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Berkshire macht Milliardengewinn mit Geico

Die Beteiligungsgesellschaft der Investorenlegende Warren Buffett hat nach einem Verlust im Vorjahr 2023 einen Gewinn von fast 100 Mrd. Dollar erzielt. Dabei profitierte Berkshire Hathaway auch von einem Milliardengewinn im Versicherungsgeschäft, wobei der Autoversicherer Geico den höchsten Beitrag lieferte. Die Gesellschaft hatte in der Vergangenheit mit Kündigungen für Negativschlagzeilen gesorgt.

Industrieversicherer lassen gutes Geschäft liegen

 Exklusiv  Anders als im Privatkundengeschäft laufen viele Prozesse in der Industrieversicherung nach wie vor nicht digital. Viele Arbeitsschritte müssen händisch erledigt werden. Das kostet wertvolle Arbeitszeit von gut ausgebildeten Spezialisten und in vielen Fällen die Versicherer auch Geschäft, sagt Kennet Otto, Leiter für den Bereich gewerbliches und industrielles Underwriting beim Berater und Makler Willis Towers Watson (WTW). Im Interview mit dem Versicherungsmonitor berichtet er, wie es besser gehen könnte.

Allianz mit breiter Brust

Die Allianz meldet Rekordgewinne für 2023 und erwartet ähnliche Zahlen für das laufende Jahr. In der Schaden- und Unfallversicherung lief es für den Konzern etwas schlechter als erwartet, aber in der Lebens- und Krankenversicherung sowie der Vermögensverwaltung besser. Die neue Finanzchefin Claire-Marie Coste-Lepoutre sagte, in Deutschland sei das technische Ergebnis der Allianz in der Kfz-Versicherung zehn Prozentpunkte besser als der Rest des Marktes. Konzernchef Oliver Bäte nahm Stellung zu prominenten Abgängen wie dem von Finanzchef Giulio Terzariol und Industrie-Chef Joachim Müller.

Umstrittenes LNG in Portfolien deutscher Versicherer

Vier große deutsche Erst- und Rückversicherer sind an der Versicherung von Flüssiggas-Terminals (LNG) in den USA beteiligt. Das zeigt ein Bericht von Umweltschutzorganisationen, darunter Urgewald. Die Organisation kritisiert, dass dies nicht mit den Nachhaltigkeitsstrategien der Versicherer vereinbar ist. In den USA ist LNG außerdem nicht nur mit Umweltschutzproblemen verknüpft.

Zurich steigert Gewinn und Prämie

Der Schweizer Versicherer Zurich konnte mit seinen Ergebnissen für das vergangene Jahr die Erwartungen der Analysten übertreffen. Der operative Gewinn erreichte laut Konzernchef Mario Greco ein Rekordergebnis. Industrie- und Lebensversicherung trugen am meisten zum guten Ergebnis bei. Das Privatkundengeschäft in der Schaden- und Unfallversicherung verlief schwächer. Beim geplatzten Verkauf eines Leben-Bestandes an den Abwickler Viridium will Zurich jetzt die Optionen prüfen.

Zufriedene Axa setzt sich neue Ziele

Die französische Axa hat ihren Gewinn im vergangenen Jahr auf 7,2 Mrd. Euro gesteigert und will ihre Anteilseigner mit einer um 16 Prozent höheren Dividende belohnen. Vorstandschef Thomas Buberl gab bei der Vorstellung der Zahlen die Ziele für die neue Strategie bis 2026 aus. Axa sei bestens aufgestellt, um in eine Phase des beschleunigten Wachstums einzutreten.

Cyber: Schadet oder nutzt der neue Kriegsausschluss?

Bisher war ein Kriegsausschluss in der Cyberversicherung, wie ihn Lloyd’s of London vorsieht, vor allem bei der Versicherung großer Konzerne verbreitet, durch die Anpassung der Musterbedingungen des Versichererverbands GDV könnten jetzt auch kleinere Firmen solche Klauseln zunehmend in ihren Verträgen finden. Ob das für sie vor allem Nachteile oder doch auch Vorteile hat, darüber scheiden sich die Geister von Cyberexperten. Mehr Kundenfreundlichkeit sehen sie aber in einer Klarstellung des GDV zum Thema „grobe Fahrlässigkeit“.

