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Generali Deutschland verlagert Mitarbeiter

Die operativen Einheiten der Generali Versichererungen werden in Zukunft keine eigenen Mitarbeiter mehr beschäftigen. Die Angestellten werden auf die Generali Deutschland AG übergehen, sagte Generali-Vorstand Torsten Utecht. Die Gruppe wird aber weiterhin aus drei verschiedenen juristischen Personen bestehen. Davon unberührt bleiben die Mitarbeiter in den anderen Generali-Gesellschaften wie Aachen Münchener, Cosmos Direkt oder Central.

MLP mit Gewinnwarnung

Der Finanzvertrieb MLP wird sein Gewinnziel wahrscheinlich erneut verfehlen. In diesem Jahr wollte das Unternehmen eigentlich ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von mehr als 39 Mio. Euro einfahren. Dieses Ziel werde voraussichtlich nicht erreicht, teilte der Vertrieb mit. Gründe sind ein schlechtes drittes Quartal und ein schwächelndes Geschäft im Altersvorsorgebereich. Schon 2013 und 2014 hatte das Unternehmen seine Gewinnprognosen nicht erreicht.

Netta: „Ein neuer Managertypus wird gesucht“

Christoph Netta, Managing Partner bei der Münchener Firma Heads!, gehört zu den bekanntesten Headhuntern in der Versicherungsbranche. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erklärt Netta, warum die Unternehmen angesichts der Digitalisierung einen neuen Managertyp suchen, wie schwer sie sich mit dem dringend benötigten Umbau ihrer Führungskultur tun, warum der Chief Operating Officer (COO) immer wichtiger wird und warum sich das Leitbild des Vertriebschefs gerade zwei Mal gewandelt hat. Netta sagt auch, welchen Hauptfehler aufstiegswillige Manager in der zweiten Reihe machen können – und Vorstände, die in ihrem Job alt werden wollen.

US-Markt: Cyber-Prämien vor starkem Anstieg

Cyber-Versicherungen sind in den USA schon deutlich weiter verbreitet als in Deutschland. Die Zahl der Schäden ist hoch. Jetzt reagieren die Versicherer. Besonders gefährdeten Unternehmen drohen saftige Prämienerhöhungen, schreibt der Industrieversicherungsmakler Willis in einem aktuellen Bericht. Die Cyber-Versicherung ist allerdings eine Ausnahme. In den meisten anderen Industrieversicherungssparten werden die Preise auch 2016 sinken, so Willis.

Willaert: „Ich vermisse aktives Zuhören“

Jo Willaert ist Risikomanager bei Agfa-Gevaert in Belgien und neuer Präsident der europäischen Risikomanagervereinigung Ferma. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor kritisiert er, dass Versicherer bei der Entwicklung von neuen Produkten wie Cyber-Policen noch viel zu sehr in den Linien der traditionellen Sparten denken. Statt im stillen Kämmerlein an Innovationen zu tüfteln, sollten sie herausfinden, was Kunden wirklich wollen. Willaert sieht hier große Chancen für Makler.

Digitalisierung wird Stellen kosten

Die Digitalisierung wird deutliche Auswirkungen auf die Beschäftigenzahlen der Versicherungswirtschaft haben, hieß es auf einer Fachkonferenz. Zurich-Vorstand Marcus Nagel rechnet damit, dass es in zehn Jahren ein Drittel weniger Mitarbeiter in Vertrieb und Innendienst gibt. Auch der Verkauf von Policen über das Internet wird stark steigen. Bis zu 50 Prozent der Verträge werden in Zukunft online vertrieben werden, erwartet Arag-Vorstand Hanno Petersen.

Herbert Fromme

Japanische Miniversicherung mit Folgen

 Herbert Frommes Kolumne  Der japanische Versicherer Tokio Marine Nichido verkauft Tagespolicen für junge Autofahrer, die sich einen Wagen bei Eltern oder Freunden leihen. In deren normalen Versicherungen sind junge Fahrer fast immer ausgeschlossen. Die Verträge sind einfach, billig und nur per Smartphone abschließbar. Dennoch machen sie auch den Vertretern Freude – weil Tokio Marine sie klug in den Agenturvertrieb eingebunden hat.

Swiss Re arbeitet mit IBM-Computer „Watson“

Der Rückversicherer Swiss Re will sein Underwriting mit der Analyse von bisher ungenutzten unstrukturierten Daten verbessern und hat dafür eine Zusammenarbeit mit dem IT-Unternehmen IBM vereinbart. Dessen Supercomputer „Watson“ soll große Datenmengen analysieren und Underwriter mit passgenauen Informationen versorgen. Das könnte Swiss Re im Wettbewerb mit branchenfremden Konkurrenten einen entscheidenden Vorteil verschaffen.

Lebensversicherer vor Konsolidierung

Die Zahl der Lebensversicherer in Deutschland wird sich in den nächsten Jahren deutlich verringern, erwarten Teilnehmer einer Fachkonferenz in Köln. Das könne vor allem mittelgroße Anbieter betreffen, sagte Stuttgarter-Vorstand Wolfgang Fischer (Bild). Versicherungsanalyst Michael Huttner betonte, dass das Thema Kosten für die Anbieter das Wichtigste sei.

Bipro will Industrieversicherung standardisieren

Jeder Industrieversicherer kommuniziert auf andere Weise mit Maklern und tauscht mit ihnen Informationen aus. Das führt bei den Vermittlern zu hohem Verwaltungsaufwand. Nachdem bereits zahlreiche Projekte zur Standardisierung der Prozesse in der Industrieversicherung gescheitert sind, wagt sich jetzt das Brancheninstitut für Prozessoptimierung (Bipro) an das Thema heran. Zunächst soll es um Normen für Bestandsprozesse wie Jahresabfragen gehen, dann will sich das Institut die Risikofragebögen im Neugeschäft vornehmen.

Lebensversicherung: Zurich gibt Klassik ganz auf

Der Versicherer Zurich will das bereits stark eingedampfte Geschäft mit klassischen Verträgen ganz aufgeben. Bislang verkauft das Unternehmen solche Policen unter anderem noch über die Deutsche Bank. Stattdessen stärkt Lebens-Chef Marcus Nagel den Absatz von fondsbasierten Einmalbeitragspolicen. Angesichts der demographischen Entwicklung sieht er hier großes Potenzial. Außerdem arbeitet das Unternehmen an der Digitalisierung von Prozessen. Im Fokus stehen Kundenkommunikation und elektronische Vertragsverwaltung.

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