Die Axa Krankenversicherung hat eine betriebliche Krankenversicherung auf den Markt gebracht, die sich speziell an Verkehrsunternehmen richtet. Basis ist ein Gruppenvertrag mit dem Verein „Forum für Verkehr und Logistik“. Die Policen sind ein White-Label-Produkt für die DEVK, bei der der Vertrieb der Policen liegt. Sie fungiert zudem als Rückversicherer.
Versicherer
Bildergalerie: Die DKM 2024
Dieses Jahr präsentiert sich die DKM in den Westfallenhallen in Dortmund zum 27. Mal – und das an zwei ganzen Tagen. Auf der Vermittlermesse, die sich auch gerne als „Klassentreffen“ der Branche bezeichnet, gibt es zwei Messehallen mit Austellern von diversen Versicherern, Maklern und Insurtechs. Während es im vergangenen Jahr noch 285 Austeller waren, sind es diesmal nur 256. Impressionen der Veranstaltung zeigt Ihnen unsere Bildergalerie.
Rollinger: „Das ist ein ganz normaler Prozess“
Makler beklagen, dass Gewerbe- und Industrieversicherer in vielen Sparten extrem restriktiv vorgehen und sich im großen Stil von Geschäft trennen. Für Firmen wird es dadurch immer schwieriger, Versicherungsschutz in erforderlichem Umfang zu erhalten. GDV-Präsident Norbert Rollinger (Bild) spielte die Vorwürfe auf der Vermittlermesse DKM mit bemerkenswerter Nonchalance als „Spezialisierungsvorgang“ herunter. Auch HDI Deutschland-Chef Jens Warkentin sieht angesichts der Menge an Anbietern kein Problem – der Markt werde alles regeln.
NZAOA-Klimainitiative sieht sich auf Erfolgskurs
Die Net-Zero Asset Owner Alliance (NZAOA) hat ihren vierten Fortschrittsbericht vorgelegt. Die Nachhaltigkeitsinitiative von Versicherern und anderen institutionellen Investoren sieht sich auf Kurs in Richtung 1,5 Grad-Ziel. Sie meldet eine Verringerung der finanzierten Emissionen um 6 Prozent pro Jahr und mehr Investitionen in Klimalösungen. Mit dem Bericht positioniert sich die Vereinigung kurz vor der UN-Klimakonferenz in Baku.
Schadenregulierung aus der Türkei
Exklusiv Steigende Schadenzahlen und Personalmangel haben bei einigen deutschen Versicherern zu erheblichen Rückständen in der Schadenbearbeitung geführt. Die türkische ETB Group hat vor fünf Jahren am Standort Istanbul ein Projekt ins Leben gerufen, um deutsche Versicherer bei der Schadenregulierung zu unterstützen. Die 29-jährige Projektleiterin Gönül Tula berichtet dem Versicherungsmonitor über die Entwicklung des Projekts, bei dem die ETB-Dienstleister inzwischen für Versicherer wie HUK-Coburg, HDI und Roland Rechtsschutz arbeiten.
Warweg fordert mehr Selbstbewusstsein
Die Versicherungsmakler sollten aufhören, über ihr angeblich schlechtes Image und über den Fachkräftemangel zu lamentieren. Dass sie oft schlecht dastehen, liege an ihnen selbst, weil sie zu wenig selbstbewusst auftreten, argumentierte GGW-Chef Tobias Warweg bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Fachmesse DKM in Dortmund. Warweg sagte auch, dass kleinere und mittelgroße Maklerhäuser sich bei Versicherern schon bald nicht mehr durchsetzen könnten. Dafür erntete er Kritik von Jessica Reimers, Chief Operating Officer bei Südvers. Bernd Helmsauer vom Makler Helmsauer, Marcel Armon von Aon und Moderatorin Andrea Brock trugen zu der lebhaften Diskussion bei.
Versicherer widerstehen Negativtrend
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft trübt sich weiter ein, zeigt die aktuelle DIHK-Konjunkturumfrage bei rund 25.000 Unternehmen aus allen Branchen. In der Versicherungswirtschaft hat sich die Einschätzung gegenüber dem Sommer dagegen verbessert. Auch bei den Zukunftserwartungen ist die Assekuranz optimistischer. Für die Gesamtwirtschaft spricht die DIHK von dramatischen Zahlen.
BVK kritisiert Altersvorsorge-Reform
Seit Kurzem liegt der Gesetzentwurf für die Reform der geförderten privaten Altersvorsorge vor. Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) ist größtenteils zufrieden, übte auf der Vermittlermesse DKM in Dortmund allerdings auch Kritik. Die Förderung von Depots mit Einzelaktien sei falsch, das Langlebigkeitsrisiko und die Selbstständigen würden nicht ausreichend berücksichtigt. Außerdem will Verbandspräsident Michael Heinz (rechts) erreichen, dass Vermittler involviert bleiben: Im Gesetz soll verankert werden, dass kein Vertrieb ohne Beratung stattfinden darf. Bei dem Pressegespräch zeigte sich, dass es heftige Spannungen zwischen den großen Maklerverbänden BDVM und BVK gibt.
