Exklusiv Die Talanx-Tochter HDI Lebensversicherung verlegt ihren Standort von Köln nach Hilden. Entsprechende Informationen des Versicherungsmonitors bestätigte das Unternehmen. In Hilden, 33 Kilometer von den HDI-Büros in Köln-Deutz entfernt, arbeiten bereits die Bancassurance-Gesellschaften des Konzerns. Insgesamt sind knapp 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von dem Umzug betroffen. Den Standort Köln werde man aber nicht schließen, sagte ein HDI-Sprecher.
Versicherer
Wie Konsolidierung und KI die Branche umkrempeln
Die Versicherungswirtschaft steht vor einem Wandel: Der Druck durch Private-Equity-getriebene Konsolidierungen bei Maklern und die steigende Relevanz künstlicher Intelligenz (KI) fordern Versicherer, Makler und Pools heraus. Wie gelingt die Balance zwischen Effizienz und Kundennähe? Und welche Kompetenzen brauchen Makler in fünf Jahren? Darüber diskutierten Experten auf der Insurtech-Messe InsureNXT.
Generation mit Ansprüchen
Neue Arbeitswelt – Kampf um die Besten Ob demografischer Wandel oder Fachkräftemangel: Viele Versicherer haben Probleme, offene Ausbildungsstellen zu besetzen. Den jungen Leuten geht es um eine angemessene Vergütung und eine gute Work-Life-Balance. Aber reicht das aus, um ein attraktiver Arbeitgeber zu sein?
Guidewire: Ansehen der Versicherer steigt
Die Verbraucherstudie des Softwareanbieters Guidewire hat in diesem Jahr ein überraschendes Ergebnis geliefert: Das Ansehen der Branche steigt. Mehr Kundinnen und Kunden fühlen sich von Versicherern verstanden. Im Vergleich mit Frankreich, Spanien und Großbritannien nimmt Deutschland hierbei 2025 den Spitzenplatz ein. Außerdem sinkt hierzulande die Skepsis gegenüber künstlicher Intelligenz. Gleichzeitig werden allerdings mehr Kontrollmechanismen gefordert.
Aon baut Captive für Säge- und Holzindustrie
Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband kooperiert mit dem Makler Aon für den Aufbau einer Verbands-Captive. Diese brancheneigene Versicherungslösung, die als sogenannte virtuelle Captive bei einem namhaften Versicherer geführt wird, soll die sich verschärfenden Probleme der Unternehmen aus der Säge- und Holzindustrie beim Thema Versicherungsschutz lindern.
Aba: Betriebliche wie private Altersvorsorge fördern
Durch das Scheitern der Ampel-Koalition sind viele Gesetzentwürfe auf der Strecke geblieben, darunter auch die Reform der privaten Altersvorsorge und das zweite Betriebsrentenstärkungsgesetz. Bei einer Neuauflage müsse die Regierung darauf achten, die betriebliche Altersversorgung nicht schlechter zu behandeln als die Privatvorsorge, betonte Georg Thurnes, der scheidende Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung, auf der Jahrestagung in Berlin. Er übergab seinen Posten an Beate Petry, Betriebsrentenverantwortliche bei BASF.
Inter holt ehemaligen Wefox-Deutschlandchef
Leute – Aktuelle Personalien Die Inter hat mit Günther Blaich (Bild) ein neues Vorstandsmitglied. Zuvor war Blaich Deutschlandchef von Wefox. Außerdem: Das Management von Thinksurance schrumpft mit Mathias Berg um ein weiteres Mitglied, und die Deutsche Gesellschaft für Versicherungs- und Finanzmathematik hat einen neuen Vorstand. Die Maklergruppe Kereis ernennt Thomas Köhler zum Deutschlandchef, und im Aufsichtsrat der Deutschen Kautionskasse gibt es ein neues Mitglied.
Wefox verkauft Italien-Geschäft
Das in Schwierigkeiten geratene Insurtech Wefox hat seine italienischen Geschäftseinheiten Wefox MAG S.r.l. und Wefox Services Italy S.r.l. an die Private-Equity-Gesellschaft J.C. Flowers & Co. verkauft. Von dem Schritt erhofft sich die Gruppe „finanzielle Flexibilität“, wie es in einer Mitteilung heißt. Mit dem Verkauf sei die Restrukturierung der Gruppe unter der Verantwortung von CEO Joachim Müller abgeschlossen.
Allianz führt Cyberkonsortium bei Marks & Spencer
Die Allianz Global Corporate & Specialty führt nach Informationen des Versicherungsmonitors das Konsortium an, das den britischen Einzelhandelskonzern Marks & Spencer gegen Cyberrisiken abdeckt. Doch ist die Exponierung der Allianz vergleichsweise klein, hieß es in Branchenkreisen weiter. Bei Marks & Spencer sind Kundendaten gestohlen worden, das Unternehmen kann seit drei Wochen keine Online-Bestellungen mehr ausführen.
Großschäden kosten Hannover Rück viel mehr als geplant
Die verheerenden Waldbrände im US-Bundesstaat Kalifornien Anfang des Jahres kosten den Rückversicherer Hannover Rück deutlich mehr, als er für das erste Quartal für solche Großschäden eingeplant hatte. Entsprechend ging der Gewinn deutlich zurück. Konzernchef Clemens Jungsthöfel zeigte sich dennoch zuversichtlich, die Jahresziele zu erreichen. Bei den Erneuerungen im April musste der Rückversicherer einen Preisrückgang hinnehmen. Der Trend könnte anhalten, so Hannover Rück.
Wenn Einkäufer die Anwälte auswählen
Exklusiv Versicherungsunternehmen wählen ihre Rechtsberater inzwischen meist so aus, wie sie auch andere Dienstleistungen beschaffen: Sie führen Panel-Ausschreibungen durch und schließen Rahmenverträge ab. Das kann den Kanzleimarkt auf Dauer beeinflussen, fürchten Experten. Denn Großkanzleien stechen die Konkurrenz aus, indem sie Zusatzdienstleistungen anbieten. Kleinere Kanzleien haben schon allein aus Ressourcengründen das Nachsehen. Der Ausweg, eine direkte Mandatierung durch die Fachabteilungen, wird seltener, auch wenn die Fachabteilungen daran gerne festhalten würden.
Neue Police für halluzinierende KI
Der kanadische Assekuradeur Armilla hat eine neue Haftpflichtpolice entwickelt, die Unternehmen beim Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) finanziell gegen die Folgen möglicher Fehlfunktionen absichern soll. Die Police sei eine Antwort auf das wachsende Bewusstsein für die Gefahren von „Silent AI“, so das Unternehmen. Es vertreibt die Versicherung über den Londoner Markt Lloyd’s. Die Deckungssumme ist etwa mit Blick auf Sammelklagen allerdings überschaubar.
BaFin stellt Versicherer und Banken vor ein Dilemma
Einerseits will die Finanzaufsicht BaFin, dass Finanzunternehmen Klimarisiken genauer in den Blick nehmen. Andererseits warnt sie davor, die Kunden mit Datenabfragen übermäßig zu belasten. Das ist ein Widerspruch, denn der Branche fehlen vor allem Daten, um Risiken wie Überschwemmungen oder Hitzewellen besser bewerten zu können. Das zeigte eine Diskussionsrunde auf der BaFin-Tagung Sustainable Finance. Dort regte sich auch leise Kritik an der Aufsicht.












