozesse für den Umgang mit solchen Enthüllern vorsehen. Man merkt: Es tut sich etwas – allerdings nicht genug. Die USA haben weit bessere Systeme zum Schutz und zur Unterstützung von Whistleblowern. Die Branche sollte das Thema selbst angehen, statt sich vom Gesetzgeber bitten zu lassen.
Absurd und irrational
Meinung am Mittwoch Nach einem großen Schaden wie einem Hochwasser gibt es regelmäßig Diskussionen über eine Versicherungspflicht gegen Elementargefahren. In Bayern, wo die heftigen Sturzfluten im Juni große Schäden anrichteten, kann sich der Großteil der Haushalte mit einer Elementarschaden-Deckung vor solchen Risiken schützen. Trotzdem verzichten viele Hausbesitzer auf eine freiwillige Versicherung und unterstützen stattdessen Forderungen nach einer Versicherungspflicht. Das ist absurd und irrational.
In eigener Sache: Neue Kolumnisten
Der Versicherungsmonitor besetzt ab Oktober 2016 seine Rubriken „Meinung am Mittwoch“ und „Legal Eye – Die Rechtskolumne“ mit neuen Kolumnisten. Unsere Leser dürfen sich auf spannende Beiträge von Christopher Freese, Norbert Noehrbass, Felix Schollmeier, Heike Trilovszky und Frank Walthes sowie von Stefan Segger, Anne Fischer, Gunbritt Kammerer-Galahn und Tanja Schramm freuen. Wir danken unseren bisherigen Kolumnisten für ihre Arbeit.
Der Versicherungsmonitor begrüßt die neuen Kolumnisten
© Versicherungsmonitor
Der Versicherungsmonitor bittet die externen Kolumnen-Autoren immer, für ein Jahr tätig zu sein. […]
Vom Informatiker zum Insurtech-Gründer
Meinung am Mittwoch Bevor ich zusammen mit Hendrik Rennert den Online-Gewerbeversicherungsmakler Finanzchef24 gründete, war ich Informatiker und Venture-Capital-Investor – ein nicht unbedingt vorhersehbarer Berufsweg. Doch die Versicherungsbranche übt große Anziehungskraft auf „Tech-Gründer“ aus. Ein Grund ist die Marktgröße, ein anderer die gewachsenen digitalen Bedürfnisse der Kunden, die die etablierten Anbieter nicht immer befriedigen. Zudem ist jeder Schritt in der Branche prozess-und datengetrieben und kann damit durch Software ergänzt oder sogar ersetzt werden. Wir stehen noch ganz am Anfang einer größeren Entwicklung.
Stirbt der Beruf des Versicherungsmaklers aus?
Meinung am Mittwoch Eigentlich dürfte es Versicherungsmakler schon nicht mehr geben. Aufgerieben zwischen dem Damoklesschwert der Beraterhaftung, dem sirenenhaften Lockruf der Höchstprovision, Kostensenkungsprogrammen und dem Big Data der Digitalisierung – so in etwa stellt man sich das Aussterben meines Berufsstandes vor, folgt man der Branchen-Berichterstattung der vergangenen Jahre. Hat Unabhängigkeit in der Versicherungsbranche ausgedient?
Weicher Rückversicherungsmarkt, stabile Ratings
Meinung am Mittwoch Es war mal wieder soweit: Beim jährlichen Rückversicherungstreffen in Monte Carlo wurden Trends, Stimmungen und Kontakte ausgetauscht. Neben der Preisentwicklung, der Entwicklung von Kapazitäten, dem Niedrigzinsumfeld, regulatorischen Entwicklungen, Übernahmen und Neugründungen wurden wir insbesondere auf unsere Aussagen hinsichtlich des Marktumfeldes und der Entwicklung der Rückversicherungsratings angesprochen. Seit einiger Zeit ergänzen wir unsere Sicht auf die Marktentwicklung mit einer Aussage zur Entwicklung der Ratings der bewerteten Rückversicherer in Summe – eine nicht immer auf den ersten Blick offensichtliche Unterscheidung.
