Der Schweizer Versicherer Zurich geht davon aus, alle für den Zeitraum von 2023 bis 2025 gesetzten Ziele ein Jahr früher als geplant zu übertreffen. Wie Anfang Oktober angekündigt hat der Konzern beim Investorentag am Donnerstag einen neuen Strategieplan mit ambitionierten Plänen für die Jahre 2025 bis 2027 vorgelegt. Besonders stark soll das sogenannte Middle Market-Segment zulegen. Hier sollen Ende 2027 die Bruttoprämien ein Drittel über dem Niveau des vergangenen Jahres liegen.
Industrieversicherung
Wie wäre es mit einer neuen Sprinkleranlage?
Digitale Trends 2025 Mit einem Online-Portal für Industriekunden will die Talanx-Tochter HDI Global den Risikodialog verbessern. Unternehmen erhalten einen Überblick über versicherte Standorte, geplante und mögliche Risikomaßnahmen. Die Ziele sind mehr Effizienz und mehr Transparenz. Auch die Kommunikation will HDI verbessern und hat dafür eine Chat-Funktion eingebaut. Die Anwendung namens Green 4.0 konzentriert sich auf Feuer- und Naturkatastrophenrisiken, mittelfristig ist aber eine Ausweitung geplant.
Allianz: Trend bei US-Haftpflicht nicht tragbar
Die immer höheren Schadenersatzzahlungen, die vor US-Gerichten erstritten werden, stellen Versicherer und Rückversicherer zunehmend vor Probleme. Der Industrieversicherer Allianz Commercial hat die Entwicklung in einem aktuellen Bericht analysiert und fordert eine engere Zusammenarbeit zwischen Versicherten und Versicherern, sowie eine härtere Haltung bei Vergleichen, um die steigenden Kosten einzudämmen. Der Bericht zeigt, dass die Produkthaftpflicht in den vergangenen fünf Jahren für die teuersten Schäden gesorgt hat.
„Eine Riesenchance für Assekuradeure“
Industrieversicherer haben immer häufiger Probleme, die steigenden und zunehmend individuellen Anforderungen der Unternehmen und ihrer Makler zu erfüllen. „Ich sehe hier eine Riesenchance für Assekuradeure“, sagte Thomas Zimmermann, Chef der GGW-Tochter Wecoya. Assekuradeure können seiner Ansicht nach bei Aufgaben punkten, die Makler nicht oder nicht mehr erledigen dürfen und zu denen Versicherer nicht mehr in der Lage sind.
MRH Trowe übernimmt Spezialmakler CRM
Der Industrieversicherungsmakler MRH Trowe übernimmt den Hamburger Spezialmakler CRM und erweitert damit sein Angebot im Geschäftsfeld Finance. CRM ist auf Risiko- und Liquiditätsmanagement spezialisiert und arbeitet vor allem mit mehreren Gesellschaften der Wirtschaftsauskunftei Creditreform in Norddeutschland zusammen. Der Maklerkonsolidierer MRH Trowe teilte außerdem mit, nun auch die restlichen Anteile an der Hansekontor Nord West Maklergesellschaft mbH mit Sitz in Bremen erworben zu haben.
Makler unter Wachstumsdruck
Im harten Markt ist es für Industrieversicherungsmakler kein Kunststück, hohe Wachstumsraten vorzuweisen. Mit Blick auf die investorengetriebene Konsolidierung stehen sie jetzt allerdings unter Druck, auch in einem weicheren Markt signifikantes organisches Wachstum zu erzielen. Das wurde beim Großmaklerdinner der Süddeutschen Zeitung deutlich. Außerdem wird es bei künftigen Transaktionen für die Konsolidierer verstärkt darum gehen, Synergieeffekte zu erzielen, statt nur an Volumen zu gewinnen.
Swiss Re: Schluss mit Nachreservierungen
Die Swiss Re sieht keinen Bedarf für weitere Nachreservierungen im US-Haftpflichtgeschäft in der Schaden- und Unfallrückversicherung (P&C Re). Die soziale Inflation sei in den USA nicht so hoch ausgefallen, wie das Unternehmen anfangs befürchtet hatte, erläuterte Konzernchef Andreas Berger bei der Vorstellung der Zahlen für die ersten neun Monate. Der Rückversicherer musste für das US-Haftpflichtgeschäft kürzlich Nachreservierungen von 2,4 Mrd. Dollar vornehmen und hat daraufhin sein Gewinnziel für das Gesamtjahr nach unten korrigiert.