Swiss Re macht einen Haken unter 2023

Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Swiss Re hat sein Gewinnziel 2023 mit einem Ergebnis von 3,2 Mrd. Dollar erreicht. Damit hat der Versicherer ein Vielfaches des Vorjahres verdient. Alle Sparten mit Ausnahme der Tochter für Digitalgeschäft Iptiq lieferten einen Beitrag, das Kapitalanlageergebnis legte deutlich zu. Vorstandschef Christian Mumenthaler kündigte eine um 6 Prozent höhere Dividende an und bestätigte das Gewinnziel 2024.

Munich Re tastet sich an KI-Risiken heran

Künstliche Intelligenz (KI) wird Wirtschaft und Gesellschaft massiv verändern. Kein Wunder, dass die Technologie viele neue Risiken mit sich bringt. In einem Whitepaper haben Experten der Munich Re in San Francisco zusammengestellt, wie KI für Unternehmen Schäden verursachen kann und welche Versicherungsmöglichkeiten es gibt. Auch die Wirkung von KI-Schäden auf traditionelle Policen wird besprochen. Natürlich wirbt der Rückversicherer damit auch für eigene Deckungen, aber interessant ist das Papier allemal.

Marc Nofri wechselt zu GGW

 Exklusiv  Paukenschlag bei den Konsolidierern: Makler-Schwergewicht Marc Nofri wechselt von MRH Trowe zum Rivalen GGW Group. Nofri spielte bei MRH Trowe bislang eine wichtige Rolle in den Bereichen Platzierung und Beziehungen zu Versicherern. Sein eigenes Maklerunternehmen in Neuss hatte er 2019 an MRH Trowe verkauft. Bei GGW wird er sich als Geschäftsführer der Tochtergesellschaft Leading Brokers United ebenfalls um die Beziehungen zu Versicherern kümmern. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei AIG in der DACH-Region, Acrisure und Lumera.

Sompo erhält Erstversicherungslizenz für Frankreich

Der Spezialversicherer Sompo International verfügt jetzt über eine Erstversicherungslizenz für Frankreich. Der zum japanischen Versicherungsriesen Sompo Holdings gehörende Anbieter treibt damit den Ausbau des Geschäfts in Kontinentaleuropa unter der Führung des ehemaligen Zurich-Managers Ralph Brand voran. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen eine Erstversicherungslizenz für die Schweiz erhalten und das Europa-Team weiter ausgebaut.

Gallagher bereitet Zukäufe vor

 Exklusiv  Im vergangenen Jahr hat der US-Makler Gallagher 51 Übernahmen gestemmt, er kann 3,5 Mrd. Dollar für Zukäufe ausgeben. Jetzt will der Konzern einen Teil davon auch in Deutschland einsetzen. Eine erste Übernahme ist mit dem Spezialmakler Köberich bereits gelungen. Im Interview sprechen Nepomuk Loesti, Chief Commercial Officer von Gallagher in Europa (Bild), und Gründer Harald Köberich über die Übernahmepläne, den Zustand des Marktes in D&O und Cyber und warum Gallagher sich immer noch als Familienunternehmen sieht.

Google will Captive bei Lloyd’s gründen

Laut Medienberichten diskutiert der Internetgigant Google mit Lloyd’s darüber, ein sogenanntes Captive Syndicate im Londoner Versicherungsmarkt aufzusetzen. Eine Vorab-Genehmigung vom Lloyd’s Council soll bereits vorliegen. Der Managing General Agent Apollo soll das Underwriting übernehmen. Mit den neuen Captive Syndicates will Lloyd’s den Trend zu firmeneigenen Versicherern nutzen und diesen Firmen die Vorteile des Londoner Versicherungsmarktes zugänglich machen.

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