Die VHV-Gruppe konnte 2025 von geringeren Elementarschäden profitieren und spartenübergreifend wachsen. In wesentlichen Geschäftsbereichen arbeitet die Gruppe bereits mit modernen IT-Kernsystemen, wie Vorstandsvorsitzender Thomas Voigt bei der Jahresmedienkonferenz berichtet. Dies sei auch für die technologische Transformationsstrategie wichtig.
Tag Archive for ‘Biometrie’
VIG wächst stark und hat große Pläne für Nürnberger
Die Vienna Insurance Group (VIG) hat im Geschäftsjahr 2025 zum ersten Mal die Milliardenschwelle beim Gewinn überschritten. Sie meldet mit fast 1,2 Mrd. Euro ein Vorsteuerergebnis, das um 31,7 Prozent über dem des Vorjahres liegt. Künftig soll auch die Nürnberger zum Wachstum und zur Diversifikation des Konzerns beitragen. Das Unternehmen soll zum Kompetenz-Zentrum für Biometrie innerhalb der Gruppe werden.
Lebensversicherer wollen klare Ansagen aus der Politik
Es läuft nicht gut für die Lebensversicherer, das Geschäft stagniert seit Jahren. Mangelnde politische Klarheit und ein Vertrauensverlust der Bevölkerung gegenüber den Anbietern sind dafür wichtige Gründe. So sahen es Clemens Vatter (Bild links), Lebenvorstand bei der Signal Iduna, und SPD-Politikerin Lena Tenschlade auf dem Zukunftskongress Altersvorsorge des Versicherungsmonitors. Wenn es keine Planungssicherheit von Seiten der Politik gibt, können die Anbieter nichts entwickeln, und die Menschen verschieben die private Altersvorsorge lieber auf später.
Funk: Trend zur Trennung von bAV und Risikopolicen
Immer häufiger trennen Firmen bei ihren Zusatzleistungen die Angebote der betrieblichen Altersversorgung (bAV) von Risikoversicherungen wie Todesfall- oder Invaliditätsschutz ab. Das hat eine Umfrage des Versicherungsmaklers Funk ergeben. Während früher die Altersleistungen mit anderen Risikoleistungen kombiniert waren, geht der Trend in Deutschland jetzt zur Abkopplung. Der Vorteil: Im Leistungsfall können Einkommensverluste besser aufgefangen werden. Verbreitet sind diese Angebote vor allem bei Firmen mit gehobenem Gehaltsniveau.
VHV kehrt in Kfz in die Gewinnzone zurück
Die VHV ist in der Kfz-Versicherung, in der sie zu den größten Anbietern in Deutschland zählt, im vergangenen Jahr in die versicherungstechnische Gewinnzone zurückgekehrt. Die Schaden- und Kostenquote hat sich gegenüber defizitären 106,1 Prozent im Vorjahr auf 97,8 Prozent verbessert und lag damit unter dem Marktschnitt von rund 104 Prozent. Das Unternehmen benötigt keine weiteren Anpassungen mehr, um die Schadenbelastung aus der Vergangenheit zu kompensieren, erläuterte Vorstand Sebastian Reddemann bei der Bilanzpressekonferenz.
Eiopa nimmt sich Fondspolicen vor
Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa hat bereits wiederholt vor überteuerten Fondspolicen gewarnt. Jetzt hat die Behörde ein dreistufiges Verfahren entwickelt, mit dem die Versicherungsaufseher in den EU-Mitgliedsstaaten das Preis-Leistungs-Verhältnis von fondsgebundenen Versicherungen beurteilen können. Damit sollen sie negative Ausreißer mit hohen Kosten und schwacher Leistung identifizieren und dann vertiefend untersuchen können. Die Lektüre des Eiopa-Papiers lohnt sich laut der Behörde auch für die Versicherer.
Problemkind Biometrie
Herbert Frommes Kolumne Die Vertriebszahlen für biometrische Lebensversicherungsangebote stagnieren, während die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland steigt. In der Lebensversicherung läuft das Neugeschäft, wenn überhaupt, vor allem mit Anlageprodukten und hier vor allem im Einmalgeschäft. Das macht die Behauptung der Versicherer unglaubwürdig, sie agierten vor allem als Lebensbegleiter im Kundeninteresse. Nötig sind neue Initiativen, die Berufsunfähigkeitspolicen wieder interessant machen – auch für den Vertrieb. Aber möglicherweise machen neue Trends in der Selbstanalyse des Gesundheitszustandes die Versicherung von biometrischen Risiken immer schwerer.
VHV profitiert von Biometrieprodukten
Der Maklerversicherer VHV sieht sich mit der im Jahr 2005 eingeschlagenen Strategie, den Fokus in der Lebensversicherung auf Biometriepolicen zu legen, auf dem richtigen Weg. Die Probleme einiger Wettbewerber mit der Zinszusatzreserve und der Solvenzquote kennt den Hannoveraner Versicherer größtenteils nicht. Bei der Digitalisierung legt die VHV ihren Schwerpunkt weniger auf Kooperationen mit Insurtechs, sondern vorrangig auf die Überarbeitung der unternehmensinternen Prozesse. In der Belegschaft dürfte sich die Digitalisierung durch geänderte Anforderungen bemerkbar machen, betonte VHV-Chef Uwe Reuter bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für das Jahr 2017. Einen Stellenabbau erwartet der Versicherer nicht.








