Leute – Aktuelle Personalien Der kleine Schaden- und Unfallversicherer Häger hat mit Marcus Dierschke einen neuen Vorstand. Der Versicherungsverein aus Ostwestfalen arbeitet ausschließlich mit Maklern zusammen und bietet vor allem Hausrat-, Wohngebäude- und Elementarschadendeckungen an. Außerdem: Der Industrieversicherer Liberty Specialty Markets vollzieht seinen Führungswechsel und der Kreditversicherer Euler Hermes ernennt zwei Regionalchefs für Asien.
Nachrichten
Wido-Chef: GKV wäre kein Abstieg für Beamte
Wenn Beamtinnen und Beamte Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung würden, muss das nicht automatisch eine schlechtere Versorgung für sie bedeuten, findet Klaus Jacobs, Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK. In weiten Bereichen orientierten sich die Beihilfestellen ohnehin schon am Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung. Bei der Arzneimittelversorgung stehen Beamte zum Teil sogar schlechter da als gesetzlich Versicherte, sagt er. Grundsätzlich wünscht sich Jacobs mehr Transparenz in der Beihilfe.
Allianz Leben hängt Konkurrenten ab
Die Allianz hat im ersten Halbjahr 2017 das Neugeschäft in der deutschen Lebensversicherung um satte 24 Prozent gesteigert. Damit baut der Marktführer seine Position weiter deutlich aus. In den Schaden- und Unfallsparten wirkten sich höhere Preise in der Kfz-Versicherung sowie ein wachsendes Firmengeschäft positiv aus. Der Gewinn der Allianz Deutschland stieg um knapp 5 Prozent auf 910 Mio. Euro.
Swiss Re: Weniger Naturkatastrophenschäden
Versicherer mussten im ersten Halbjahr weniger für Katastrophen zahlen. Die versicherten Schäden gingen laut vorläufigen Schätzungen des Rückversicherers Swiss Re im Vergleich zum Vorjahr von 36 Mrd. Dollar auf 23 Mrd. Dollar zurück. Auch die Zahl der gesamtwirtschaftlichen Katastrophenschäden war rückläufig. Die schwersten Ereignisse waren mehrere Gewitter in den USA. Die größte Naturkatastrophe außerhalb der USA war der Zyklon „Debbie“, der im März auf Australien traf.
PKV-Plattform nimmt Gestalt an
Dem Aufbau einer gemeinsamen digitalen Plattform von privaten Krankenversicherern (PKV) steht nichts mehr im Wege. Das Bundeskartellamt hat der Beteiligung der Debeka und der Versicherungskammer Bayern (VKB) an MGS Meine Gesundheit-Services GmbH zugestimmt – einem Joint Venture des Versicherers Axa und des Software-Unternehmens Compugroup Medical. Die Plattform „Meine Gesundheit“ dient der Vernetzung von Privatpatienten, Versicherern, Ärzten und anderen Leistungserbringern. Mit Axa, Debeka und VKB steht sie künftig 3,5 Millionen Vollversicherten offen. Die Krankenversicherer hoffen auf die Beteiligung weiterer PKV-Unternehmen.
Swiss Life steigert Halbjahresgewinn
Der Chef des Schweizer Versicherers Swiss Life Patrick Frost ist nach einer krankheitsbedingten Auszeit zurück an der Unternehmensspitze und kann gute Zahlen für das erste Halbjahr verkünden. Der Reingewinn von Swiss Life stieg um fünf Prozent auf 524 Mio. Schweizer Franken. Die Erträge aus Provisionen und Gebühren legten um 16 Prozent zu auf 222 Mio. Franken. In Deutschland stagnierten die Prämieneinnahmen, die Einnahmen aus Provisionen und Gebühren stiegen leicht.
Wefox kooperiert mit Volkswohl Bund
Das Start-up Wefox – ehemals Financefox – hat mit dem Volkswohl Bund einen weiteren Partner für seine Berliner Innovationswerkstatt gefunden. Gemeinsam wollen die Unternehmen die Digitalisierung des Maklervertriebs vorantreiben. Es ist bereits die vierte Partnerschaft mit einem Versicherer. Der hauseigene digitale Anbieter One steht derweil kurz vor dem Geschäftsstart.
Lösegeld zahlen – oder besser nicht?
Mit Lösegeldforderungen verbundene Hackerattacken wie mit den Trojanern Wanna Cry und Petya werden immer häufiger. Unternehmen stellt das vor die Frage, wie sie mit den Geldforderungen umgehen sollen und welche Möglichkeiten sie ausschöpfen können. Viele Experten raten davon ab, Lösegeld zu zahlen. Damit machen die Unternehmen sich erpressbar, so die Argumentation. Wer häufiger erpresst wurde und gezahlt hat, könnte künftig auch für seinen Versicherungsschutz mehr zahlen müssen.
Hohe Arzneimittelkosten in der PKV
Bei den privaten Krankenversicherern sind die Ausgaben für die Arzneimittelversorgung im Jahr 2015 stärker gestiegen als in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Während die PKV-Unternehmen je Versicherten 6,3 Prozent mehr bezahlen mussten als im Vorjahr, waren es bei den gesetzlichen Krankenkassen 3,8 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP). Danach erhalten Privatpatienten schneller neu auf den Markt gekommene Arzneimittel. Gleichzeitig färben die Regulierungsmechanismen in der GKV offenbar auch auf das Verordnungsverhalten der niedergelassenen Ärzte bei Privatversicherten ab.