Talanx erhöht Gewinnziel – trotz Naturkatastrophen
Der Versicherungskonzern Talanx präsentiert sehr gute Zahlen für das dritte Quartal und zeigt sich dementsprechend selbstbewusst: Für das aktuelle Jahr hat er die Gewinnprognose von 1,7 Mrd. Euro auf 1,9 Mrd. Euro angehoben, trotz Großschäden in Milliardenhöhe. Vor allem das Hochwasser in Osteuropa und Hurrikan „Milton“ kamen den Versicherer teuer zu stehen. Sorgenkind bleibt das deutsche Schaden- und Unfallgeschäft der Tochter HDI Deutschland.
Jungsthöfel folgt auch bei Talanx auf Henchoz
Leute – Aktuelle Personalien Clemens Jungsthöfel (Bild), der im April 2025 den Chefposten bei der Hannover Rück von Jean-Jacques Henchoz übernimmt, tritt zu diesem Zeitpunkt auch die Nachfolge des Schweizers als Verantwortlicher für den Geschäftsbereich Rückversicherung im Vorstand des Mutterkonzerns Talanx an. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei der GGW Group, der Beratungsgesellschaft MSK, der Deutschland-Einheit des New Yorker Spezialversicherers Assurant sowie beim Cyberrückversicherer Envelop Risk.
Bischof: Wir brauchen keine Riesen-Plattform
Die vom Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft (GVNW) initiierte Plattform RD-X soll für einen effizienten Austausch von Daten in der Industrieversicherung sorgen. Doch nicht überall trifft das Projekt auf Begeisterung. „Ich glaube nicht an die eine Riesen-Plattform, die alle Probleme löst“, sagte Gothaer-Manager Thomas Bischof (Bild) bei einer Veranstaltung. Von individuellen Verbesserungen in der Kooperation mit Maklern verspricht er sich mehr. Bei GVNW-Geschäftsführer Stefan Rosenowski traf die Zurückhaltung auf wenig Verständnis.
MRH Trowe kauft Leasing-Makler
Der Industrieversicherungsmakler MRH Trowe baut sein Geschäft in der Leasing-Vermittlung aus. Die Frankfurter werden Gesellschafter der FM Holding, des größten Leasing- und Finanzierungs-Maklers in Deutschland, und übernehmen sämtliche Anteile an der FM Leasing Partner GmbH und der leasinGo GmbH. Mit Christoph Borgert (links) und Daniel Schweigatz bleiben zwei der Geschäftsführer an Bord.
Oliver Lang verlässt Blau Direkt
Leute – Aktuelle Personalien Weitere Veränderungen im Blau Direkt-Vorstand: Seit dem 31. Oktober 2024 ist der Maklerpool um einen Geschäftsführer ärmer, denn Oliver Lang, Chief Business Development Officer, hat das Unternehmen verlassen. Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Zudem bekommt die HUK-Coburg Mobilitätsholding GmbH einen weiteren Geschäftsführer, der Run-off-Spezialist Viridium zwei neue Bereichsleiter und der Industrieversicherer HDI Global eine neue Leiterin für Internationale Programme.
Rollinger: „Das ist ein ganz normaler Prozess“
Makler beklagen, dass Gewerbe- und Industrieversicherer in vielen Sparten extrem restriktiv vorgehen und sich im großen Stil von Geschäft trennen. Für Firmen wird es dadurch immer schwieriger, Versicherungsschutz in erforderlichem Umfang zu erhalten. GDV-Präsident Norbert Rollinger (Bild) spielte die Vorwürfe auf der Vermittlermesse DKM mit bemerkenswerter Nonchalance als „Spezialisierungsvorgang“ herunter. Auch HDI Deutschland-Chef Jens Warkentin sieht angesichts der Menge an Anbietern kein Problem – der Markt werde alles regeln.












