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Die Woche in Bildern 16/2023

Eine explodierte Rakete, eine Fanaktion des BVB, die Protestaktion eines Klimaaktivisten bei einem Snookerturnier, ein eingestürztes Parkhaus in New York und die schon sehr lange anhaltende Dürre bei Barcelona: In unserer Woche in Bildern stellen wir Ihnen Eindrücke der vergangenen sieben Tage zusammen.

Christoph Netta ist gestorben

Christoph Netta, einer der wichtigsten Headhunter in der Versicherungswirtschaft, ist am 20. April 2023 im Alter von 64 Jahren gestorben. Netta war ein unglaublich gut vernetzter und kluger Berater. Viele Trends in der Branche sah er sehr früh, auch, welche Spitzenkräfte dafür gebraucht werden. Zahlreiche Manager bei Banken, Versicherern und Vermögensverwaltern verdanken Netta, dass er sie richtig einschätzen konnte und an den passenden Platz gebracht hat. Die Firma NWP, die er zusammen mit Inken Peters und Ingo Wagner gegründet hat, wird weiterarbeiten.

Wefox Insurance steigert Beiträge und Verlust

Der Versicherer Wefox Insurance, der zur milliardenbewerteten Versicherungs- und Vermittlungsgruppe Wefox gehört, hat seine Beitragseinnahmen 2022 um mehr als das Dreifache gesteigert. Besonders gut lief das Geschäft mit sogenannten Kurzabsenz-Policen in der Schweiz. Allerdings ist auch der Verlust gewachsen. Der Versicherer sieht sich aber auf Kurs, um schnell die Gewinnzone zu erreichen.

Aktuar Ruß: Riester-Aus wäre ein fatales Signal

Die Regierung hat sich zwar auf einen Bestandsschutz für die Riester-Rente geeinigt, welches Schicksal dieser staatlich geförderten Vorsorgeform genau droht und wie private Altersvorsorge in Deutschland allgemein künftig ausgestaltet wird, ist aber weiter unklar. Nach Ansicht von Jochen Ruß vom Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften sollte die Politik die private Altersvorsorge besser auf Basis von Riester reformieren als ein neues Konstrukt daneben zu stellen. Letzteres wäre auch für jüngere Generationen ein fatales Signal.

Moody’s sieht (noch) geringe Stornogefahr

Es ist der Albtraum eines jeden Lebensversicherers: Die Kunden kündigen massenweise ihre Verträge, weil Banken bessere Konditionen bieten. Um sie ausbezahlen zu können, müssen die Versicherer vor allem Anleihen verkaufen und die stillen Lasten realisieren, die sich aufgrund der steigenden Zinsen gebildet haben. Auch wenn einzelne Anbieter wie die italienische Eurovita bereits mit steigenden Stornos zu kämpfen hatten, hält die Ratingagentur Moody’s das Risiko für die gesamte europäische Branche noch für gering. Doch die Konkurrenz durch die Banken steigt.

Rupprecht wird Konzernchef von Helvetia

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Schweizer Versicherer Helvetia bekommt einen neuen Chef. Fabian Rupprecht tritt in die Fußstapfen von Philipp Gmür, der das Unternehmen nach 30 Jahren verlassen hat. Rupprecht kommt von der niederländischen NN-Group. Außerdem: Swiss Re ernennt einen neuen Chief Underwriting Officer. Der Makler BMS bekommt eine neue Chief Financial Officer. MS Amlin bekommt zwei neue Personalzugänge und die Munich Re-Tochter MRSI ernennt eine neue Chief Executive Officer.

Neuer Cyber-Ausschluss beunruhigt Lloyd’s-Kunden

Die Entscheidung des Versicherungsmarkts Lloyd’s, staatlich gestützte Cyberangriffe aus den Standarddeckungen auszuschließen, sorgt für Unruhe bei großen Kunden. Laut einem Bericht der Financial Times hat die Bank of America in direkten Gesprächen mit Lloyd’s Bedenken geäußert. Lloyd’s argumentiert, der Ausschluss schaffe Klarheit angesichts der schwierigen Grenzziehung zwischen kriegerischen Auseinandersetzungen, die generell ausgeschlossen sind, und solchen durch staatlich gelenkte Akteure.

HDI: „Die Komplexität muss raus“

Die Mobilität ist im Wandel: Shared Mobility ist auf dem Vormarsch, E-Autos lösen Verbrenner ab, Fahrzeuge werden künftig verstärkt über Abo-Modelle gemietet und nicht mehr gekauft. Hinzu kommt, dass viele jüngere Menschen anders als die Generation ihrer Eltern und Großeltern kaum noch Wert darauf legen, ein eigenes Auto zu besitzen. Die Kfz-Versicherer müssen sich schnell radikal wandeln, fordert HDI-Vorstand Herbert Rogenhofer. Nur dann haben sie in Zukunft einen festen Platz in der Wertschöpfungskette Mobilität.

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