Die Ratingagentur Fitch geht davon aus, dass die Rückversicherer Swiss Re, Munich Re, Hannover Rück und Scor ihre Gewinnziele im laufenden Jahr erreichen werden. Die Analysten erwarten, dass die Unternehmen angesichts der schwierigen Marktbedingungen weiter auf Profitabilität statt auf Wachstum setzen.
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Fitch erwartet milliardenschwere Run-off-Deals in Deutschland
Es kommt Bewegung ins Geschäft mit stillgelegten Lebensversicherungsbeständen. Die Ratingagentur Fitch erwartet, dass der Kostendruck die Anbieter zu weiteren Konsolidierungsentscheidungen zwingen wird. In Deutschland ist das erwartete Transaktionsvolumen besonders hoch, doch auch in anderen europäischen Märkten geht es um Milliardensummen.
Fitch: Rückversicherer zehren von den guten Vorjahren
Die Bilanzen der vier großen Rückversicherer profitieren 2026 noch von der guten Performance der Unternehmen in den vergangenen Jahren, erwartet Fitch. Wie üppig die Gewinne ausfallen, dürfte vor allem von der zuletzt unterdurchschnittlichen Großschadenbelastung und den sogenannten Primary Perils abhängen.
Welche Risiken den Versicherern aus dem Iran-Krieg drohen
Der Öltransport durch die Straße von Hormus scheitert weiter nicht an Kriegsrisikodeckungen – sie sind sehr teuer, aber verfügbar. Trotzdem fahren immer noch kaum Schiffe durch die Meerenge. Die Ratingagentur Fitch hat analysiert, was die größten Risiken für die Versicherer durch den Krieg sind.
Fitch erwartet Konsolidierungswelle bei Versicherern
Die Ratingagentur Fitch erwartet eine neue Konsolidierungswelle im europäischen Versicherungsmarkt. Gebremstes organisches Wachstum, stabile Zinsen und hohe Kapitalquoten dürften demnach künftig Fusionen und Übernahmen befeuern. Besonders im Fokus stünden Spezial- und Rückversicherer sowie Lebensversicherer. Aber auch in den Bancassurance-Bereich, dem Vertrieb von Versicherungsprodukten durch Banken, kommt Bewegung, schreiben die Expertinnen und Experten in einem aktuellen Kommentar.
Fitch: Mehr Run-off-Deals in diesem Jahr
Der Markt für die Übertragung von geschlossenen Lebensversicherungsbeständen könnte nach einer längeren Flaute in diesem Jahr wieder in Schwung kommen. Die Ratingagentur Fitch rechnet mit einer Handvoll bedeutender Transaktionen mit einem Volumen von mindestens 25 Mrd. Euro. Nach einer längeren, unfreiwilligen Neugeschäftspause steht Marktführer Viridium wieder in den Startlöchern.
Rückversicherer nicht belastet durch Wintersturm „Fern“
Die Ratingagentur Fitch erwartet durch den Wintersturm „Fern“ in den USA keine Auswirkungen auf die Rückversicherer. Der erwartete versicherte Schaden von bis zu 7 Mrd. Dollar (6 Mrd. Euro) sei nicht hoch genug, um die Attachment Points zu erreichen, also die Schwellenwerte, ab denen der Rückversicherer einspringt. Folgen hat der Sturm aber wohl für zahlreiche Kunden in den besonders betroffenen Gebieten, die jetzt mit höheren Prämien rechnen müssen.
Fitch: Rückversicherer verlieren leicht, bleiben aber stabil
Einige Marktteilnehmer wie Gallagher Re, Guy Carpenter, Aon und Howden haben ihre Prognosen für den Rückversicherungsmarkt 2026 kürzlich vorgelegt, jetzt meldet sich mit Fitch auch die erste Ratingagentur. Dabei klingen die Experten in ihrem Ausblick auf das neue Jahr ganz ähnlich wie die Makler: Das Rückversicherungskapital ist hoch, die Preise drehen sich Richtung Erstversicherer und es ist genügend Raum zur Absicherung neuer Risiken vorhanden.
Fitch erwartet mehr Run-off-Deals in Deutschland
Die Ratingagentur Fitch sagt für 2026 mehr Übernahmen von geschlossenen Beständen auf dem deutschen Markt voraus. Deals in Höhe von insgesamt 25 Mrd. Euro seien möglich. Die aktuell starke Kapitalposition werden die deutschen Lebensversicherer, inklusive der Konsolidierer, beibehalten. Fitch bewertet den Ausblick für den Sektor mit „neutral“.
Europäische Versicherer holen bei Private Credit auf
Europäische Versicherer werden in den kommenden Jahren bei ihren Kapitalanlagen noch stärker auf das Thema Private Credit setzen, erwartet die Ratingagentur Fitch. Ein Treiber der Entwicklung sind regulatorische Erleichterungen – in Deutschland die Änderung der Anlageverordnung. Die Fitch-Analysten warnen davor, dass die Entwicklung Risiken mit sich bringt. Auch die Finanzaufsicht BaFin betrachtet das Thema mit Sorge.
Viridium mit erstem Halbjahr zufrieden
Tilo Dresig, Vorstandschef des Run-off-Spezialisten Viridium, zeigt sich mit dem ersten Halbjahr 2025 zufrieden. Der Gewinn des Unternehmens, das seit Kurzem eine neue Eignerstruktur hat, legte leicht zu. Prämien- und Kapitalanlagevolumen gingen aufgrund des tendenziell schrumpfenden Bestands leicht zurück. Viridium hat sogenannte Investment-Grade-Kredit-Ratings von der Ratingagentur Fitch erhalten, darunter ein Insurer Financial Strength Rating von A+ für Proxalto, die Bestände der früheren Generali Leben verwaltet.











