Autorenarchiv

Herbert Fromme, Jahrgang 1953, schreibt über die Versicherungs- und Rückversicherungsbranche. Er ist Versicherungskorrespondent der Süddeutschen Zeitung. Zu seinen Stationen gehören Reuters, Financial Times World Insurance Report, Lloyd's List und Insurance Day. Von 2000 bis Dezember 2012 war er Versicherungskorrespondent der Financial Times Deutschland. Er ist Herausgeber des Versicherungsmonitors.

  • Neuer Finanzchef bei der Axa Deutschland

     Leute – Aktuelle Personalien  Der Kölner Axa-Konzern hat ab Mitte September einen neuen Finanzchef. Nach Informationen des Versicherungsmonitors übernimmt Nils Kaschner, 39, den Posten. Amtsinhaber Etienne Bouas-Laurent, der zurzeit auch Interims-Chef der deutschen Gesellschaften ist, wird Asienchef bei der Axa. Damit behält die Axa die hohe Rotationsgeschwindigkeit an der Spitze der deutschen Tochter. Auch im Aufsichtsrat gibt es Veränderungen. Der künftige Axa-Weltchef Thomas Buberl gibt die Funktion 2017 auf. … Lesen Sie mehr ›

  • Axa Deutschland: Unbequeme Mittellage

     Der Health Check  Der Axa-Konzern ist die Nummer sieben im deutschen Versicherungsmarkt, nachdem er jahrelang Marktanteile verloren hat. Das ist keine schöne Ausgangsposition für einen Versicherer, der sich die radikale Veränderung der Branche auf die Fahnen geschrieben hat. Die Tochter des französischen Konzerns kann Erfolge bei der Kostensenkung und der Integration übernommener Firmen vorweisen. Aber sie hat Probleme in der Lebensversicherung und wirkt insgesamt betrachtet merkwürdig gesichtslos im deutschen Markt. Jetzt muss sie noch mehr sparen und mit hohen Risiken in der Lebensversicherung fertig werden. Unser Healthcheck analysiert die Situation der Axa Deutschland. … Lesen Sie mehr ›

  • Walmart, Metro und die Assekuranz

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne  Der US-Supermarktriese Walmart kauft die Online-Plattform Jet.com, um sich gegen Amazon zu wehren. Der Börsenwert des Online-Versandhändlers Zalando hat in dieser Woche erstmals den des Metro-Konzerns übertroffen. Was das alles mit Versicherung zu tun hat? Sehr viel. Wie der Einzelhandel muss auch die Assekuranz mit den Angriffen der digitalen Rivalen umgehen. Dabei können auch Zukäufe helfen – schließlich sind gerade die Plattformen der insolventen Unister-Gruppe auf dem Markt. … Lesen Sie mehr ›

  • Protektor nähert sich Bestandsabgabe

    Der Berliner Lebensversicherer Protektor kommt der angestrebten Abgabe des alten Bestandes der Mannheimer Lebensversicherung näher. Die Hauptversammlung des Unternehmens, das den deutschen Lebensversicherern gehört, hat dafür am Dienstag die Voraussetzungen geschaffen. Zunächst sollen die noch aktiven Verträge auf eine neue Protektor-Tochter übertragen werden, von da aus zum Abwicklungsspezialisten Heidelberger Leben. Protektor wäre dann nur noch aktiv als gesetzlicher Sicherungsfonds für notleidende Lebensversicherungsbestände. … Lesen Sie mehr ›

  • Das nervöse Tesla-Management

     Serie Autonomes Fahren  Semi-autonome und autonome Fahrzeuge werden künftig in großer Zahl auf den Straßen unterwegs sein. Das hat weitreichende Folgen für die Versicherungswirtschaft – die Kfz-Sparte wird künftig deutlich anders aussehen als bisher. In einer fünfteiligen Serie beschäftigt sich der Versicherungsmonitor in den kommenden Tagen mit diesen Veränderungen. Wir haben mit großen Rückversicherern und Kfz-Versicherern, Unternehmensberatern und anderen Experten gesprochen. Im ersten Teil geht es um die Nervosität des Tesla-Managements nach einer Reihe von Unfällen und die konservativen Auffassungen von US-Versicherern zum autonomen Fahren. … Lesen Sie mehr ›

  • Euroassekuranz: Deal mit Howden

    Der mittelständische Makler Euroassekuranz in München, Regensburg und Hamburg hat sich mit dem britischen Hyperion-Konzern und seiner Makler-Tochter Howden geeinigt. Laut Unternehmenschef Helmuth Newin geht es dabei nicht um einen Verkauf, sondern um eine gegenseitige Beteiligung. Außerdem sei der Vollzug des Geschäfts noch von mehreren Bedingungen abhängig, die er nicht näher erläuterte. Makler wie Euroassekuranz sind bei internationalen Maklern begehrt als Übernahmeziele und Partner, weil sie stark im lukrativen Geschäft mit dem industriellen Mittelstand sind. … Lesen Sie mehr ›

  • Arag verkauft Lebensversicherer

    Der Düsseldorfer Rechtsschutzspezialist Arag steht kurz vor dem Verkauf seines Münchener Lebensversicherers Arag Leben. Nach Informationen des Versicherungsmonitors sind Gespräche mit einem potenziellen Interessenten weit fortgeschritten. Der mögliche Käufer ist die Run-off-Plattform Frankfurter Leben. Ende vergangener Woche hatte Eigner und Vorstandsvorsitzender Paul-Otto Faßbender die Belegschaft der Lebens-Tochter über einen möglichen Verkauf informieren lassen, dabei wurden aber keine Einzelheiten genannt. Schon im Juni hatte Faßbender öffentlich über die Zukunft des Lebensversicherers in der Arag-Gruppe nachgedacht – er passt nicht mehr in die Strategie des Unternehmens und bindet viel Kapital. … Lesen Sie mehr ›

