Institutionelle Investoren wollen ihre Engagements in Versicherungsverbriefungen und anderen versicherungsnahen Strukturen in den kommenden Jahren deutlich ausbauen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Gallagher Securities hervor. Besonders interessant für Investoren sind demnach zwei Bereiche.
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Altersvorsorge-Reform: Der Kapitalmarkt ist in den Köpfen angekommen
Mit der Reform der privaten Altersvorsorge wird der Kapitalmarkt erstmals ausdrücklich als Teil der Lösung anerkannt. Nach den Beschlüssen zum Altersvorsorgedepot kommt es nun darauf an, wer schnell einfache, kostengünstige und massentaugliche Angebote entwickeln kann, schreibt Martin Stenger vom Vermögensverwalter Franklin Templeton.
S&P: Ratings der Versicherer bleiben trotz Nahost-Krieg stabil, aber nur bei schnellem Ende
Der Krieg im Nahen Osten wird die Ratings und Kapitalpuffer der Versicherer in der Region nicht wesentlich beeinträchtigen. Davon gehen Analysten der Ratingagentur S&P Global aus. Dies gelte jedoch nur, wenn der Konflikt in Kürze vorbei ist.
Leichte Entspannung für Lebensversicherer, aber keine Komfortzone
Seit einigen Jahren zeigt sich das Zinsniveau stabil, dennoch bleiben die Lebensversicherer bei der Deklarierung ihrer Überschussbeteiligungen vorsichtig. Insgesamt stiegen die Überschussbeteiligungen in den einzelnen Produktsegmenten leicht an, doch nicht alle Anbieter gehen mit diesem Trend mit. Das zeigt die diesjährige Studie der Ratingagentur Assekurata zu Überschüssen und Garantien. Der Grund dafür sind vorsichtige Zinsprognosen sowie die durch die Zinswende entstandenen stillen Lasten in den Kapitalanlagen. Sie wollen die meisten Versicherer zuerst abbauen, bevor sie die Überschüsse anheben.
Pensionsverpflichtungen ausfinanzieren?
Es ist eine Zwickmühle: Steckt ein Unternehmen sein Kapital lieber in das operative Geschäft oder sollte sich die Firma zunächst um die Ausfinanzierung ihrer Pensionsverpflichtungen kümmern? Die Frankfurt School of Finance & Management hat zusammen mit dem Vermögensverwalter Fidelity diesen Zielkonflikt untersucht. Für besonders wachstumsstarke Firmen liefert die Studie einen eindeutigen Ratschlag.
Howden sichert sich 703 Mio. Dollar für weiteres Wachstum
Der britische Großmakler Howden hat von Investoren 703 Mio. Dollar (596 Mio. Euro) durch die Ausgabe von Anleihen erhalten, wie das Unternehmen mitteilte. Das frische Geld will der Makler in Fusionen und Übernahmen (M&A) stecken und weiter wachsen. Die Ratingagenturen Moody’s und S&P bewerten Howden als stabil und vertrauen auf die finanzielle Robustheit des Maklers.
Zurich bietet Milliarden für Beazley
Der Schweizer Versicherer Zurich hat dem britischen Spezialversicherer Beazley ein Übernahmeangebot in Milliardenhöhe unterbreitet und damit für viel Bewegung auf dem Kapitalmarkt gesorgt. Zu einem Kaufpreis von 1.280 Pence (14,72 Euro) je Aktie in bar will der Schweizer Konzern das in London ansässige Unternehmen vollständig übernehmen. Das Angebot entspricht einem Gesamtkaufpreis von rund 7,7 Mrd. Pfund.
Internationale Impulse für den deutschen Lebensversicherungsmarkt
Lebensversicherungen mit kapitalmarktorientierter Ausrichtung haben großes Potenzial – das zeigen Frankreich und Italien. Deutschland hinkt hier trotz vergleichbarer Bedürfnisse nach Renditeorientierung bei niedrigen Zinsen hinterher. Dabei könnte eine Kombination aus moderater Garantie, flexibler Fondskomponente, moderner Beratung, regulatorischer Transparenz und steuerlicher Gestaltung eine neue Generation lebensversicherungsbasierter Spar- und Anlageprodukte etablieren, schreibt Christian Eck von BNP Paribas.
AfW: Lob und Kritik für Riester-Reform
Der Vermittlerverband AfW begrüßt die Pläne der Bundesregierung für eine Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge. Insbesondere das Altersvorsorgedepot sieht er als großen Fortschritt. Allerdings ist auch die Liste der Kritikpunkte umfangreich: Sie reicht vom Kostendeckel beim Standarddepot bis zum Verbot, biometrische Zusatzabsicherungen mit der Altersvorsorge zu verbinden. Auch die Verteilung der Abschlusskosten über die Laufzeit gefällt den Vermittlern nicht.
Swiss Re: Leben-Geschäft wird boomen
Die globale Wirtschaft ist zwar robust aufgestellt, wird in den kommenden Jahren aber mit Herausforderungen konfrontiert sein, erwartet Jérôme Haegeli, Group Chief Economist und Leiter des Swiss Re Institute. Auf einer Veranstaltung nannte er geopolitische Spannungen, Finanzmarktrisiken und künstliche Intelligenz als Gründe. Aufatmen können hingegen die Lebensversicherer. Laut Swiss Re werden sie 2026 und 2027 einen Aufschwung erleben.
Rückversicherer verdienen erneut Kapitalkosten
Den Rückversicherern ist es 2024 zum zweiten Mal in Folge gelungen, eine Rendite oberhalb ihrer Kapitalkosten zu erwirtschaften. Zu diesem Schluss kommt die Ratingagentur A.M. Best in einem aktuellen Bericht. Auch im ersten Quartal 2025 haben die Anbieter einen guten Schnitt gemacht. Zwar sinken die Renditen infolge der rückläufigen Preise, aber auch die Kapitalkosten sind rückläufig.
Assekuradeur Dual legt bei Warenkredit los
Leute – Aktuelle Personalien Der Assekuradeur Dual ist in das Geschäft der Warenkreditversicherung eingestiegen und hat Frank Masteling zum Leiter dieses Bereichs für Europa ernannt. Frederik Weiss (Bild), der zuvor 13 Jahre beim Kreditversicherer Allianz Trade tätig war, wird sich um das deutsche Geschäft kümmern. Auch beim Lebensversicherer LV 1871 gibt es personelle Neuigkeiten: Er hat einen neuen Kapitalanlagechef ernannt.













