Die Versicherer Lloyd’s und Arch können aufatmen: Der Londoner High Court hat eine Klage des Pipeline-Betreibers Nord Stream gegen die Gesellschaften abgewiesen, die nicht für Schäden an den explodierten Pipelines Nord Stream 1 und 2 zahlen wollten.
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Streit um Kriegsausschluss: Prozess zu Nord Stream-Sprengungen gestartet
Vor dem Londoner High Court hat der Prozess gegen die Versicherer der zerstörten Nord Stream-Gaspipelines begonnen. Der Betreiber der Pipeline fordert 580 Mio. Euro Schadenersatz, doch die Versicherer wollen nicht zahlen. Sie berufen sich auf einen Kriegsausschluss.
Versicherer: Nord Stream-Sabotage war Regierungsakt
Die Versicherer der vor zwei Jahren in der Ostsee teilweise gesprengten Nord Stream-Gaspipelines 1 und 2 Lloyd’s und Arch wollen nicht für dadurch entstandene Schäden zahlen. Sie argumentieren, dass die Explosionen von einer Regierung angeordnet worden seien und damit unter den Kriegsausschluss fallen. Vor einem Monat hatte die Betreiberfirma Nord Stream Klage gegen die Gesellschaften eingereicht und 400 Mio. Euro Schadenersatz gefordert.
Nord-Stream-Lecks: Versicherern drohen hohe Schäden
Noch immer ist unklar, wer für die Schäden an den Nord-Stream-Pipelines verantwortlich ist. Erst- und Rückversicherern könnten im schlimmsten Fall Millionenschäden drohen. Zum Versichererkonsortium von Nord Stream 1 sollen der Rückversicherer Munich Re und Lloyd’s-Syndikate gehören, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Ob die Risikoträger zahlen müssen, wird maßgeblich vom Ergebnis der Ermittlungen abhängen.
Gerhard Schröder verliert Vorstandsposten
Leute – Aktuelle Personalien Altkanzler Gerhard Schröder bekommt die Konsequenzen des Ukraine-Kriegs zu spüren. Mehrere deutsche Unternehmen haben ihm Posten entzogen, darunter der BVUK-Verband, der zum gleichnamigen Versicherungsmakler aus Würzburg gehört. Zudem: Die Zurich Deutschland braucht einen neuen Chief Underwriting Officer. Lloyd’s hat eine neue Chief People Officer. Personelle Veränderungen gibt es auch bei Munich Re und Axa XL.




