Gothaer: Machtzuwachs für Kurtenbach

Gothaer Kranken-Chef Michael Kurtenbach wird künftig auch für den Lebensversicherer der Gruppe verantwortlich sein. Er übernimmt den Vorstandsvorsitz von Helmut Hofmeier, der zu Deloitte wechselt.

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Michael Kurtenbach ist künftig Chef der Gothaer Kranken- und der Lebensversicherung

© Gothaer

Michael Kurtenbach wird zum 1. Oktober zusätzlich zu seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der Gothaer Krankenversicherung auch bei dem Lebensversicherer des Unternehmens den Chefposten einnehmen. Das ist ein großer Machtzuwachs für den 49-Jährigen.

Lebens- und Krankenversicherung stünden vor ähnlichen Herausforderungen, begründete Gothaer-Chef Werner Görg den Schritt. „Zugleich wird in Wachstumsfeldern wie der betrieblichen Altersvorsorge und der betrieblichen Krankenversicherung eine ganzheitliche Sicht auf den Kunden immer wichtiger“, erklärte er in einer Mitteilung. „Daher haben Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsam beschossen, die Personenversicherer im Konzern unter eine einheitliche Leitung zu stellen und so auch gleichzeitig den Vorstand zu verschlanken.“

Kurtenbach ist seit 2003 Vorstandsmitglied im Gothaer-Konzern und verantwortet seit März 2008 die Krankenversicherung. 2010 übernahm er zusätzlich die konzernweite Verantwortung für das Ressort Personal.

Der Versicherungskaufmann und studierte Wirtschaftswissenschaftler ist seit 25 Jahren in der Branche tätig. Er startete seine Karriere bei der inzwischen zur Axa gehörenden Colonia-Nordstern-Gruppe und war auch am Aufbau ihres Direktversicherers Tellit Direct Versicherung beteiligt. 1999 wechselte er zur Gothaer. Kurtenbach hat einen guten Ruf als ausgewiesener Fachmann und gilt als potentieller Nachfolger von Gothaer-Chef Görg.

Mit der Übernahme des Chef-Postens in der Lebensversicherung tritt er die Nachfolge von Helmut Hofmeier an, der das Unternehmen Ende September verlassen wird. Anfang 2014 wird er zum Beratungsunternehmen Deloitte wechseln. Unstimmigkeiten seien nicht der Grund für den Wechsel, betont Unternehmens-Sprecherin Martina Faßbender. „Der Wechsel hat persönliche Gründe, die nichts mit der Gothaer zu tun haben“, sagte sie.

Friederike Krieger


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