Die zum Sparkassenlager gehörende Versicherungskammer Bayern hat ihren Führungsanspruch in der Debatte um die Zukunft der öffentlichen Versicherer unterstrichen. Das in einer Reihe von Fusionen entwickelte hauseigene Modell „Versicherer der Regionen“ könne als Vorbild für künftige Entwicklungen dienen, sagte Konzernchef Frank Walthes. Trotz Schäden aus Flut und Hagel konnte das Unternehmen seinen Gewinn 2013 leicht steigern.
Versicherer
Versicherern droht Unheil aus Brüssel
Ein Richtlinienvorschlag der EU-Kommission gefährdet das Geschäftsmodell der Assekuranz. Nimmt der Europäische Rat den Vorschlag an, dürfen Versicherer das Kundenalter nicht länger in der Prämienkalkulation berücksichtigen. Branchenverbände schockiert der Vorschlag, und auch Politiker zweifeln am Sinn der Richtlinie.
R+V lässt Branche hinter sich
Der Versicherungskonzern R+V ist erneut deutlich stärker als die Branche gewachsen. Vorstandschef Friedrich Caspers glaubt an große Chancen aus der betrieblichen Altersvorsorge und würde gern das Opting-Out-Modell sehen – bei dem jeder Mitarbeiter automatisch versichert ist, wenn er nicht ausdrücklich austritt.
VW greift mit Billigangebot Autoversicherer an
Volkswagen kommt mit einem neuen Niedrigangebot für die Versicherung bestimmter Typen. Es liegt rund 40 Prozent unter vergleichbaren Tarifen von Rivalen. Allerdings: „Allen Einzelkunden“, wie VW behauptet, bietet der Konzern die Deckung nicht an – sie müssen schon 23 Jahre alt sein und mindestens die Schadenfreiheitsklasse 1 bei Kfz-Haftpflicht und Vollkasko haben.
Zurich mit Kampfansage an die Konkurrenz
Geschrieben von Lea Deuber.
Bei der Generalversammlung der Zurich Insurance in dieser Woche zeigt sich Konzernchef Martin Senn kämpferisch. Das Kerngeschäft soll ausgebaut und die unrentablen Bereiche überprüft werden. Das Unternehmen will den Suizid des Finanzchefs endlich hinter sich lassen.
VGH spürt Sturm und Hagel
Die Versicherungsgruppe Hannover hat den bis dato höchsten Schadenaufwand aus dem Jahr 2012 im Jahr 2013 noch übertroffen. Zwar stiegen auch die Prämien wegen höherer Preise, doch fiel der Gewinn kleiner aus. In der Lebensversicherung gingen die Abschlusskosten kräftig nach oben, der kleine Krankenversicherer konnte die Zahl der Vollversicherten leicht steigern.
Schick übernimmt Fürhaupter-Nachfolge bei VKB
Barbara Schick wird künftig als Vorstand die Schaden- und Unfallversicherung bei der Versicherungskammer Bayern verantworten. Rainer Fürhaupter verlässt das Unternehmen zum Vertragsablauf „aus persönlichen Gründen“. Schicks bisheriges Ressort Lebensversicherung wird kommissarisch von Harald Benzing geleitet, der gleichzeitig für die Krankenversicherung zuständig bleibt.
GDV erklärt die Lebensversicherung
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat Erklärungsbedarf: In acht Pressegesprächen will er regional die „Blackbox Lebensversicherung“ erklären. Der erste Termin fand am Donnerstag in Frankfurt statt.
PRIIPs gilt auch für Versicherungen
Die Anlegerinformations-Verordnung der EU ist auf Kapitallebensversicherungen erweitert worden. Versicherer müssen den Kunden demnach vor Vertragsabschluss noch detailliertere Informationen als bisher zukommen lassen. Staatlich anerkannte Altersvorsorgeprodukte wie Riester- und Rürup-Renten sind von der Verordnung ausgenommen.
Ergo will Industriegeschäft ausbauen
Die Munich Re-Tochter Ergo will in der Gewerbe- und Industrieversicherung zulegen, vorrangig mit Kunst-, Veranstaltungs- und Kautionspolicen. Auch auf das neue Lebensversicherungsprodukt setzt Ergo-Chef Torsten Oletzky große Hoffnungen. Bisherige Verkaufserfolge sind allerdings mäßig. Die Mutter Munich Re kann sich über eine verdoppelte Dividende freuen.
Roß wird Chefabwickler
Die Heidelberger Leben bestätigt, dass Talanx-Vorstand Heinz-Peter Roß den Chefposten übernimmt. Das Unternehmen soll zu einer Abwicklungsplattform für Lebensversicherungen werden.
Ergo: Machtzuwachs für Muth
Clemens Muth übernimmt zusätzlich zu seinem Chefposten beim Krankenversicherer DKV auch das Ruder bei Ergo Leben und Victoria Leben. Der bisherige Vorstandsvorsitzende der beiden Gesellschaften Daniel von Borries soll sich auf die Führung der Ergo Direkt und auf die Kapitalanlagen der Ergo-Gruppe konzentrieren.
Generali gegen Lebens-Stabilisierungspaket
Die Pläne der Regierung, eine Änderung der Beteiligung von Kunden an den Bewertungsreserven mit anderen Maßnahmen zu verknüpfen, gefallen der Generali gar nicht. Insbesondere einen Provisionsdeckel lehnt der Vorstandsvorsitzende Dietmar Meister ab.
„Lebensversicherung kündigen“: Google-Abfragen auf Rekordwert
Die Zahl der Google-Suchen nach dem Begriff „Lebensversicherung kündigen“ hat in den vergangenen Wochen kräftig zugenommen. Das geht aus einer Auswertung der Anfragen bei dem Suchmaschinengiganten hervor. Danach wurde der Suchbegriff im März 2014 mehr als doppelt so oft eingegeben wie im Februar. Damit erreichte er einen neuen Rekordwert.
Exklusiv: Hoeneß kostet Allianz Millionen
Das Urteil gegen den früheren FC-Bayern-Präsidenten und Aufsichtsratschef Uli Hoeneß kann für den Versicherungskonzern Allianz zu einem hohen Millionenschaden führen. Für Hoeneß hatte der Verein nach Informationen des Versicherungsmonitors eine Anwesenheitspolice während der Spiele abgeschlossen, eine sogenannte DPC. Bayern München und die Allianz haben enge Beziehungen, der Versicherer ist Sponsor des Stadionnamens und seit kurzem auch an der FC Bayern München AG beteiligt, die den Lizenzspielerbetrieb organisiert. Nachtrag vom 2. April 2014: Natürlich gibt es keine DPC-Policen. Es handelte sich um den Aprilscherz des Versicherungsmonitors.













