Die private Unfallversicherung zählt zu den profitabelsten Sparten der Versicherer. Nach Einschätzung der Ratingagentur Franke und Bornberg leidet sie aber unter einer komplizierten und unübersichtlichen Tariflandschaft. Die Versicherungsbedingungen driften immer weiter auseinander, kritisiert das Unternehmen anlässlich eines aktuellen Ratings. Setzt sich die Entwicklung fort, wird es für die Branche schwieriger, neue Kunden zu gewinnen, prognostiziert Franke und Bornberg.
Nachrichten
Stellenabbau bei Generali Schweiz
Die Generali in der Schweiz plant, die Kosten im Unternehmen zu senken und effizienter zu werden. Dafür will der Versicherer bis Ende des Jahres rund 70 Stellen abbauen und bis Ende 2026 weitere Arbeitsplätze streichen. Dazu sollen ein Einstellungsstopp und die natürliche Fluktuation beitragen. Zuerst hatte das Medium Finews darüber berichtet.
EZB gibt Mediobanca grünes Licht
Die Europäische Zentralbank hat der italienischen Mediobanca grünes Licht für den Kauf der Banca Generali erteilt. Mediobanca will so unter anderem ein feindliches Übernahmeangebot durch die ebenfalls italienische Bank Monte dei Paschi di Siena abwehren. Sie braucht allerdings noch die Zustimmung ihrer Aktionäre, die der Bank diese schon einmal verwehrt haben.
Berlin gefragt zu Rentenpolitik und Altersarmut
Die Bundesregierung soll umfassende Angaben zur Entwicklung der Alterseinkünfte und von Altersarmut liefern. Die Bundestagsfraktion von Die Linke erkundigt sich danach, auf wie hoch Berlin die Zahl derjenigen über 65 Jahre schätzt, die ihren Anspruch auf Grundsicherung aus Scham nicht geltend machen. Auch fragen die Abgeordneten, mit welcher Auswirkung auf die Altersarmut die Regierung durch die geplante Aktivrente rechnet. Und: Wie viele Menschen haben Ansprüche aus allen drei Säulen der Altersvorsorge?
Ist Embedded Insurance sexier als gedacht?
Das Konzept von Embedded Insurance, bei dem Versicherungspolicen in den Kauf eines Produkts integriert werden, beschäftigt viele Versicherer im deutschsprachigen Raum. Jedoch verfolgen nur wenige Gesellschaften Ansätze, um das scheinbar enorme Potenzial zu heben, wie Expertinnen und Experten des Insurlab Germany in einer Studie schreiben. Technologische Lösungen könnten hier ein Game-Changer sein und sogar Versicherungslücken schließen.
Astorg steigt bei Konsolidierer Attikon ein
Der Maklerkonsolidierer Attikon hat einen weiteren Investor gefunden: Das paneuropäische Beteiligungsunternehmen Astorg steigt mit einem nicht genannten Anteil bei der Düsseldorfer Firma ein. Von dem neuen Partner erhofft sich Attikon nicht nur zusätzliches Kapital für weitere Zukäufe, sondern auch Know-how in der technologischen Weiterentwicklung und Digitalisierung von Maklern. Astorg ist auch beim Versicherungssoftware-Anbieter Acturis beteiligt. Attikon will mithilfe des neuen Investors in die Top 10 der Gewerbemakler aufsteigen.
Fachärzteverband sieht Neiddebatte bei Terminen
Es liegt nicht an den Fachärztinnen und Fachärzten, wenn gesetzlich Versicherte länger auf einen Termin warten müssen als Privatpatienten. Das betont der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands. Schuld an den ungleichen Wartezeiten sind seiner Meinung nach die Politik und die gesetzlichen Krankenkassen. Der Verband sieht eine „Neiddebatte“ und fordert stattdessen eine „faktenbasierte Debatte“.
Aktivisten nehmen Axa und AIG ins Visier
Die französische Axa und die US-amerikanische AIG sind das Ziel von Umweltaktivisten. In einer Kampagne namens „Insure our Survival“ werfen sie den Versicherern die Unterstützung des Geschäfts mit Waffen und fossilen Energien vor und wollen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit darauf lenken. Ziel ist es, ihre Marken zu diskreditieren und sie so zum Rückzug aus den Geschäftsfeldern zu zwingen. Den Auftakt machen Veranstaltungen in London.
Dank IFRS: Swiss Re jetzt größter Rückversicherer
Die Swiss Re ist im A.M. Best-Ranking der 50 größten Rückversicherer, die im vergangenen Jahr nach IFRS 17 bilanzierten, auf den Spitzenplatz gezogen. Die Schweizer, die den neuen Rechnungslegungsstandard im Jahr zuvor noch nicht angewandt hatten, haben die Munich Re auf den zweiten Platz verwiesen. Die Ratingagentur vergleicht seit dem vergangenen Jahr die nach IFRS berichtenden Rückversicherer separat von den übrigen.
Investor Third Point darf Rückversicherer werden
Die in Großbritannien ansässige Third Point Investor Limited darf den Rückversicherer Malibu Life Reinsurance übernehmen – und damit selbst zum Rückversicherer werden. Das hat ein Großteil der Investoren in einer Sondersitzung beschlossen. Zuvor hatte es monatelange Streitereien um den Deal gegeben. Investoren hatten die Seriosität der Transaktion angezweifelt. Der hinter Third Point stehende Milliardär Daniel Loeb bediente sich letztlich eines regulatorischen Kniffs.
Rückversicherung: Alles gut außer Haftpflicht
Die Rückversicherer haben im vergangenen Jahr prächtig verdient und dürften auch 2025 Ergebnisse oberhalb ihrer Kapitalkosten einfahren, glaubt die Ratingagentur A.M. Best. Anders als in anderen Preiszyklen könnte die Disziplin bei den Preisen und Bedingungen dieses Mal von Dauer sein. Allerdings wird die Haftpflichtrückversicherung die Anbieter auch weiterhin vor Herausforderungen stellen.
Georgetii neuer Amerika-CCO bei Allianz Trade
Leute – Aktuelle Personalien Stephen Georgetii ist neuer Chief Credit Officer (CCO) für die Geschäfte in Nord- und Südamerika des Kreditversicherers Allianz Trade. Er ist künftig für die Kreditpolitik des Unternehmens verantwortlich. Außerdem: Canada Life Reinsurance wirbt Personal bei der Hannover Rück ab. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim Bermuda-Versicherer Axis Capital sowie beim Spezialversicherer Hiscox in Großbritannien.
Die Woche in Bildern 33/2025
Woche in Bildern Ausgebrannte Fahrzeuge nach den schweren Waldbränden nahe der griechischen Stadt Patras, der Unfall eines Schulbusses am ersten Schultag in der texanischen Stadt Leander, der vor einem Tierheim lodernde Waldbrand in Montenegro, die Entgleisung von 35 Waggons nahe Gordon, Texas, und die Sturzflut nach Starkregen in Kaschmir: In unserer Woche in Bildern stellen wir Eindrücke der vergangenen sieben Tage zusammen.
Berkshire Hathaway unterstützt United Health
2025 war für den US-Krankenversicherer United Health bisher ein schweres Jahr. Im zweiten Quartal musste das Unternehmen seine Gewinnprognose deutlich reduzieren. Der Aktienkurs ist seitdem rapide gefallen. Nun bringt die Beteiligung von Berkshire Hathaway einen kleinen Aufschwung. Der Investmentkonzern hat rund fünf Millionen Aktien erworben. Das könnte weitere Investoren zu Käufen motivieren.