  • Schutzgeld ist nicht nachhaltig

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne  Die börsennotierten Versicherer und Rückversicherer haben inzwischen ihre Zahlen für die ersten sechs Monate des Jahres 2016 vorgelegt. Ob Munich Re, Zurich oder Talanx – bei der Mehrzahl der Gesellschaften fielen die Halbjahresergebnisse besser aus, als von Analysten und anderen Marktbeobachtern erwartet. Doch ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt, dass die durch das Zinstief generierten Bewertungsreserven und die Auflösung von Schadenreserven eine sehr große Rolle spielten. Die Versicherungschefs wollen mit möglichst guten Zahlen Anleger gewogen halten, die Versicherungsaktien fallen seit Monaten. Nachhaltig sind solche Ergebnisse nicht. … Lesen Sie mehr ›

  • Britische Aufsicht erzwingt mehr Transparenz

    Versicherer in Großbritannien müssen künftig in wichtigen Sparten bei Preiserhöhungen den neuen und den alten Preis nennen. Außerdem müssen sie  ihre Kunden darauf hinweisen, dass es möglicherweise bei anderen Versicherern günstigere Angebote gibt. Das hat die Aufsichtsbehörde Financial Conduct Authority festgelegt. Die Aufsicht hofft, mit der höheren Transparenz mehr Wettbewerb in der Autoversicherung und anderen bedeutenden Sparten durchzusetzen. … Lesen Sie mehr ›

  • Munich Re: Selbstbewusst und vorsichtig

    Der Rückversicherer Munich Re hat im ersten Halbjahr 1,4 Mrd. Euro verdient, 24,4 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2015. Konzernchef Nikolaus von Bomhard zeigte sich dennoch selbstbewusst – das bereits reduzierte Gewinnziel von 2,3 Mrd. Euro werde man erreichen. Währungseffekte und Kapitalerträge halfen im ersten Halbjahr, Naturkatastrophen vor allem in Kanada und Japan kosteten dagegen hohe Summen. Vorstandsmitglied und Ergo-Chef Markus Rieß meldete für den Erstversicherer einen Verlust von 59 Mio. Euro für das Halbjahr, worin ein Restrukturierungsaufwand von 160 Mio. Euro netto enthalten ist. … Lesen Sie mehr ›

  • Provinzial, die Fünfzehnte

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne  Bei Filmproduktionen gibt es diese verflixten Tage, wenn dieselbe Szene 15 Mal oder mehr gedreht werden muss, ehe sie wirklich sitzt.  Die Akteure in Münster und Düsseldorf, die seit Jahren über die längst überfällige Fusion der beiden Provinzial-Gesellschaften reden, scheinen sich daran ein Beispiel zu nehmen. Mal passt diese Kleinigkeit nicht, mal die andere. Dann geht alles wieder von vorne los. Eigentlich fürchterlich langweilig. Aber wahrscheinlich sind wir das ganze Problem bald los. Es sieht so aus, als ob die Beteiligten sich jetzt doch endlich einigen könnten. … Lesen Sie mehr ›

  • Allianz-Quartalsgewinn bricht ein

    Die erfolgsverwöhnte Allianz hat im zweiten Quartal 2016 deutlich weniger verdient als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Mit 1,1 Mrd. Euro war der Nettogewinn um 46 Prozent niedriger. Vorstandschef Oliver Bäte machte dafür hohe Schäden aus Naturkatastrophen sowie bereits gebuchte Belastungen aus dem geplanten Verkauf der südkoreanischen Lebens-Tochter verantwortlich. Am operativen Gewinnziel von 10 Mrd. Euro bis 11 Mrd. Euro für das volle Jahr 2016 hält Bäte fest. Übernahmen prüft die Allianz. Wenn es keine lohnenden Ziele gibt, will der Vorstand auch über Aktienrückkäufe oder Sonderdividenden Geld an Aktionäre zurückgeben. Dennoch verlor die Aktie am Vormittag deutlich. … Lesen Sie mehr ›

  • Axa bleibt größter europäischer Versicherer

    Die Axa blieb 2015 der größte europäische Versicherer und konnte die Führung mit 92 Mrd. Euro gegenüber der Allianz mit 77 Mrd. Euro sogar ausbauen. Auf Platz drei lag die Generali (74 Mrd. Euro), gefolgt von Prudential (51 Mrd. Euro) und Zurich (44 Mrd. Euro). Zusammengetragen hat die Daten der Madrider Versicherer Mapfre, die Nummer zehn auf dem Kontinent und sechster unter den Schaden- und Unfallversicherern, wie man den ausführlichen Tabellen der spanischen Gesellschaft entnehmen kann. … Lesen Sie mehr ›

  • Brexit: Lloyd’s verschiebt neuen Index

  • Keine besseren Menschen

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne  Das Online-Versicherungsportal Zenefits muss im US-Bundesstaat Tennessee eine Geldstrafe zahlen, weil es sich nicht an die Vorschriften gehalten hat. In anderen Bundesstaaten drohen ähnliche Sanktionen. Der US-Krankenversicherer Oscar halbiert die Zahl von Vertragsärzten und Krankenhäusern für seine Kunden und erhöht gleichzeitig die Preise. Drei, vier Jahre nach ihrer Gründung spüren Fintechs und Insurtechs in den USA harsche ökonomische Realitäten und die volle Wucht des Aufsichtsrechts. Es stellt sich heraus: In den neuen Firmen arbeiten nicht die besseren Menschen, auch wenn sie manchmal so tun. Ihr Potenzial, die Branche grundlegend umzukrempeln, leidet darunter nicht. Im Gegenteil. … Lesen Sie mehr ›

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