Julian Teicke, Chef des Versicherungs-Neulings Wefox, hat einen weiteren Nebenjob. Er ist jetzt Vorsitzender des Verwaltungsrats der Luca-App. Die war 2020 in der Pandemie als einfaches System zur Kontaktdatenanmeldung in Restaurants gegründet worden, gibt aber dieses Geschäft auf. Künftig will Luca als Bezahl-App fungieren. Die Liechtensteiner Versicherungstochter der Wefox-Gruppe hat inzwischen erste Zahlen für 2021 vorgelegt. Wie bei neuen Versicherern nicht anders zu erwarten ist, gab es einen heftigen Verlust.
Archiv ‘SFCR-Bericht’
Juli-Fluten drücken auf Solvenzquote
Eine Woche vor der Veröffentlichung der Solvency II-Berichte hat der Versichererverband GDV die voraussichtlichen Solvenzquoten der deutschen Versicherungsbranche genannt. Die Lebensversicherer standen demnach deutlich besser bei der Bedeckung ihrer Leistungsversprechen da als im Vorjahr. Die Schaden- und Unfallversicherer schnitten dagegen wegen der hohen Schäden durch Überschwemmungen infolge von Tief „Bernd“ etwas schlechter ab. Beim Solvency II-Review wünscht sich der Verband eine Abmilderung des Vorschlags zur Änderung der sogenannten Zinsstrukturkurve.
Element wächst – der Verlust auch
Der Berliner White Label-Digitalversicherer Element ist im Corona-Jahr tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Unter der Pandemie litt vor allem die Vertriebsseite, die aufgrund von Schließungen und Kontaktbeschränkungen teilweise vollständig lahmgelegt wurde. Der Sommer brachte die Wende: Nach einem misslichen Start ins Jahr konnte der von Finleap gegründete Versicherer dank neuer Produkte und Vertriebspartner die Beiträge bis zum Jahresende um 2,5 Mio. Euro auf 6,8 Mio. Euro steigern.
Ottonova meldet starkes Wachstum
Der private Krankenversicherer Ottonova hat 2019 Prämieneinnahmen von 3,5 Mio. Euro verbucht, 262 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Ergebnis der seit 2017 in München aktiven Gesellschaft, die sich als digitaler Krankenversicherer versteht, ist erwartungsgemäß weiter negativ. Daten zur Zahl der Vollversicherten nennt Ottonova im Solvency-Bericht nicht. Nicht so scheu ist die Gesellschaft bei der Einschätzung, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf Geschäft und Ergebnis hat.
Ergo wehrt sich gegen BdV-Vorwürfe
Der Ergo-Konzern weist Anschuldigungen vom Bund der Versicherten (BdV) und dem Analysten Carsten Zielke zurück, die Tochter Ergo Vorsorge Leben schummele bei der Berechnung des Solvenzkapitals. Der BdV und Zielke hatten Ergo vorgeworfen, sich ungerechtfertigt Guthaben aus fondsgebundenen Lebensversicherungen zuzurechnen und so die Solvency II-Quote künstlich in die Höhe zu treiben. Ergo betont dagegen, dass die beobachtete Abweichung von HGB- und Solvency II-Werten aus unterschiedlichen Berechnungsmethoden resultiere.




