Autorenarchiv
Herbert Fromme, Jahrgang 1953, schreibt über die Versicherungs- und Rückversicherungsbranche. Er ist Versicherungskorrespondent der Süddeutschen Zeitung. Zu seinen Stationen gehören Reuters, Financial Times World Insurance Report, Lloyd's List und Insurance Day. Von 2000 bis Dezember 2012 war er Versicherungskorrespondent der Financial Times Deutschland. Er ist Herausgeber des Versicherungsmonitors.
-
Schlag ins Kontor bei Generali
Einen heftigen Gewinneinbruch musste Italiens größter Versicherer Generali im ersten Quartal hinnehmen. Hauptgrund dafür waren die Turbulenzen an den Kapitalmärkten, die den Konzern 655 Mio. Euro kosteten. Der Umsatz und die Schadenentwicklung verliefen dagegen in den ersten drei Monaten positiv. Wie das Jahr weitergehen wird, kann die Konzernführung schwer voraussagen – dafür sorgt die Krise durch die Covid-19-Pandemie. Sie sorgt zum Beispiel in Italien und Frankreich für Druck auf den Versicherer, Prämien in der Kfz-Versicherung zurückzuzahlen. … Lesen Sie mehr ›
-
NRW legt Provinzial-Staatsvertrag vor
Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens hat dem Landtag die Neufassung des mit Rheinland-Pfalz ausgehandelten Staatsvertrages über die Provinzial Rheinland Holding (PRH) vorgelegt. Damit wird eine weitere Hürde auf dem Weg zur Fusion der beiden Provinzial-Gruppen in Münster und Düsseldorf genommen. Gleichzeitig wurde durch einen Bericht der Börsen-Zeitung bekannt, dass die Provinzial Nordwest für 2019 mit 106 Mio. Euro eine sehr hohe Dividende zahlt. Damit können die Eigner die Anteile der Ostdeutschen Sparkassen an der Provinzial Nordwest kaufen, die Ostdeutschen wollen aussteigen. … Lesen Sie mehr ›
-
Vorstandsbeben bei den Provinzial-Konzernen
Exklusiv Vier prominente Vorstandsmitglieder der beiden Provinzial-Konzerne in Münster und Düsseldorf fallen der Fusion der beiden Gruppen zum Opfer. In Münster verlassen gleich drei Vorstände die Provinzial Nordwest: Frank Neuroth (Bild), Stefan Richter und Matthew Wilby sollen gehen. Entsprechende Informationen des Versicherungsmonitors bestätigte das Unternehmen. In Düsseldorf wird Vorstand Volker Heinke das Unternehmen verlassen. Die vier haben in der neuen Gruppe keine Funktionen mehr, die durch die Fusion der beiden Provinzial-Konzerne rückwirkend zum 1. Januar 2020 entsteht. … Lesen Sie mehr ›
-
Deutsche Bank und Zurich verhandeln
-
Virtuelles Monte Carlo gefordert
Drei Manager aus der Rückversicherungsszene haben die Branche aufgefordert, das abgesagte Treffen in Monte Carlo virtuell abzuhalten. Die Teilnehmer sollten für die vorgesehenen Tage Termine ausmachen und dann per Videokonferenz Gespräche führen. Bernd Zens, Vorstand der DEVK und der DEVK Re, Arndt Gossmann, Chef des Run-off-Spezialisten Gossmann und Cie., und Marc Beckers von Tiger Risk vertreten zwar vergleichsweise kleine Marktteilnehmer, sind in der Branche aber bekannt. Für das Treffen in Baden-Baden im Oktober haben sie Hoffnung – es könne vielleicht mit entsprechenden Hygienemaßnahmen wie geplant stattfinden. … Lesen Sie mehr ›
-
Lloyd’s erwartet Rekordbelastung
Die Covid-19-Pandemie wird die globale Versicherungswirtschaft mehr als 200 Mrd. Dollar kosten, erwartet der Londoner Versicherungsmarkt Lloyd’s. Das wäre eines der teuersten Ereignisse der Versicherungsgeschichte. Rund die Hälfte davon stammt aus versicherten Schäden, die andere Hälfte aus Wertverlusten bei den Kapitalanlagen, erwarten die Briten. Andere große Marktteilnehmer widersprechen: Es sei zu früh für solche Schätzungen, sagen Munich Re und Allianz. … Lesen Sie mehr ›
-
Google und Brit gründen Lloyd’s-Syndikat
Der Londoner Spezialversicherer Brit entwickelt zusammen mit Google Cloud ein vollständig digital arbeitendes Lloyd’s-Syndikat, das 2021 an den Start gehen soll. Mithilfe der von Google und Brit entwickelten Algorithmen werde sich das Syndikat mit dem Namen Ki vollautomatisch an Risiken beteiligen, teilte der Versicherer mit. Syndikate sind die Risikoträger, die zusammen den Versicherungsmarkt Lloyd’s ausmachen. … Lesen Sie mehr ›