Allianz lockt Kfz-Kunden mit Zweijahres-Garantie
In der aktuellen Kfz-Wechselsaison will der Branchenriese Allianz von den aktuellen Problemen des Hauptkonkurrenten HUK-Coburg profitieren und bringt ein bisher in der Branche eher unübliches Angebot auf den Markt. Mit einer Preisgarantie für zwei Jahre wollen die Münchener von Preiserhöhungen genervte Kfz-Kunden locken. Der Deal: Kunden schließen einen Neuvertrag ab, der Versicherer verzichtet zwei Jahre auf Beitragsanpassungen aufgrund der aktuellen Schaden- und Kostenentwicklung oder durch Änderungen bei Regional- oder Typklassen. Es gibt jedoch einen Haken.
Nützliche Daten-App von Assekurata
Die Kölner Ratingagentur Assekurata hat eine hilfreiche App auf den Markt gebracht. Sie nennt für die vergangenen drei Jahre die Kennzahlen deutscher Versicherer und macht bis zu fünf Gesellschaften direkt vergleichbar. Die App ist kostenlos, jedenfalls muss man kein Geld zahlen, wohl aber seine Daten übermitteln. Finanzielle Unterstützung hatte die von Reiner Will geleitete Rating-Agentur vom Rückversicherer E+S, der zur Hannover Rück gehört.
Baloise verkauft Friday an Allianz
Die Baloise trennt sich von ihrem Digitalversicherer Friday, der vor allem im Kfz-Geschäft tätig ist. Die Portfolios in Deutschland und Frankreich mit einem Prämienvolumen von 50 Mio. Schweizer Franken (53,3 Mio. Euro) verkauft der Schweizer Versicherer an die Allianz Direct. Die Baloise will sich mit dem Schritt von einem unprofitablen Geschäftsbereich trennen. Für die Allianz, die zum Kfz-Marktführer HUK-Coburg aufschließen möchte, bedeutet das einen Wachstumsschub.
Bieterprozess um Viridium beginnt
Der Verkauf des Run-off-Spezialisten Viridium hat begonnen. Mehrheitseigner Cinven, ein Londoner Private-Equity-Investor, hat im Markt Interessensbekundungen erbeten. Als mögliche Bieter werden von der Nachrichtenagentur Bloomberg unter anderem Blackrock zusammen mit Fortress, der Versicherer Generali und die Run-off-Gesellschaft Athora genannt. Branchenkreise bestätigten den Bericht. Auch US-Lebensversicherer sollen Interesse bekundet haben.
Negativtrend in Schaden- und Unfall
Die Ratingagentur Moody’s prognostiziert den deutschen Schaden- und Unfallversicherern zum dritten Mal in Folge ein schwieriges Jahr, vor allem wegen der Kfz-Versicherung. Wie schon 2023 und 2024 sollen die Preissteigerungen im kommenden Jahr nicht mit dem Anstieg der Schäden Schritt halten können. Etwas besser sieht Moody’s das Segment Leben aufgestellt. Dennoch ist auch dieser Bereich nicht frei von Problemen.
GDV kritisiert Eiopa-Vorschlag zur Proportionalität
Die Vorschläge der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa zum Solvency II-Review und zu Erleichterungen für kleinere Versicherer sind aus Sicht des GDV verbesserungswürdig. Der Verband befürchtet, dass am Ende zu wenige Gesellschaften davon profitieren könnten. Statt einer quantitativen Obergrenze für Versicherer in Höhe von 2 Mrd. Euro Prämieneinnahmen als Voraussetzung für die Inanspruchnahme fordert er einen relativen Schwellenwert. Es geht um die Gesellschaften, die etwas zu groß sind, um die Vorgaben für die neue Kategorie der „kleinen und nicht-komplexen Unternehmen“ zu erfüllen.
Renate Strasser wechselt von AGCS zu HDI
Exklusiv Die bisherige Chief Technical Officer von Allianz Global Corporate & Specialty und Allianz Commercial, Renate Strasser, wird ab April 2025 in den Vorstand von HDI Global wechseln. Die gebürtige Österreicherin und ausgewiesene Expertin im Bereich Corporate und Specialty übernimmt im Vorstand die Verantwortung für eben diese Bereiche. Sie folgt auf Ralph Beutter, der in den Ruhestand geht.














