Leute – Aktuelle Personalien Der Industrieversicherer HDI Global treibt die Verjüngung seines Vorstands voran. Am 1. Dezember 2019 wird der 48-jährige Yves Betz (Bild), der bisher bei der Zurich Deutschland das Firmen- und Industriekundengeschäft verantwortet hat, Teil des Führungsgremiums. Betz folgt auf Stefan Sigulla, der den Vorstand bereits zum 31. August verlässt. Mit Betz Bestellung ändert sich auch der Zuschnitt des Vorstandsressorts. Statt wie Sigulla das Haftpflichtgeschäft zu verantworten, wird Betz für die Regionen Europa sowie Nord- und Südamerika zuständig sein.
Industrieversicherung
Große Bauprojekte verursachen höhere Schäden
Die technischen Versicherer, die große Bauprojekte absichern, werden mit immer höheren Schäden konfrontiert. Da die Projekte immer größer werden, steigt auch das Risiko für die Versicherer – Schäden in dreistelliger Millionenhöhe sind nicht auszuschließen, so der Industrieversicherer Allianz Global Corporate & Specialty. Das Unternehmen hat für eine Studie Schäden aus den vergangenen fünf Jahren analysiert. Eine gute Nachricht gibt es auch: Die Prämien in der Sparte sind in einigen Bereichen gestiegen.
Cyber wird zum Problem für D&O-Versicherer
Verletzen Manager ihre Pflichten, können Sie in Anspruch genommen werden und haften mit ihrem Privatvermögen. Hier springt die D&O-Versicherung ein. Immer öfter werden die D&O-Versicherer jetzt mit Ansprüchen konfrontiert, die aus Cybervorfällen stammen, hat Marcel Armon, Geschäftsführer beim Spezialmakler Hendricks, beobachtet. Haben Unternehmen keine Cyberversicherung, die für den Schaden aufkommen könnte, landen die Fälle schon mal beim D&O-Versicherer. Denn: Ein Managementfehler lässt sich leicht konstruieren, sagt Armon.
XL-Einheiten treiben Umbau von Axa-Gruppe voran
Dank der guten Ergebnisse der Axa XL-Einheit, in der das Industrie- und Rückversicherungsgeschäft der Axa gebündelt ist, verzeichnete der französische Versicherer im ersten Halbjahr 2019 einen operativen Gewinn von 3,6 Mrd. Euro. Das entspricht einem Plus von 7 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Allerdings konnten das Neugeschäft und gestiegene Preise nicht die durch den Verkauf von Axa Equitable gesunkenen Einnahmen ausgleichen. Außerdem drückte der gesunkene Marktwert von Derivaten zusätzlich auf den Nettogewinn. Er sank um 19 Prozent, nachdem er bereits im ersten Halbjahr 2018 und zum Ende 2018 gefallen war.
Gehackte Bank hat Cyberpolice
Es ist der wohl größte Datendiebstahl bei einer US-Bank, den es jemals gab: Eine Hackerin hat dem Kreditinstitut Capital One Daten von rund 106 Millionen Kunden aus den USA und Kanada gestohlen, die Kreditkarten bei der Bank beantragt hatten. Das könnte auch ein Fall für die Cyberversicherer des Unternehmens werden. Capital One hat eine Cyberpolice über 400 Mio. Dollar. Die Bank rechnet mit Kosten zwischen 100 und 150 Mio. Dollar durch den Vorfall. Analysten bezweifeln aber, dass das ausreicht.
Wie Berger Swiss Re Corso drehen will
Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re hat im ersten Halbjahr 953 Mio. Dollar verdient – rund 50 Mio. Dollar weniger als im Vorjahr. Der Rückgang geht auf das Konto des Industriegeschäfts, in dem die Schweizer einen Verlust hinnehmen mussten. Der neue Spartenchef Andreas Berger stellte die Maßnahmen vor, mit der er den Bereich bis 2021 wieder profitabel machen will. Analysten zeigten sich von den Halbjahresergebnissen insgesamt positiv überrascht. Dass die Erwartungen übertroffen wurden, liege vor allem an der Schadenrückversicherung und dem Ergebnis aus Kapitalanlagen.