-
Alterszuschläge in Kfz steigen
Die Zuschläge für ältere Autofahrer ab 60 Jahren steigen deutlich an. Das haben Berechnungen des Vergleichsportals Verivox und der Technischen Hochschule Rosenheim ergeben. So zahlte ein über 80-Jähriger Ende 2016 106 Prozent mehr als ein 40-Jähriger bei gleicher Schadenfreiheitsklasse. Inzwischen sind es 114 Prozent. Allerdings gibt es auch eine Entlastung, wenn der Autofahrer schadenfrei bleibt. Die Rabattstaffeln sind länger geworden. … Lesen Sie mehr ›
-
Versicherer uneinig über Kfz-Erstattungen
Exklusiv Zum ersten Mal hat die HUK-Coburg, Marktführer in der Kfz-Versicherung, den Rückgang der Schadenzahlen aufgrund der Corona-Krise beziffert. Im April verzeichnete die Gruppe „30 Prozent bis 40 Prozent“ weniger Schäden, sagte Konzernchef Klaus-Jürgen Heitmann. Allerdings werde es nicht bei diesem Rückgang bleiben. Die HUK will ihre Kunden am Jahresende an dem Rückgang des Schadenaufwands finanziell beteiligen. Außer der DEVK macht das kein anderer der großen Kfz-Versicherer. … Lesen Sie mehr ›
-
Holzhauer verlässt Insurtech Hub
Leute – Aktuelle Personalien Manuel Holzhauer, Chef des Insurtech Hub Munich, wechselt im Juli zum Softwareriesen Microsoft, wo er Insurance Industry Executive wird. Bis ein Nachfolger gefunden ist, übernimmt Christian Gnam, Director Partner Management, die Leitung des Insurtech Hubs. Außerdem wurde Walter Botermann, ehemaliger Chef des Alte Leipziger-Hallesche-Konzerns, zum Aufsichtsratsvorsitzenden des Unternehmens gewählt. Der Maklerverbund Fondskonzept verliert mit Martin Eberhard unterdessen einen Vorstand. … Lesen Sie mehr ›
-
Tulpenzwiebeln an der Wall Street
Herbert Frommes Kolumne Die Börsen haben die hohen Verluste zwischen Ende Februar und Ende März, die sich so negativ auf die Quartalsergebnisse von Versicherern und Banken ausgewirkt hatten, zum großen Teil wieder aufgeholt. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem wir am Beginn der schwersten Rezession der modernen Wirtschaftsgeschichte stehen. Die Entwicklung der Aktienkurse hat sich völlig losgelöst von der realen Wirtschaft. Wir erleben eine Blase, die politisch und gesellschaftlich höchst schädlich ist. Sie erinnert an den Tulpenzwiebel-Wahn von 1637 in Holland. … Lesen Sie mehr ›
-
Munich Re hat großen Appetit
Die Corona-Krise hat den Risikohunger der Munich Re nicht negativ beeinflusst: Bei der Erneuerung zum 1. April 2020, die vor allem in Asien stattfand, steigerte der Rückversicherer sein Volumen um satte 25,7 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro. Davon stammten drei Prozentpunkte aus höheren Preisen. Wie stark sich die Krise auf die Ergebnisse des Rückversicherungs- und Versicherungskonzerns auswirkt, kann Finanzchef Christoph Jurecka aktuell nicht beantworten, erwartet aber für das volle Jahr 2020 keinen Verlust. Im ersten Quartal verbuchte der Konzern bereits einen deutlich gesunkenen Gewinn und 800 Mio. Euro Schäden durch Corona. … Lesen Sie mehr ›
-
Allianz: Keine Punktlandung im Orkan
Die Allianz ist sich noch nicht darüber im Klaren, wie sich die Corona-Krise auf ihr Geschäft auswirken wird. Klar ist: Das ursprünglich ausgegebene Gewinnziel kann der Konzern nicht halten. Wie genau sich die Wirtschaftskrise auf den Versicherer auswirken wird, ist aber noch nicht abzusehen. Der Vorstand um Konzernchef Oliver Bäte will erst dann ein neues Gewinnziel nennen, wenn mehr Klarheit über die Folgen der Krise besteht, es gebe keine „Punktlandung im Orkan“. Schon jetzt steht fest, dass die Industrieversicherung stark leiden wird – die Tochter AGCS wird erneut einen technischen Verlust machen. … Lesen Sie mehr ›
