Dieses Jahr wird es deutlich weniger Hurrikans geben als 2018, erwartet der Rückversicherer Munich Re. Grund dafür ist, dass sich das Wetterphänomen El Niño abschwächt. Im Nordatlantik rechnet Munich Re mit sechs Wirbelstürmen, die mindestens eine Geschwindigkeit von 119 Stundenkilometern erreichen und damit als Hurrikan gelten. Für den Nordwestpazifik sagt der Rückversicherer eine normale Zahl an Taifunen vorher, rechnet allerdings mit mehr schweren Stürmen. Schäden lassen sich aufgrund dieser Prognosen allerdings nicht vorhersagen, mahnt Munich Re. Denn ein einziger Hurrikan reicht aus, um extreme Schäden zu verursachen.
Industrieversicherung
Schareck wechselt von Deloitte zu KPMG
Leute – Aktuelle Personalien Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG hat einen Leiter für den neu geschaffenen Bereich Insurance Management Consulting ernannt. Christian Schareck (Bild) ist ab sofort für die Beratung von Versicherungsunternehmen zuständig. Außerdem: Generali Global Corporate & Commercial (GC&C), der Industrieversicherer der Generali, beruft Hayden Seach zum neuen Chief Operations Officer. Seinen bisherigen Posten als Leiter von GC&C Asia übernimmt Axel Roesner. Bei der Haftpflichtkasse wird Stefan Liebig neues Vorstandsmitglied, gleichzeitig übernimmt Roland Roider das Amt des Vorstandsvorsitzenden.
Cyberversicherer arbeiten an Kriegsausschluss
Führende Londoner Cyberversicherer arbeiten laut einem Bericht der Fachzeitung Insurance Day an einem Kriegsausschluss für ihre Policen. Damit wollen sie große Angriffe von staatlicher Seite, die erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft, die Infrastruktur des Gesundheitswesens oder die nationale Sicherheit des Ziellandes haben können, von der Deckung ausschließen. Kleinere Angriffe und Kollateralschäden wie durch den Trojaner Notpetya sollen nach wie vor gedeckt sein. Mit dem Schritt reagieren die Anbieter auf die Verunsicherung der Kundschaft, nachdem Zurich und andere Versicherer bei Notpetya-Schäden in der Sachversicherung den Kriegsausschluss gezogen hatten.
Luftfahrtversicherer mit Klausel für Silent Cyber
Britische Luftfahrtversicherer wollen auf Druck von der Finanzaufsicht PRA ihr Silent Cyber-Risiko in den Griff bekommen und haben dafür eine Klausel erarbeitet, mit der sie sich vor Kumulschäden aus dem Bereich schützen können. Ihr Vorschlag basiert auf einem Passus, der in Verbindung mit der üblichen erweiterten Luftfahrthaftpflichtversicherung verwendet werden könnte. Die sogenannte Comprehensive Software Limitation Clause soll bei Schäden durch Softwarefehler und Schadprogramme die Haftpflichtversicherungssummen auf das von den Flugaufsichtsbehörden vorgeschriebene Minimum für Flugzeugbetreiber begrenzen.
Versicherer halten sich bedeckt bei Monsanto-Schaden
Mit der Übernahme des US-amerikanischen Biochemie-Konzerns Monsanto wollte der Pharmakonzern Bayer 2016 zum größten Produzenten von Saatgut und Pflanzenschutzmittel aufsteigen. Doch jetzt könnte die Übernahme den Konzern sehr teuer zu stehen kommen. Bayer muss sich in den USA wegen des von Monsanto entwickelten Unkrautvernichters Roundup vor Gericht verantworten. Der darin enthaltende Wirkstoff Glyphosat soll krebserregend sein. Bayer hat eine Police für Produkthaftungsschäden bis zur marktüblichen Deckungshöhe, teilte der Konzern mit. Ob das ausreicht? In drei Fällen wurde der Konzern bereits zu mehr als 2 Mrd. Dollar Strafe verurteilt, allerdings in der ersten Instanz. 13.400 weitere Kläger gibt es noch. Europäische […]
D’Hulster und Grüll neu im Uniqa-Aufsichtsrat
Leute – Aktuelle Personalien Die Versicherungsgruppe Uniqa ernennt zwei neue Aufsichtsratsmitglieder: Anna Maria D’Hulster, ehemalige Generalsekretärin der Geneva Association, und Martin Grüll, Finanzvorstand bei der Raiffeisenbank International. Außerdem: Der Spezialversicherer Sompo International ernennt Udo Pützer zum neuen Leiter Financial Lines für Deutschland. Pützer wird unter anderem für das Geschäft mit Managerhaftpflicht- und Berufshaftpflichtpolicen zuständig sein. Paul Owens legt sein Amt als Chef der Captiveabteilung von Willis Tower Watson nieder, FM Global stellt eine Reihe neuer Ingenieure ein.
