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Der Mythos vom Ende der Bestandssysteme

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Künstliche Intelligenz (KI) wird die Versicherungsbranche radikal verändern – doch Bestandsverwaltungssysteme bleiben das stabile Fundament. Agenten übernehmen Kommunikation und Prozesse, aber Kernlogik, Tarifierung und Regulierung bleiben deterministisch. Wer glaubt, KI wird alte Systeme einfach ablösen, irrt, schreibt Andrea van Aubel, Aufsichtsrätin des Softwareherstellers MSG Nexinsure AG. Agenten können nur dann echten Nutzen erzeugen, wenn sie auf moderne, API‑fähige Kernsysteme treffen.

Wenn Zuhören zum Wettbewerbsvorteil wird

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Zu oft bedeutete Digitalisierung bislang im Kundenservice Standardisierung – und damit eher schlechtere statt besserer Servicequalität. Doch die Zukunft des Kundenservice liegt nicht darin, schneller zu sprechen, sondern besser zuzuhören. Voice AI, eine künstliche Intelligenz, die Menschen versteht und mit ihnen kommuniziert, kann genau das ermöglichen, wenn wir sie als Werkzeug für Verständlichkeit, Nähe und Relevanz begreifen, schreibt Sylvia Eichelberg, Chief Operating Officer der Barmenia Gothaer.

Ist „Digitaler Dienstag“ noch zeitgemäß?

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Kolumnen sind ein gutes Format, um verschiedene Perspektiven zu relevanten Themen zusammen zu bringen. Doch einmal pro Woche über Digitalisierung zu sprechen ist, als würde man einmal pro Woche ans Atmen erinnern: Atmen ist überlebenswichtig, aber nicht nur dienstags, schreibt Verena Brenner, Geschäftsführerin des Technologiedienstleisters Proth!nx. Braucht Digitalisierung in der Versicherungsbranche wirklich eine eigene Kolumne?

Digital genial, menschlich nah: Warum echte Kundenorientierung beides braucht

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Prozessautomatisierung und Effizienzsteigerung bestimmen unseren Arbeitsalltag. Mehr Technologie allein wird uns alle allerdings nicht zu mehr Kundenorientierung und größerem wirtschaftlichen Erfolg führen, schreibt Thomas Rodewis, Chief Innovation Officer der Versicherungskammer. Stellt sich also die Gretchenfrage: Wie gelingt der Spagat zwischen digitaler Innovation und persönlicher Nähe zu unseren Kunden?

Digitale Souveränität in der Cloud: Handlungsfähigkeit statt Abhängigkeit

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Wer die Kontrolle über digitale Systeme verliert, verliert die Fähigkeit zu handeln – im Ernstfall kann das existenzbedrohend sein. Digitale Souveränität ist mehr als IT-Sicherheit. Sie entscheidet, ob Versicherer im Krisenfall selbst steuern oder fremdbestimmt reagieren, schreibt Andrea van Aubel, Aufsichtsrätin des Softwareherstellers MSG Nexinsure AG. Die Erfüllung von DORA- und ISO-Vorgaben schafft Grundlagen, ersetzt aber kein Souveränitätsmanagement.

Richtung vor Geschwindigkeit – was digitale Reife wirklich bedeutet

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Bei der Digitalisierung zählt nicht nur Geschwindigkeit, auch Orientierung ist vonnöten. Wenn Teams ohne eine gemeinsame Richtung digitalisieren, entsteht Aktivität, aber wenig Wirkung. Geschwindigkeit macht nur dann Sinn, wenn sie an strategische Ziele gekoppelt ist, schreibt Sylvia Eichelberg, Chief Operating Officer der Barmenia Gothaer. Damit Innovation Wirkung entfalten kann, braucht sie Struktur. Zentrale Steuerung spielt dabei eine Schlüsselrolle.

In eigener Sache: Neue Kolumnisten für den „Digitalen Dienstag“

Der Versicherungsmonitor begrüßt zum Jahresstart neue Kolumnisten in der Rubrik „Digitaler Dienstag“. Freuen Sie sich auf spannende Einsichten in den Digitalisierungsprozess von Versicherern, Vermittlern und Kunden. Es schreiben ab sofort Sylvia Eichelberg (Barmenia Gothaer), Andrea van Aubel (MSG), Thomas Rodewis (Versicherungskammer) und Verena Brenner (Proth!nx) für den Versicherungsmonitor.

