Die Debeka hat ihren Anteil am Gesundheitsnetzwerk „Wir für Gesundheit“ von einem Drittel auf 90 Prozent aufgestockt. Die verbliebenen 10 Prozent bleiben bei den privaten Klinikketten Helios und Asklepios. Mit dem Schritt stärkt der größte private Krankenversicherer seine Position in der betrieblichen Krankenversicherung.
Nachrichten
Smart Insurtech meldet Cyberangriff
Der Berliner Softwareanbieter Smart Insurtech muss einen Cyberangriff abwehren. Einige Online-Dienste des Unternehmens wurden deshalb zwischenzeitlich abgeschaltet. Der aktuelle Angriff reiht sich in eine Serie von Attacken auf Unternehmen der Branche ein. Die BaFin sieht das mit Sorge.
Wefox sammelt weitere 55 Mio. Dollar ein
Zu den 400 Mio. Dollar, die Wefox bei einer Series-D-Finanzierungsrunde im vergangenen Sommer eingesammelt hat, gesellen sich laut einem Handelsblatt-Bericht weitere 55 Mio. Dollar, die bestehende und neue Geldgeber bei einem sogenannten „Second Closing“ zur Verfügung gestellt haben. Firmenchef Julian Teicke sieht es als Erfolg, dass das Start-up im Gegensatz zu anderen Jungunternehmen dabei keinen Einbruch seiner Bewertung hinnehmen musste. Sie liegt nach Wefox-Angaben weiterhin bei 4,5 Mrd. Dollar. Der Druck, nach inzwischen 1,3 Mrd. Dollar an Investorengeldern möglichst bald Gewinn zu erzielen, bleibt allerdings bestehen.
Kununu: Makler Funk erhält gemischte Signale
Exklusiv Die Funk-Gruppe hat zuletzt sehr unterschiedliche Bewertungen auf der Arbeitnehmer-Plattform Kununu erhalten. Sie sind entweder sehr negativ oder äußerst positiv ausgefallen und werfen die Frage auf, was aktuell bei dem Industrieversicherungsmakler hinter den Kulissen geschieht. Die Bewertungsplattform Kununu ermöglicht es Arbeitnehmern seit 2007, ihren Arbeitgeber hinsichtlich diverser Kriterien zu bewerten.
Dittmann verlässt HDI Deutschland
Leute – Aktuelle Personalien Beim Versicherer HDI Deutschland steht erneut ein Vorstandswechsel im Bereich Vertrieb an. Malte Dittmann (Bild) verlässt das Unternehmen Ende März. Außerdem: Die DEVK Re baut ihre Führungsetage aus. Der Großmakler Aon eröffnet eine Niederlassung in Bremen. Der Maklerversicherer Dialog strukturiert seine Vertriebsorganisation um. Der Makler- und Beratungskonzern Marsh McLennan befördert Christos Adamantiadis, und der Council of Lloyd’s hat einen neuen stellvertretenden Vorsitzenden.
Regierungspapier zur Pflichtversicherung
Die Bundesregierung hat Eckpunkte für eine mögliche Versicherungspflicht für Wohngebäude gegen Elementarschäden erarbeitet. Es geht um eine Deckung mit einem Mindestumfang von 80 Prozent des Neubauwerts und risikoabhängigen Prämien. Die Pflicht soll ohne Kontrolle und Sanktionen auskommen. Die Verfasser sehen das Papier als Grundlage für die weitere Diskussion über die Erhöhung der Versicherungsdichte von derzeit 50 Prozent. Dabei soll es ausdrücklich auch um Ansätze gehen, die ohne eine Pflicht auskommen.
Was Versicherer bei der Transformation falsch machen
Exklusiv Kosten senken, Mitarbeiter motivieren, Prozesse verschlanken, Umsatz maximieren – Versicherer versprechen sich von der Transformation ihres Unternehmens viel. Den hohen Investitionen für Projekte in den Bereichen Kosteneinsparung, Vertrieb, Kapital, ESG, Technologie und Personal stehen oftmals allerdings nur geringe Erträge gegenüber, konstatiert der Strategieberater Strategy& in einer Studie. Die Gesellschaften sollten ihren Ansatz bei der Transformation schleunigst überdenken.
Konsolidierer Acrisure kommt nach Deutschland
Exklusiv Der US-Makler Acrisure will nach Informationen des Versicherungsmonitors in wenigen Wochen das Geschäft in Deutschland aufnehmen. Acrisure aus Grand Rapids im US-Bundesstaat Michigan sieht sich als Konsolidierer im Maklermarkt und bezeichnet sich selbst als „das am schnellsten wachsende Maklerunternehmen in der Branchengeschichte“. Damit tritt ein weiterer aggressiver Aufkäufer von kleinen und mittelgroßen Maklern in Deutschland an.
ESG-Ranking geht in die nächste Runde
Die Nachhaltigkeitsberichterstattung der europäischen Versicherer hat sich im Jahr 2021 erneut verbessert. Zu diesem Ergebnis kommt Carsten Zielke, Geschäftsführer der Zielke Research Consult, der die Nachhaltigkeitsberichte von 20 führenden europäischen Versicherern analysiert hat. Es sei aber nach wie vor ein Problem, dass einige Unternehmen ihre CO2-Emissionen nicht transparent genug darstellen. Crelan und BNP Paribas schneiden besonders schlecht ab, wo hingegen Axa und Zurich sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz liefern. Bei deutschen Versicherern hat es ebenfalls Verbesserungen gegeben.
Briten wollen Solvency II-Reform beschleunigen
Die geplanten Solvency II-Reformen können für die britische Regierung nicht früh genug kommen. Informationen der Financial Times zufolge ist das Finanzministerium aktuell in Gesprächen mit den Versicherern und den Aufsichtsbehörden, um die bestehenden Anforderungen an die Versicherer schneller zu lockern. Die britische Regierung erhofft sich davon eine Art Konjunkturprogramm für das Land.
Junge Briten sind bei Policen keine Online-Fans
Der britische Markt gilt als besonders online-begeistert. Vergleichswebseiten haben hier schon viel früher Einzug gehalten als in Deutschland, in einigen Sparten wie der Kfz-Versicherung werden 90 Prozent der Vertragsabschlüsse über diesen Kanal abgewickelt. Doch ausgerechnet junge Briten entpuppen sich laut einer Umfrage der Technologieberatung Sollers als Online-Muffel. Für den Versicherungsabschluss greifen sie häufiger als ältere Kunden lieber auf Makler, Vertreter, Filialen oder Callcenter zurück. Überraschende Erkenntnisse liefert die Untersuchung auch zu den Themen Embedded Insurance und Bancassurance.
Die Woche in Bildern 6/2023
Schwere Erdbeben in der Türkei und in Syrien, Wald- und Buschfeuer in Chile, ein neuer Campus für die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe, das Großfeuer beim Automobilzulieferer Burgmaier und ein Karnevalsempfang bei der Provinzial Versicherung in Düsseldorf: In unseren Bildern der Woche stellen wir für Sie Eindrücke der vergangenen sieben Tage zusammen.