Feuer-Sanierung macht Talanx profitabler
Der Talanx-Konzern zeigt sich nach einer Umsatz- und Gewinnsteigerung zum Jahresauftakt 2019 zufrieden. Bei den Prämien in der Industrieversicherung konnten die Hannoveraner in den ersten drei Monaten zweistellig zulegen. Der Konzern führt das insbesondere auf den Start der neuen Gesellschaft HDI Global Specialty zurück, die das Spezialversicherungsgeschäft von HDI Global und Hannover Rück umfasst. Die im ersten Quartal verzeichneten Erfolge des Strategieprogramms 20/20/20 bringen Talanx dem Ziel näher, die Feuerversicherung zurück in die schwarzen Zahlen zu führen. Das Geschäft, das durch Preiserhöhungen verloren ging, konnten die höheren Prämien kompensieren.
Hannover Rück baut Geschäft aus
Die Hannover Rück spürt eine steigende Nachfrage der Erstversicherer nach Rückdeckungen. In den ersten drei Monaten des Jahres legten die Prämieneinnahmen der Hannoveraner in der Schadenrückversicherung um 22,8 Prozent auf 4,4 Mrd. Euro zu. Naturkatastrophen wie die Waldbrände in den USA oder die Stürme in Japan befeuern das Interesse am Schutz gegen Großschäden und sorgen für höhere Preise – auch in der Erneuerungsrunde zum 1. April. Die Schäden durch Naturkatastrophen fielen bei der Hannover Rück dank üppigem Retrozessionsschutz indes nicht ganz so heftig aus wie bei den Wettbewerbern Scor und Swiss Re.
Perseus bringt Cyberschutzbrief
Das vor einem Jahr gestartete Cybersicherheits-Start-up Perseus stockt sein Angebot um ein Programm zur Schadsoftwareerkennung sowie einen Schutzbrief auf. Risikoträger beim Schutzbrief ist der Digitalversicherer Element, der wie Perseus zur Finleap-Gruppe gehört. Geschäftsführer Richard Renner spricht von einer konsequenten Weiterentwicklung des Geschäftsmodells. Die Finleap-Gründung konzentriert sich auf Dienstleistungen rund um Cybersicherheit für Firmenkunden und hat Trainings für Mitarbeiter im Angebot. Für den Vertrieb setzt Perseus auch auf Kooperationen mit Versicherern wie der Signal Iduna.
Buffett sucht trotz Brexit Übernahmeziele in UK
Starinvestor Warren Buffett sucht nach Übernahmezielen in Großbritannien. Dabei schreckt ihn auch der Brexit mit seinen vielen Ungewissheiten nicht. Das sagte er auf der Aktionärsversammlung von Berkshire Hathaway. Mit 114 Mrd. Dollar an liquiden Mitteln hätte die Investmentgesellschaft genug Kapital für einen Zukauf. Die Nettoeinnahmen im ersten Quartal lagen bei 21,6 Mrd. Dollar. Kritisch äußerte sich Buffett zu Teslas Vorhaben, einen eigenen Versicherer zu gründen. Das werde keinen Erfolg haben, sagte er.
Gewinnrückgang bei Swiss Re
Der Rückversicherer Swiss Re hat im ersten Quartal 2019 weniger verdient. Unter dem Strich steht ein Gewinn von 429 Mio. Dollar, nach 457 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn sank vor allem wegen Großschäden in der Sach-Rückversicherung. Der Absturz der Ethiopian Airlines-Maschine und das Boeing-Flugverbot drückten das Ergebnis, ebenso die Überschwemmungen in Australien. Der Industrieversicherer Swiss Re Corporate Solutions verbuchte einen Verlust von 55 Mio. Dollar. Am Börsengang der britischen Run-off-Tochter ReAssure will Swiss Re festhalten, Finanzchef John Dacey zeigte sich jedoch auch offen für einen Verkauf.