Revolution am Korvantunturi*

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Wie eine digitale Revolution im Norden Skandinaviens die deutsche Versicherungswirtschaft vor schmerzhafter Transformation bewahren konnte, schildert Arndt Gossmann, CEO von DGTAL und Geschäftsführender Gesellschafter der Gossmann & Cie. Gruppe.

„Last Christmas“ in der Versicherungsbranche: gleiche Hits, neuer Beat, andere Tonalität

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Wer kennt ihn nicht, diesen alljährlichen „Wham-Moment“. Es ist wieder so weit, der Klassiker „Last Christmas“ erstürmt sämtliche Radiostationen. Und in der Versicherungsbranche? Dieselben „Hits“: Regulatorik, komplexe IT-Landschaften, Fachkräftemangel. Die Branche kennt sie in- und auswendig, trotzdem bleiben sie aktuell und fordern Aufmerksamkeit, schreibt Hans-Peter Holl, Vorstand der Convista AG im Bereich Versicherungen.

Das unbeachtete Kernrisiko

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Das zu Ende gehende Jahr, in dem ich an dieser Stelle über die digitale Transformation der Versicherungsbranche schreibe, hat eine Einsicht besonders geschärft: Die entscheidende Lücke liegt in der Stabilität unserer eigenen Systeme, schreibt Markus Niederreiner, Vorstand bei der Hypoport Insurtech AG und CEO bei der Smart Insurtech AG. Die Versicherungsbranche hat zwar gelernt, Risiken zu kalkulieren, aber sie tut sich schwer damit, die Struktur zu managen, die all diese Risiken zusammenhält.

Wie der erfolgreiche KI-Einsatz bei Versicherern gelingt

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Künstliche Intelligenz (KI) ist globale Realität – in der Versicherungswirtschaft aber noch nicht flächendeckend angekommen. Warum moderne KI-Agenten längst bereit sind – und weshalb Versicherer jetzt handeln müssen, um den Produktivitätsabstand nicht dramatisch anwachsen zu lassen, erklärt Arndt Gossmann, CEO von DGTAL und geschäftsführender Gesellschafter der Gossmann & Cie. Gruppe.

Ein Blick ins Jahr 2026: Zwischen Regulierung, Resilienz und Kundenzentrierung

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Mit einer Mischung aus Zuversicht und Anspannung schaut die Versicherungsbranche ins Jahr 2026. Kaum ein anderes Segment der Finanzwirtschaft steht unter einem vergleichbaren Reform- und Innovationsdruck. Politische Weichenstellungen, neue Risiken und die Digitalisierung treiben einen Strukturwandel voran, der weit mehr ist als eine Modernisierung von IT-Systemen, schreibt Anke Zeller, Industry Leader Insurances bei Cognizant.

Strategische Chance durch SAP-Upgrade

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Die Migration auf das neuste SAP-Betriebssystem SAP S/4HANA ist für viele Versicherer ein Meilenstein, sowohl technologisch als auch strategisch. Etliche Versicherer haben es noch nicht eingeführt. Und auch nach der technischen Umstellung ist die Reise nicht beendet, sondern beginnt erst richtig. Die neue Systemlandschaft eröffnet die Möglichkeit, Prozesse zu modernisieren und Reporting sowie Planung neu zu denken. Dieses Potenzial bleibt jedoch noch oft ungenutzt.

Die Debatte um FiDA lenkt ab

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Aktuell beschäftigen sich viele Branchenexperten damit, ob und in welcher Form die Financial Data Access Regulation (FiDA) kommt. Die Diskussionen über Sinn und Unsinn der Entwürfe wirken in Teilen wie eine Stellvertreterdebatte über ein viel tiefer liegendes Problem: die technologische und strukturelle Reife des eigenen Datenmanagements.

Versicherungskunden erwarten digitale Nähe

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Wer mit seinem Versicherer in Kontakt tritt, ist komplizierte Tarife, langwierige Telefonate und umfangreiche Papierformulare gewohnt. Die Versicherer sind in den vergangenen Jahren digitaler geworden, sie haben automatisierte Prozesse und Online-Kundenportale eingeführt. Der Einzug von künstlicher Intelligenz (KI) ermöglicht einen noch effizienteren und stärker personalisierten Service. Versicherte honorieren den KI-Einsatz, solange er transparent bleibt und das Bedürfnis nach Sicherheit respektiert wird.

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