Der Internetriese Amazon ist genervt vom komplizierten Prozedere der klassischen Versicherer, wenn es darum geht, Cyberpolicen für Kunden seines Cloud-Anbieters AWS zu finden. Laut Berichten des US-amerikanischen Computermagazins CRN startet er deswegen jetzt mit Partnern sein eigenes Cyberprogramm. Vor allem kleine und mittelständische US-Unternehmen, die bereits AWS-Kunden sind, sollen von dem Angebot profitieren. AWS verspricht ein Cyberangebot innerhalb von zwei Tagen. Partner sind unter anderem der Makler Marsh und der Cyberversicherer Cowbell.
Insurtech
Bei der Generali dreht sich das Personalkarussell
Leute – Aktuelle Personalien Die Generali Deutschland bekommt mit Edoardo Malpaga einen neuen Finanzchef und wartet auch mit weiteren personellen Veränderungen auf, unter anderem bei der Tochtergesellschaft Badenia. Auch das Insurtech Wefox strukturiert seine Führungsriege um. Neuigkeiten gibt es zudem bei der europäischen Maklervereinigung Bipar, dem Maklerverbund Vema, der Allianz Re, der Universa und dem Deutschen Institut für Altersvorsorge.
Versicherer halten sich mit Disruption zurück
Wenn es um Innovationen geht, sind die meisten Versicherer aktuell vor allem damit beschäftigt, ihr Kerngeschäft zukunftstauglich aufzustellen. Neuerungen mit disruptivem Potenzial sind in der deutschsprachigen Versicherungswelt im Vergleich deutlich seltener zu finden. Zu diesem Schluss kommt das Insurlab Germany in einer aktuellen Studie. Die Erhebung zeigt auch, dass Insurtech-Zukäufe nicht die größten Innovationstreiber sind. Die Hälfte aller neuen Geschäftskonzepte entsteht aus strategischen Kooperationen mit Minderheitsbeteiligung.
AfW: Robo-Berater sind (noch) keine Konkurrenz
Versicherungsvermittler sehen in Robo-Beratern keine Konkurrenz. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Finanzdienstleistungsverbands AfW unter rund 1.300 Vermittlerinnen und Vermittlern. Vor allem die Altersvorsorge ist aufgrund ihrer Komplexität eine Sparte, in der menschliche Beratung weiterhin bevorzugt wird. Die Umfrage zeigt außerdem, dass mobile Endgeräte in der Beratung noch keine große Rolle spielen. Das dürfte auch mit dem Durchschnittsalter der Vermittlerschaft zu tun haben.
Ergo: Virtuelle Beratung in den Alpen
Der zur Munich Re gehörende Versicherer Ergo bringt in Zusammenarbeit mit der Technologieagentur Demodern und dem Meta-Konzern eine App auf den Markt, über die Kundinnen und Kunden Policen in einer virtuellen Umgebung abschließen können. Von der sogenannten Ergo-VR-Experience verspricht sich der Versicherer, jüngere Zielgruppen spielerisch an Versicherungen heranzuführen und einen zusätzlichen Kommunikationskanal für den Vertrieb zu etablieren.
Stockhorst: Dentolo ist wachstumsstärkstes Insurtech
Peter Stockhorst, Zurich-Vorstand und Chef des Direktversicherers DA Direkt, ist vier Jahre nach der Übernahme von Dentolo hochzufrieden. Das Unternehmen sei das wachstumsstärkste Start-up im deutschen Versicherungsmarkt, berichtete er bei einem Pressegespräch. Der Anbieter, der auf Krankenzusatzversicherungen spezialisiert ist und unter der Marke Petolo inzwischen auch Tierpolicen anbietet, hilft DA Direkt dabei, die Abhängigkeit von der Kfz-Sparte zu reduzieren. Auch die Gruppe insgesamt profitiert von großen Synergieeffekten bei der digitalen Transformation.
Start-up Wechselgott ist insolvent
Exklusiv Das Leipziger Start-up Wechselgott hat Insolvenz angemeldet. Das bestätigte Geschäftsführer Werner Kräutlein dem Versicherungsmonitor. Ein halbes Jahr lang hatte das 2019 gegründete Unternehmen mit rund 30 Mitarbeitern vergeblich nach Geldgebern oder einem potenziellen Käufer gesucht. Das Geschäftsmodell beruht auf der Auswertung von Bankdaten der Kunden, auf deren Basis Wechselgott Vorschläge für günstigere oder bessere Verträge im Bereich Energieversorgung und Versicherungen macht. Es gibt ein Kooperationsprojekt mit der R+V. Wie es jetzt weitergeht, ist unklar.