Generali bekommt neuen Industriechef
Leute – Aktuelle Personalien Der italienische Versicherer Generali bekommt zum 1. September einen neuen Leiter für die Industrieversicherung: Manlio Lostuzzi (Bild), bisher Chef des Generali-Direktversicherers Genertel, übernimmt den Posten von Paolo Ribotta, der Global Head of Employee Benefits wird. Der Schritt ist Teil einer Neuorganisation, mit der Generali seine Italientochter mit den globalen Geschäftseinheiten enger verzahnen will. Außerdem: Die Versicherungsplattform Smart Insurtech AG verkleinert ihren bisher achtköpfigen Vorstand auf drei Mitglieder. Bei Willis Towers Watson und Markel gibt es neue Cyberchefs. Der Industrieversicherer Axa XL hat eine neue Head of Financial Lines, und zum Makler Marsh kehrt ein alter […]
Gewerbeversicherung24: Name neu, Strategie neu
Der Online-Makler Gewerbeversicherung24 benennt sich um. Er wird künftig Thinksurance heißen und als Technologieanbieter arbeiten. Ein Grund dafür ist, dass der Markt für Gewerbeversicherungen immer noch größtenteils offline geprägt ist. Der Online-Makler Gewerbeversicherung24 soll vorerst als Marke erhalten bleiben, könnte später aber auch verkauft werden, sagte Mitgründer und Geschäftsführer Christopher Leifeld dem Versicherungsmonitor. Als Softwareanbieter will Thinksurance ins Ausland expandieren, erste Projekte sind bereits geplant.
Hiscox sieht Licht bei den Preisen
Der britische Versicherer Hiscox sieht Grund für Optimismus. Die Preise am Londoner Versicherungsmarkt Lloyd’s sind gestiegen. Auch in der Rückversicherung lief es für Hiscox im ersten Halbjahr 2019 besser als im Vorjahreszeitraum. Allerdings hat der Versicherer mit hohen Schäden zu kämpfen. Insgesamt stiegen die Prämieneinnahmen im ersten Halbjahr um 4,9 Prozent auf rund 2,3 Mrd. Dollar. Der Vorsteuergewinn erhöhte sich dank hoher Kapitalerträge um 3 Prozent auf 168 Mio. Dollar. Zufrieden zeigt sich Chairman Robert Childs mit den Geschäften in Deutschland, hier will Hiscox weiter wachsen, auch personell.
Cyberversicherung: lukrativ, aber gefährlich
Die Cyberversicherung kann als relativ junge Sparte Schadenversicherern enorme Wachstums- und Ertragschancen bieten. Voraussetzung ist allerdings, dass die Anbieter die damit verbundenen Risiken adäquat bewerten. Zu diesem Ergebnis kommt die Ratingagentur Moody’s in einem aktuellen Bericht. Die Analysten sehen es kritisch, dass die Versicherer noch wenig Erfahrung im Umgang mit Cyberrisiken haben. Zudem sorgen sie sich um das Kumulrisiko für die Branche und das bislang sehr uneinheitliche Angebot an Deckungen.
FM Global kritisiert Unternehmenskunden
Die Schäden durch Anlagenausfälle bei Industriekunden steigen, zeigt die Schadenstatistik des Industrieversicherers FM Global. Die Gesellschaft gibt dafür den Kunden eine Mitschuld. Sie würden angesichts der guten Wirtschaftslage Wartungsmaßnahmen verzögern, weil sie ihre Maschinen nicht für Präventivmaßnahmen außer Betrieb nehmen wollen. Außerdem mahnt der Versicherer an, dass die Unternehmen ihre Mitarbeiter besser im Umgang mit den Maschinen schulen sollten. Bei fast der Hälfte der Schäden durch Anlagenausfälle haben Menschen eine Rolle gespielt, so FM Global.










