Digitaler Dienstag Die Versicherungsbranche steht vor einem tiefgreifenden Wandel. In den kommenden Jahren sind bedeutende Reformen und Neuregelungen zu erwarten, die die Branche nachhaltig verändern könnten. Themen wie künstliche Intelligenz, alternative Kapitalquellen und die Integration innovativer Insurtech-Produkte werden in der Kfz-, Lebens- und Krankenversicherung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dabei bleibt die Kundenbetreuung oberste Priorität.
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D&O: Keine automatische Kündigung bei Insolvenz
Legal Eye – Die Rechtskolumne Das Insolvenzgeschehen ist ein, wenn nicht gar der wesentliche Risikotreiber für Manager und ihre D&O-Versicherer. Manche D&O-Versicherer versuchen daher, sich im Fall der Insolvenz versicherter Unternehmen schnellstmöglich von dem Risiko zu trennen. Die im Markt verwendeten Klauseln reichen von Sonderkündigungsrechten bis hin zu sogenannten Insolvenzlösungsklauseln, die eine automatische Vertragsbeendigung bei Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens vorsehen. Der Bundesgerichtshof hat die Wirksamkeit einer solchen Klausel verneint. Das Urteil hat über den Einzelfall hinaus Auswirkungen.
Element, Haftpflicht und große Umbrüche
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Pressekonferenz der BaFin, die jährliche Euroforum-Haftpflichtkonferenz und der Versicherungstag der Süddeutschen Zeitung in Bergisch-Gladbach
Die Unterversicherungskrise
Herbert Frommes Kolumne Die Waldbrände in Kalifornien haben ein gravierendes Problem der Versicherungswirtschaft und ihrer Kunden ans Licht gebracht: die Unterversicherung. Viele Hausbesitzer hatten einen großen Teil ihres Vermögens in ihr Haus investiert, es aber nicht ausreichend versichert. Es geht buchstäblich um Billionen. Die Klimakrise führt nicht nur in den USA zu einer Zunahme von Naturkatastrophen mit entsprechenden Folgen für Gebäude und andere Wertgegenstände, die schlicht nicht mehr ausreichend versichert sind. Die Konsequenzen sind weitreichend.
Lohrmanns Verunsicherung: Das Rad neu erfinden
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Unterschätzte Innovationen
Erfolgreiche Karriere braucht Eigeninitiative
Meinung am Mittwoch Wo früher klassische Karrierepfade und strikte Hierarchien dominierten, stehen heute Flexibilität, Eigeninitiative und individuelle Entwicklung im Vordergrund. Weiterentwicklung ist nicht nur eine Aufgabe der Führungskräfte, sondern ein Zusammenspiel aus Eigenverantwortung und Unterstützung. Eine zentrale Botschaft lautet dabei: Es reicht nicht, darauf zu warten, dass der oder die Vorgesetzte von sich aus Karrierepläne schmiedet – es braucht Eigeninitiative und den Mut, die eigenen Ziele klar zu kommunizieren.
Trump 2.0: Folgen für KI und Versicherer in Europa
Digitaler Dienstag Die Amtseinführung von Donald Trump für eine zweite Amtszeit als US-Präsident wird geopolitische Wellen schlagen und tiefgreifende Auswirkungen auf Schlüsselindustrien wie die Versicherungswirtschaft haben. Neben kurzfristigen Herausforderungen für die Chief Investment Officer steht besonders der Umgang mit künstlicher Intelligenz (KI) im Fokus. Ihre Bedeutung für die Branche wird in den kommenden Jahren enorm steigen, doch das transatlantische Spannungsfeld zwischen Innovation und Regulierung wird eine Herausforderung.
Strategische Ansätze im modernen Risikomanagement
The Long View – Der Hintergrund Unternehmen, die neben klassischen Versicherungslösungen stärker auf Risikoeigentragung setzen möchten, bieten sich verschiedene Möglichkeiten: Es stehen nicht nur verschiedene Arten von Captives wie die klassische Captive, die Cell-Captive oder die virtuelle Captive zur Auswahl, sondern auch die Finanzierung von Risiken über das Eigenkapital beziehungsweise die laufenden Gewinne. Welche Option sich für welche Risikosituation und Zielsetzung eignet.
Kritische Infrastruktur: Zeitenwende mit Gemach
Legal Eye – Die Rechtskolumne Die Bundesregierung hat am 6. November 2024 den Entwurf zum KRITIS-Dachgesetz beschlossen und in den Bundestag eingebracht. Das Gesetz dient dem Schutz kritischer Infrastrukturen und soll Deutschland krisenfester machen, so die Worte der Bundesinnenministerin Nancy Faeser. Angesichts der Bedrohungen durch Naturkatastrophen, Folgen des russischen Angriffskriegs in Europa und Sabotageakte ist das eine begrüßenswerte Zielsetzung. Eile auf dem Weg zum Ziel war allerdings nicht eingeplant.
Blick auf die Weltwirtschaft
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: der Weltwirtschaftsgipfel in Davos, der Cyber Insurance Talk des Instituts für Versicherungswesen und die Jahresvorschau des IT-Dienstleisters Earnix
Schadenfreude fehl am Platz
Kommentar Erst Wefox, dann Cogitanda, jetzt Element. Die jüngsten Nachrichten aus der Insurtech-Szene laden zu einem Abgesang auf die jungen Unternehmen ein, die einst mit großen Versprechungen angetreten waren. Mancher Versicherungsvorstand dürfte sich bestätigt fühlen. Jetzt in Schadenfreude zu verfallen, wäre aber falsch. Für die Versicherer ist es keine gute Nachricht, wenn sie von außen nicht mehr unter Druck gesetzt werden – auch im Hinblick auf die künstliche Intelligenz.
Lohrmanns Verunsicherung: Auf Partnersuche
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Kontakt-Café zur besseren Solvenz
Cyberattacken bleiben Hauptrisiko für Unternehmen
Meinung am Mittwoch Das diesjährige Allianz Risikobarometer zeigt, dass Unternehmen jeglicher Größe Cybervorfälle zum vierten Mal in Folge als Top-Risiko einschätzen. Vor allem die zunehmende Abhängigkeit von neuen Technologien sowie die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz beschäftigt die Firmen. Größte Sorge sind jedoch weiterhin Datenpannen oder Ransomware-Angriffe. In Deutschland treiben die Unternehmen neben Cyber und Betriebsunterbrechungen vor allem Naturkatastrophen um.
Mehr Flexibilität durch Captives
The Long View – Der Hintergrund Angesichts neuer und komplexer werdender Risiken greift eine ausschließliche Fixierung auf traditionelle Versicherungslösungen oft zu kurz. Vielmehr sollten Unternehmen ihren Horizont erweitern und alternative Formen zur Risikofinanzierung wie Captives und andere Modelle der Risikoeigentragung in Betracht ziehen. Wann solche Konzepte Sinn machen und was es zu beachten gilt.
Host-Ablöse: Was lange währt, wird doch noch nichts
Digitaler Dienstag Es ist der Beginn eines besonderen Jahres, nicht nur politisch. Wir befinden uns genau in der Mitte zwischen 2000 und 2050. Während sich die Welt in puncto Digitalisierung stark verändert hat, laufen bei vielen Versicherern noch hostbasierte IT-Kernsysteme von früher, deren ursprünglich geplanter Termin für die Abschaltung schon längst verstrichen ist beziehungsweise mehrfach verschoben wurde. Warum verzögern sich Host-Ablösungen und was bedeutet das für den laufenden Betrieb und auch die Zukunftsfähigkeit?












