Zusammenschluss auf dem Markt für Versicherungssoftware: Der Mailänder IT-Dienstleister RGI hat rückwirkend zum 1. Januar 2019 das auf Versicherungskernsysteme spezialisierte Nürnberger Softwarehaus Novum zu einem nicht genannten Kaufpreis übernommen. Novum-Geschäftsführer Michael Kraus erhofft sich von der Transaktion positive Effekte auf das internationale Wachstum seiner Firma. Durch den Zusammenschluss entstehe ein Unternehmen mit internationaler Konzernstruktur, das seine Dienstleistungen und Produkte gleichzeitig an den landesspezifischen Anforderungen der Kunden ausrichtet, sagte er im Interview mit dem Versicherungsmonitor.
Rückversicherer
Hiscox sieht Licht bei den Preisen
Der britische Versicherer Hiscox sieht Grund für Optimismus. Die Preise am Londoner Versicherungsmarkt Lloyd’s sind gestiegen. Auch in der Rückversicherung lief es für Hiscox im ersten Halbjahr 2019 besser als im Vorjahreszeitraum. Allerdings hat der Versicherer mit hohen Schäden zu kämpfen. Insgesamt stiegen die Prämieneinnahmen im ersten Halbjahr um 4,9 Prozent auf rund 2,3 Mrd. Dollar. Der Vorsteuergewinn erhöhte sich dank hoher Kapitalerträge um 3 Prozent auf 168 Mio. Dollar. Zufrieden zeigt sich Chairman Robert Childs mit den Geschäften in Deutschland, hier will Hiscox weiter wachsen, auch personell.
Eiopa: Neues Stresstest-Modell mit Klimarisiken
Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa will ein einheitlicheres System für ihre Stresstests einführen. Bisher wird für jeden Test ein eigenes Rahmenwerk geschaffen. In einem aktuellen Konsultationspapier macht sie Vorschläge, wie ein Grundgerüst aussehen könnte. Es beinhaltet unter anderem neue Tests, die auch die Auswirkungen von Klimarisiken abbilden sollen. Außerdem will die Behörde weniger Stresstest durchführen, dafür aber mehr Zeit für die Auswertung der Ergebnisse und entsprechende Verbesserungsvorschläge aufwenden.
Zielke: Korridormethode ist nur Übergangslösung
Die neue Korridormethode für die Berechnung der Zinszusatzreserve wird Lebensversicherern nicht lange Freude bereiten, prognostiziert Analyst Carsten Zielke. Denn nach Berechnung seiner Firma Zielke Research Consult werden bereits 2023 trotz Korridormethode die laufenden Erträge die Verpflichtungen der Anbieter nicht mehr decken können. Deshalb müssten die Versicherer unbedingt ihre Kapitalanlageportfolien diversifizieren. Damit das jedoch überhaupt möglich ist, muss laut Zielke der Rechnungslegungsstandard angepasst werden.
Gefion fällt bei dänischer Finanzaufsicht durch
Nachdem der Kopenhagener Kfz-Versicherer Gefion wegen seiner Schadenregulierung in mehreren Ländern für Negativ-Schlagzeilen gesorgt hat, hat die dänische Finanzaufsicht DFSA das Unternehmen jetzt untersucht. Weil das Managementsystem von Gefion stark von den gesetzlichen Anforderungen abweicht, hat die Aufsicht einen Aufschlag von 5,3 Mio. Euro auf die Solvenzkapitalanforderung erhoben. Die Solvenzquote rutscht dadurch auf 86 Prozent ab. Gefion verfügt damit nicht mehr über genug Eigenmittel zur Deckung des Solvenzkapitalbedarfs und darf auf Anordnung der DFSA das Geschäftsvolumen nicht weiter ausbauen. Gefions Strategie, den Großteil der Risiken und Prämien an Rückversicherer weiterzugeben, weist Parallelen zum Geschäftsmodell des dänischen Kfz-Versicherers Alpha auf, der […]




