Archiv ‘Alexander Thamm’

KI geht nur mit gutem Daten-Management

Auf fortschrittlicher Datenanalyse und künstlicher Intelligenz (KI) basierende Technologien wie ChatGPT werden große, aber noch schwer vorhersehbare Auswirkungen auf die Versicherungswirtschaft haben. Ist KI ein entscheidender Konkurrenzfaktor bei der Marktbereinigung? Zu dieser Frage diskutierten bei einer Fachkonferenz der Süddeutschen Zeitung Experten von Generali, Zurich, Ottonova, Versicherungskammer und dem Beratungsunternehmen Alexander Thamm. Dabei wurde deutlich: Es kommt in erster Linie auf Daten und Management-Kompetenzen an.

Nur leicht zugängliche Daten sind gute Daten

Die Versicherungswirtschaft gilt als datenintensive Branche. Um das Potenzial dieses Datenschatzes zu heben, sind fortschrittliche Technologien und entsprechendes Know-how aber nur ein Teil der Lösung. Auch in organisatorischer Sicht gibt es für die Versicherer viele Herausforderungen. Entscheidend ist, dass Versicherer über ein zentrales Data Warehouse verfügen, das die Daten für alle Akteure im Unternehmen ohne große Hürden bereitstellt – da waren sich Experten auf einer Fachveranstaltung der Süddeutschen Zeitung einig. Auch darüber hinaus gibt es in der Branche mit Blick auf digitale Projekte noch einiges zu tun.

KI: Die Daten sind das Entscheidende

Für die erfolgreiche Anwendung von künstlicher Intelligenz kommt es vor allem darauf an, dass Versicherer über genügend Daten verfügen. Das sagte Jörg Bienert vom KI-Bundesverband auf einer SZ-Konferenz. Die Entwicklung einer Datenstrategie sei deshalb entscheidend. Zu den aktuellen spannenden Entwicklungen mit großem Anwendungspotenzial zählt er das Sprachmodell GPT3 zur Verarbeitung von Sprache und Texten. Der Ergo-Manager Mark Klein macht sich keine Sorgen, was die Verbreitung der neuen Technologien in der Assekuranz im Vergleich zu anderen Branchen betrifft. Die Ergo selbst setze sie in der gesamten Wertschöpfungskette ein.

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