Die Munich Re-Tochter Ergo will verstärkt künstliche Intelligenz einsetzen und bis 2030 rund 1.000 Stellen in Deutschland abbauen. Jetzt hat sich der Versicherer mit der Gewerkschaft Verdi auf einen sozialen Ordnungsrahmen geeinigt. Zentrale Punkte sind wie bereits angekündigt der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen, Standortgarantien und die Einrichtung einer „Reskilling Akademie“, um Mitarbeitende umzuschulen.
Ergo macht Ernst mit dem Stellenabbau
Die Munich-Re-Tochter Ergo will in den nächsten fünf Jahren in Deutschland 1.000 Stellen streichen. Darauf hat sich der Düsseldorfer Versicherer mit den Arbeitnehmervertretern geeinigt. Betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen sind ausgeschlossen. Weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Stellen wegfallen, sollen umgeschult werden. Das Handelsblatt hatte darüber zuerst berichtet. Die Maßnahme ist Teil des Zukunftsprogramms „Ambition 2030“ der Munich Re, das Kosteneinsparungen in Höhe von 600 Mio. Euro vorsieht.
Ulf Mainzer: Von der Ergo in die FDP
Ex-Ergo-Vorstand Ulf Mainzer will sich politisch engagieren und kandidiert für den Vorsitz des FDP-Kreisverbands Düsseldorf, verkündete er auf dem sozialen Netzwerk Linkedin. In seiner Zeit bei Ergo war Mainzer für die Bereiche Recht, Compliance, Einkauf und Corporate Organisation verantwortlich. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim Rückversicherer VIG Re, bei der Barmenia Gothaer, bei der VW-Finanzdienstleistungstochter Volkswagen Financial Services und bei der Rückversicherungstochter der R+V.
Ergo: Lindemann übernimmt für Mainzer
Leute – Aktuelle Personalien Ergo-Vorständin Lena Lindemann übernimmt zusätzlich zu ihrer bisherigen Aufgabe das Vorstandsressort von Ulf Mainzer. Er verlässt das Unternehmen zum Jahresende auf eigenen Wunsch. Außerdem: Der US-Makler Gallagher hat in Europa einen neuen Geschäftsbereich für Transaktionsrisiken eingeführt und Henk Bijl von Aon als Senior Broker für dieses Segment geholt. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim Industrieversicherer HDI Global, beim Spezialversicherer Markel sowie beim australischen Industrieversicherer QBE.
Versicherer müssen an sich arbeiten
Die Versicherungsbranche gilt als langsam und bürokratisch. Damit sollten sich die Anbieter nicht abfinden, forderten Expertinnen beim Versicherungstag der Süddeutschen Zeitung auf Schloss Bensberg. Die Versicherer müssen schneller werden und sollten nicht auf ihre Komplexität stolz sein, sagte Allianz-Vorständin Lucie Bakker (Bild). Im Bewerbungsgespräch mit den heiß umworbenen Nachwuchskräften sollten die Unternehmen zudem nicht ständig über ihr schlechtes Image reden, findet Ergo-Vorständin Lena Lindemann.
Friday: Mehr Aufgaben für Baldus, Steinkühler geht
Leute – Aktuelle Personalien Beim Digitalversicherer Friday gibt es Veränderungen in der Führungsriege: Der für die Entwicklung neuer Produkte und neuer Märkte zuständige Simon Baldus (Bild) wird zusätzlich Chief Product Officer. Finanzchef Dominik Steinkühler, erst seit vergangenem Sommer an Bord, verlässt das Berliner Unternehmen Ende November wieder. Außerdem: Aon hat eine neue Head of Automotive, das Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft einen neu zusammengesetzten Vorstand und die Ergo Leben eine neue Vorständin.
Lena Lindemann wird Personalvorständin der Ergo
Leute – Aktuelle Personalien Die Ergo befördert Arbeitsdirektorin Lena Lindemann in den Vorstand. Sie übernimmt die Bereiche Personal Deutschland, Personal International und Allgemeine Dienste von Ulf Mainzer, der sich auf seine anderen Ressorts wie Recht und Datenschutz, Compliance und Einkauf konzentrieren soll. Außerdem: Axa XL beruft Regionalmanager für Nord- und für Südeuropa, HDI Global ernennt einen Interimschef für die französische Niederlassung, der Makler Brown & Brown erweitert sein Luftfahrt-Team, und die VIG-Tochter Donau Versicherung ernennt eine Nachhaltigkeitsmanagerin.






