Das US-Insurtech Coalition reagiert auf die Knappheit an Rückversicherungskapazität mit der Gründung eines eigenen Rückversicherers. Die Gesellschaft Ferian Re sitzt auf Bermuda und soll Kapazität für die Cyberprogramme von Coalition bereitstellen. Das 2017 gegründete Unternehmen, das unter anderem von der Allianz finanziert wird, war als Assekuradeur gestartet, hat mittlerweile aber auch einen eigenen Risikoträger.
Rückversicherer
Lloyd’s und Aon wollen Kriegsfolgen versichern
Unternehmen sehen sich zurzeit so vielen Problemen gegenüber wie lange nicht. Für viele dieser Herausforderungen ist der russische Krieg gegen die Ukraine zumindest indirekt verantwortlich, heißt es in einem aktuellen Bericht des Versicherungsmarktes Lloyd’s und des Großmaklers Aon. Die beiden Unternehmen haben sich zusammengetan und ein Innovationsforum gegründet, das die Entwicklung neuer Versicherungslösungen für die Folgen des Krieges beschleunigen soll.
Blaschke wechselt von Aon zu WTW
Leute – Aktuelle Personalien Nach acht Jahren beim Großmakler Aon wechselt Nicoletta Blaschke zum Wettbewerber Willis Towers Watson (WTW). Sie wird die neue Leiterin des Geschäftsbereichs Health and Benefits für Deutschland und Österreich. Außerdem: Der Softwareanbieter ePension bekommt einen dritten Geschäftsführer, und Allianz Re ernennt einen neuen Chief Market Officer und gibt zwei Beförderungen bekannt. Bei MS Amlin steigt der Chief Underwriting Officer zum Chef auf.
Riedel verlässt Adesso
Leute – Aktuelle Personalien Adesso-Vorstand Stefan Riedel, davor lange für IBM tätig, verlässt nach drei Jahren das Unternehmen wieder. Offenbar gab es heftige interne Auseinandersetzungen. Außerdem: Die Munich-Re-Tochter Meag ernennt einen neuen Head of ESG & Sustainable Finance, und beim Spezialmakler OCC werden zwei Führungspositionen neu besetzt.
Hurrikan „Ian“ verzögert Erneuerungsrunde
Exklusiv Hurrikan „Ian“ hat in den USA für schwere Schäden gesorgt, Risikoanalysefirmen rechnet damit, dass Sturm- und Flutschäden Versicherer und Rückversicherer über 60 Mrd. Dollar kosten werden. Das wird auch Implikationen für die Vertragsverhandlungen in Europa haben, glaubt Axel Flöring, Chef für Deutschland, Österreich und die Schweiz beim Rückversicherungsmakler Guy Carpenter. Die Hurrikanschäden werden die Erneuerungsrunde weiter verzögern und den Markt weiter verhärten, erklärt er im Interview mit dem Versicherungsmonitor.
Swiss Re Corso will Industrie widerstandsfähig machen
Exklusiv Swiss Re Corporate Solutions, der Industrieversicherer der Swiss Re, will seinen Kunden helfen, deutlich widerstandsfähiger gegen Krisen zu werden. Dafür hat das Unternehmen ein eigenes Softwarepaket entwickelt, das unter dem Namen Risk Data Services angeboten wird. Damit könne ein Industriebetrieb seine Exponierung gegen Risiken auch in den Lieferketten – wie die Sperrung des Suez-Kanals durch das Containerschiff Ever Given im März 2021 – genau analysieren, verspricht Swiss Re Corso jedenfalls. Damit das klappt, legt der Versicherer einen „digitalen Zwilling“ des Kundenunternehmens an.
Hufeld berät Apollo und Athora
Leute – Aktuelle Personalien Der frühere BaFin-Präsident Felix Hufeld ist seit Juni 2022 Senior Advisor der Apollo-Gruppe, zu der auch der Versicherer Athora gehört. Hufeld bestätigte einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg. Er hatte die BaFin Anfang 2021 nach Kritik an der Behörde wegen des Wirecard-Skandals verlassen müssen. Außerdem: Ein früherer Zurich-Experte verstärkt die Beratungsgesellschaft Lurse im Geschäft mit der betrieblichen Altersversorgung, und das Insurtech Wefox holt die Finanzexpertin Helen Heslop in seinen Verwaltungsrat.
Munich Re kauft Softwarefirma von Allianz
Exklusiv Der Rückversicherer Munich Re hält jetzt 100 Prozent am Münchener Softwareunternehmen Apinity, das sich auf Schnittstellen für die Versicherungswirtschaft, die Verbreitung von Software in der Branche und die Rolle als Marktplatz für Programme spezialisiert hat. Verkäufer ist die Allianz, die Apinity als Teil ihrer Tochter Syncier entwickelt hatte. Syncier ist gescheitert, deshalb braucht die Allianz auch die App-Spezialisten nicht mehr. Dem Rückversicherer kommen sie gerade recht.
Hurrikan „Ian“ teurer als 9/11-Terroranschläge
Der Hurrikan „Ian“, der in den US-Bundesstaaten Florida und South Carolina für schwere Verwüstungen gesorgt hat, wird für Versicherer und Rückversicherer teurer werden als die Terroranschläge vom 11. September 2001 und die Corona-Pandemie. Davon geht die Landesbank Baden-Württemberg aus. Der Sturm wird deutliche Spuren in den Ergebnissen der Rückversicherer hinterlassen, in der Erneuerungsrunde zum Jahreswechsel aber auch für einen ordentlichen Preisschub sorgen, glauben die Analysten.
Schäden durch Hurrikan „Ian“ steigen
Die ersten Risikoanalysefirmen haben Schadenschätzungen zu Hurrikan „Ian“ veröffentlicht. Die Spannbreite ist riesig, die Kalkulationen reichen bis zu 80 Mrd. Dollar. Eins ist klar: Der Sturm, der erst Florida heimgesucht hat und jetzt auf South Carolina zusteuert, wird Versicherer und Rückversicherer teuer zu stehen kommen und dem krisengeplagten Versicherungsmarkt in Florida weiteres Ungemach bescheren. Die Analysefirma Corelogic rechnet mit weiteren Insolvenzen.