Die Eventversicherung nach einer turbulenten Saison
Meinung am Mittwoch Die Eventversicherer haben in den ersten drei Quartalen dieses Jahres außergewöhnliche Turbulenzen erlebt. So erzwang das Wetter die Verschiebung des Düsseldorfer Rosenmontagszugs und den Abbruch mehrerer großer Rockfestivals. Zugleich hat die Bedrohung durch Terror zugenommen. Trotzdem gilt auch in Zukunft: Wer seine Veranstaltung sorgfältig vorbereitet und seine Risiken klar definiert, wird den passenden Versicherungsschutz bekommen.
Niedrigzinsen: Wegschauen ist auch keine Lösung
Meinung am Mittwoch Den Lebensversicherern geht es angesichts der Niedrigzinsen immer schlechter. Die Kapitalanforderungen nach Solvency II bilden dies aber nur unzureichend ab. Die neuen Regeln ignorieren nicht nur Risiken aus Staatsanleihen. Auch die Ultimate Forward Rate (UFR) – der langfristige risikolose Zinssatz, mit dem die Lebensversicherer ihre Rückstellungen kalkulieren – ist unrealistisch hoch angesetzt. Die Neuberechnung der UFR, auf die die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa drängt, wird daran auch nicht viel ändern. Stattdessen ist eine neue Wirtschaftspolitik nötig.
Mit entspannter Spannung in die Zukunft
Meinung am Mittwoch In den vergangenen Monaten habe ich in dieser Kolumne meine persönliche Einschätzung zu verschiedenen, die Versicherungswirtschaft betreffenden Themen formuliert. Dabei zog sich wie ein roter Faden ein Thema durch die Texte: Die Digitalisierung der Industrie und des privaten Sektors. Wo liegen Risiken für die Versicherungsbranche, wo gibt es Chancen? Welche Kompetenzen gewinnen für die Unternehmen tendenziell an Bedeutung? Mit einer Zusammenfassung und Verbindung dieser Überlegungen endet heute die Reihe meiner Beiträge.
Macht es den Kunden einfacher!
Meinung am Mittwoch Versicherungen sind kompliziert geworden. Das fängt bei der Kfz-Versicherung an und findet vermutlich in der Berufsunfähigkeitsversicherung einen Höhepunkt. Die Versicherungsbranche macht es nicht nur sich selbst schwer, sondern vor allem den Kunden. Verbraucherschützer und Politik tragen ihren Anteil dazu bei. Dabei wäre weniger mehr – für Kunden wie für Versicherer.
Regulatorik ohne Sommerpause
Meinung am Mittwoch In meiner März-Kolumne hatte ich bereits die weiteren regulatorischen Initiativen über Solvency II hinaus angesprochen. In diesem Sommer erleben wir nun eine entsprechend verstärkte Aktivität. Die BaFin hat wie bereits im Juli angekündigt, Anfang August detailliertere Spartenergebnisse zu den Solvency II-Quoten veröffentlicht, manche Versicherer mussten ihre Rechnungen zum aktuellen Eiopa-Stresstest einreichen und der International Capital Standard der Internationalen Versicherungsaufseher wirft im Rahmen eines Konsultationspapiers seine Schatten voraus. Ein arbeitsreicher Sommer für viele Beteiligte und zuviel Stoff für eine Kolumne.
Eigentum schützen, Nerven schonen
Meinung am Mittwoch Einbrüche sind ein teures Massenphänomen: Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Taten auf knapp 170.000. Die Regulierung der Schäden kostete die Hausratversicherer fast 500 Mio. Euro. Angesichts der geringen Aufklärungsquote ist der Staat gefordert, Einbruchskriminalität entschlossener zu bekämpfen. Gleichzeitig kann der Einzelne mit relativ geringem Aufwand vorsorgen. Geeignete Technik und sicherheitsbewusstes Verhalten schützen nicht nur das eigene Hab und Gut – sie vermeiden auch die psychischen Langzeitfolgen eines Einbruchs.
Müssen Versicherer sich neu erfinden?
Meinung am Mittwoch Kaum ein Tag vergeht, an dem die Medien nicht über die Notwendigkeit zur Innovation und die Herausforderungen der Digitalisierung in der Versicherungsbranche schreiben. Ein zentraler Punkt ist dabei das Argument, dass die Versicherer durch die Verbindung großer Datenmengen mehr über das Verhalten ihrer Kunden erfahren und es besser analysieren können. Das soll relevantere Versicherungsangebote ermöglichen. Die Frage ist, ob Versicherer mit diesen Herausforderungen und dem neuen Wettbewerb nicht überfordert sind.










