The Long View – Der Hintergrund Darf ein Insolvenzverwalter die D&O-Versicherung von GmbH-Geschäftsführern beenden? Der Bundesgerichtshof hat diese Frage in einer aktuellen Entscheidung im Prinzip bejaht, den Verwaltern aber auch auferlegt, die wirtschaftliche Durchsetzbarkeit etwaiger Haftungsansprüche gegenüber den Geschäftsführern vorher zu prüfen. Auch wenn Insolvenzverwalter unter diesen Umständen in der Regel von der Beendigung des D&O-Vertrags absehen dürften, gibt es dafür keine Garantie. Manager sollten ihren Versicherungsschutz daher genau prüfen und eine individuelle Absicherung in Betracht ziehen.
Kommentare
Unterschätzte Tatwaffen: Bits und Bytes aus dem Netz
Meinung am Mittwoch E-Crime ist die Brandstiftung des 21. Jahrhunderts. Eine Feuerversicherung hat jeder vernünftige Unternehmer – doch die Absicherung von Cyber-Risiken bleibt bisher die Ausnahme. Vor allem Mittelständlern fehlt das Risikobewusstsein. Versicherer sollten das als Chance begreifen: Durch Aufklärung und Absicherung können sie ihren Kunden schmerzhafte Nachteile ersparen und dabei vom Wachstumspotenzial der Sparte „Cyber“ profitieren.
Brexit: Viele offene Fragen
Legal Eye – Die Rechtskolumne Das böse Erwachen nach der Brexit-Nacht hat für Unternehmen viele Fragen aufgeworfen. Viele setzen erst einmal auf eine Stabilisierung des Geschäfts innerhalb des vorläufig weiter geltenden Rechtsrahmens. Es bleiben aber viele Punkte offen – gerade bei Finanzdienstleistern. Dabei wird deutlich, wie viel Berechenbarkeit und Vertrauen das europäische Rechtssystem für internationale Wirtschaftsbeziehungen geschaffen hat.
Beruhigungspillen aus München
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Journalistenabend der Munich Re, Insurtech-Konferenz und Pensions-Sicherungs-Verein.
Lohrmanns Verunsicherung CXLVIII
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Start-up-Szene profitiert vom Digitalisierungs-Hype.
Die Zukunft ist vor allem eins: einfach
Herbert Frommes Kolumne Selbst bei einem äußerst effizient und freundlich arbeitenden Versicherer ist eine Schadenmeldung für einen nur wenig komplexen Schaden immer noch ein kleines Drama, das vor allem viel Zeit kostet. Für Abhilfe könnten Entwicklungen der großen Versicherer sorgen. Wenn sie halten, was ein Blick auf erste Prototypen zum Beispiel bei der Allianz verspricht, bringen sie wirklich eine Wende in der Schadenbearbeitung – jedenfalls aus Sicht des Kunden.
1914 – das Schicksalsjahr der Gebäudeversicherung
Legal Eye – Die Rechtskolumne Er hat seit Generationen Konjunktur – der Traum vom Eigenheim. Im aktuellen Niedrigzinsumfeld verwirklichen ihn sich auch immer mehr Familien. So werden täglich unzählige Bauanträge gestellt und Kaufverträge unterschrieben. Ganze Horden von stolzen Eigenheimbesitzern durchpflügen an Wochenenden die Baumärkte und Einrichtungshäuser auf der Suche nach der individuellen Küche und den passenden Fliesen für das Gäste-WC. Dabei bleibt eines häufig auf der Strecke: der richtige und wichtige Versicherungsschutz für die eigenen vier Wände.
Fintechs und Schnittstellen
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Fintech-Konferenz der BaFin, Bilanz-Pressekonferenz von DEVK und Süddeutscher Krankenversicherung, Bipro-Tag und Pressegespräch der Deutschen Aktuarvereinigung.
Brexit: Nur Verlierer
Herbert Frommes Kolumne Mit knapper Mehrheit hat sich die britische Bevölkerung für den Austritt aus der EU entschieden. Die Märkte reagierten heftig. Die Reaktionen werden abklingen, aber die großen Unsicherheiten bleiben, auch für die Versicherer. Das gilt nicht nur für Allianz, Munich Re oder Zurich, die direkt in Großbritannien engagiert sind. Die politischen Unwägbarkeiten sollten auch den Gesellschaften nicht gleichgültig sein, die dort kein Geschäft zeichnen.
Lohrmanns Verunsicherung CXLVII
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Ergo versenkt abgekapselte Lebensversicherungsverträge.
Digitale Revolution erfordert neuartige Policen
Meinung am Mittwoch 2015 lag die Zahl der weltweit mit dem Internet verbundenen Geräte bei rund fünf Milliarden. Von der Glühbirne bis zur Marssonde „Insight“, die 2018 auf die Reise gehen soll, sind eine Vielzahl von Geräten und Maschinen bereits mit dem Netz verbunden. Ihre Zahl steigt in den nächsten Jahre dramatisch an: Prognosen gehen von 20 Milliarden im Jahr 2020 aus. Aus dieser Entwicklung ergeben sich zahlreiche Risiken, für welche die Branche neue Produkte entwickeln muss, aber auch beachtliche Herausforderungen.
D&O-Versicherung: Aus Schaden wird man klug
Legal Eye – Die Rechtskolumne Mögliche Haftungsszenarien für Verantwortliche in Unternehmen, Vereinen oder Organisationen können sich bereits dann abzeichnen, wenn eine persönliche Haftung noch gar nicht angesprochen wurde. Nämlich dann, wenn das Unternehmen oder der Verein selbst Partei einer rechtlichen Auseinandersetzung ist. Deshalb sollte der D&O-Versicherer durchaus Interesse an der Begleitung eines „Primärprozesses“ haben. Einige D&O-Standardklauseln sehen mittlerweile auch Deckung hierfür vor. Allerdings verhalten sich die Versicherer unabhängig von den Verträgen in dieser Frage sehr unterschiedlich.
Nicht nur Fußball im Kalender
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Axa Investors‘ Day, Big Data-Konferenz, Generali Vitality-Vorstellung und Versicherungsmonitor Breakfast Briefing.
Lohrmanns Verunsicherung CXLVI
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Hufeld und Grund in der Taktikschulung
Wahlkampfzeiten
Herbert Frommes Kolumne Mit schaudernder Faszination und Entsetzen schaut Europa auf Großbritannien. Die zunehmend hasserfüllte Auseinandersetzung um den Brexit könnte im Mord an der Abgeordneten Jo Cox einen furchtbaren Höhepunkt gefunden haben. Die regierende konservative Partei spaltet sich, bei den anderen großen politischen Kräften sieht es nicht viel besser aus. Auch in Deutschland nehmen die politischen Spannungen innerhalb der großen Parteien zu. Sie werden sich im Bundestagswahlkampf noch deutlicher zeigen. Für die Versicherungswirtschaft heißt das: Die politischen Unsicherheiten werden drastisch zunehmen. Auf politische Unterstützung hoffen kann sie nur, wenn sie ihr Haus in Ordnung bringt.











