Der Gesetzentwurf für die staatlich geförderte Frühstart-Rente für Kinder hat für einige Aufregung gesorgt. Wie sich Verbände, Versicherer und Politiker zum Beratungsverzicht und der staatlichen Auffanglösung äußern.
Schlagwort-Archiv für ‘Beratungsverzicht’
Eine Frühstart-Rente mit Überraschungen
Die von der Bundesregierung geplante Frühstart-Rente sieht eine staatliche Förderung von 10 Euro im Monat für die kapitalgedeckte Altersvorsorge von Kindern vor. Jetzt liegt der Referentenentwurf vor – und bietet einige Überraschungen.
Wirth: „Die werden gnadenlos angreifen“
Vermittlern bietet die Riester-Reform viele Chancen, die es allerdings auch zu nutzen gilt. Sie sollten Kunden frühzeitig auf die neuen Möglichkeiten ansprechen, sonst laufen ihnen Neobroker und Fintechs den Rang ab, warnte Norman Wirth vom AfW bei der Jubiläumsfeier des Vermittlerverbands in Berlin.
Bundesrat macht Weg für Riester-Reform frei
Der Bundesrat hat am Freitag dem Altersvorsorgereformgesetz zugestimmt und damit den Weg zu einer Reform der Riester-Rente freigemacht. Während der Versichererverband GDV das Gesetz begrüßt und sich mit Kritik zurückhält, poltert der Vermittlerverband BVK lautstark gegen den Staatsfonds.
Brodesser: Keine Notwendigkeit für Abschaffung der Beratungspflicht
Die Versicherungsvermittler sind strikt gegen die vom Versichererverband GDV geforderte Ausnahme von der Beratungspflicht für Standardprodukte bei der geplanten Riester-Reform. Das hat der Präsident des Vermittlerverbands BVK Michael Heinz auf einer Podiumsdiskussion in Berlin betont. Unterstützung erhielt er dabei vom CDU-Finanzexperten im Bundestag Carsten Brodesser.
Jungsthöfel: „Das ist ein Balanceakt“
Die Nachfrage nach Cyberversicherungen steigt, das Risiko dürfte infolge der wachsenden Bedeutung von künstlicher Intelligenz eher zunehmen, sagte der Vorstandschef der Hannover Rück Clemens Jungsthöfel auf einer Veranstaltung in Leipzig. Um eine Antwort auf die Herausforderung zu finden, seien auch alternative Lösungen nötig. Der GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen sprach in seinem Vortrag von 2026 als einem Jahr der Gesetzgebung.
Urteil: Versicherer müssen Beratungsverzicht einholen
Versicherer müssen den Beratungsverzicht von ihren Kunden, sofern diese ihn wünschen, gesondert einholen. Ihn im Kleingedruckten unterzubringen und somit indirekt zu erlangen, reicht nicht aus. Das hat das Landgericht München I geurteilt. Dem war eine Unterlassungsklage der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gegen die ADAC Versicherung vorausgegangen.







