Klatsch, Tratsch und die wirklich wichtigen Informationen über Unternehmen und Manager – das gibt es am Kaffeeautomaten, auf dem Flur und hier. Heute: Londoner Transportversicherer erwägen, Kündigungsschreiben umzubenennen. Ein obskurer lateinischer Name soll die wahre Bedeutung verschleiern – eine ideale Blaupause für deutsche Versicherer.
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Alternde Flotten machen Schiffsversicherern zu schaffen
Maschinenschäden waren 2025 die Hauptursache für Schäden in der globalen Schifffahrt – ein Grund dafür ist das hohe Alter der weltweiten Handelsflotte, so der Industrieversicherer Allianz Commercial in einem Bericht. Auch der Konflikt im Nahen Osten wirkt sich aus.
Straße von Hormus: Neue Kapazitäten – aber auch neue Hürden
Angesichts neuer Unsicherheiten rund um die Straße von Hormus reagiert der Versicherungsmarkt: Lloyd’s startet gemeinsam mit Chubb ein Kriegsrisiko-Konsortium mit milliardenschwerer Kapazität. Gleichzeitig sorgen neue iranische Durchfahrtsregeln für wachsende Sorgen bei Reedereien und Energieunternehmen.
Riskante Meerenge: Folgen weit über Straße von Hormus hinaus
Die für den globalen Öltransport bedeutende Straße von Hormus ist durch den Iran noch immer versperrt. Versicherungen für Schiffe gibt es allerdings weiterhin. Einem aktuellen Bericht des Rückversicherungsmaklers Howden Re zufolge gehen die Probleme ohnehin weit über die Meerenge hinaus.
Geopolitik in einer vernetzten Risikowelt
Geopolitische Spannungen sind kein neues Phänomen. Neu ist ihre Wirkungstiefe. Regionale Konflikte bleiben heute selten regional – oft entfalten sie globale ökonomische Reichweite und verstärken bestehende Risiken, schreibt Tina Baacke, Chefin für Deutschland und Österreich beim Industrieversicherer Swiss Re Corporate Solutions. Für Unternehmen bedeutet das: Volatilität wird struktureller. Für die Versicherungswirtschaft heißt es: Risiken müssen systemischer gedacht werden.
Allianz Commercial: „Iran-Krieg könnte ein Black-Swan-Szenario auslösen“
Der Angriff der USA und Israels auf den Iran könnte weitreichende Folgen für die Weltwirtschaft haben und sich zu einem sogenannten Black-Swan-Szenario ausweiten, also einem seltenen und überraschenden Ereignis mit extremen Folgen, sagte Michael Bruch, Global Head of Risk Consulting Advisory Services beim Industrieversicherer Allianz Commercial, im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor. Dafür müsste etwa die Straße von Hormus für einen längeren Zeitraum geschlossen bleiben, was einen globalen Energiepreisschock auslösen könnte.






