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Rückversicherungstreffen in Monte Carlo abgesagt

Erstmals in seiner 63-jährigen Geschichte fällt das Rückversicherungstreffen in Monte Carlo in diesem Jahr aus. Nachdem die drohende Absage schon in Marktkreisen die Runde gemacht hatte, ist nun die offizielle Mitteilung des Veranstalters gekommen. Das Rendez-Vous de Septembre findet wegen der Corona-Krise nicht statt. Rück- und Erstversicherer müssen nun neue Wege finden, um ihre Vertragsverhandlungen zu führen. Die Wochen des Homeoffice haben die Branche dafür bereits gewappnet, glaubt die Hannover Rück.

Stefan Lippe ist gestorben

Der bekannte Rückversicherungsmanager Stefan Lippe ist mit 64 Jahren an den Folgen des Covid-19-Virus gestorben. Das melden Schweizer Zeitungen. Lippe war einst einer der jüngsten Vorstandschefs in der deutschen Assekuranz und leitete später in einer schweren Krise die Swiss Re. Zuletzt war er im Verwaltungsrat der Axa tätig und selber als Unternehmer aktiv.

Hannover Rück: Wir haben Quantensprünge gemacht

 Exklusiv  Wer mit der Hannover Rück über das krisenbedingte Arbeiten zu Hause spricht, kommt schnell begrifflich ins Straucheln. Denn wenn Personalchefin Cornelia Demmel von Homeoffice spricht, meint sie in erster Linie den Standort Hannover, an dem rund 1.400 Mitarbeiter tätig sind – im Gegensatz zu den weltweiten Außenstellen der Gesellschaft. Die Arbeit in den heimischen vier Wänden bezeichnet man in Hannover meist als Telearbeit. Wie gut das funktioniert und welche Lehren die Hannover Rück aus sechs Wochen Homeoffice gezogen hat, erklärt sie im Interview mit dem Versicherungsmonitor.

Corona-Roundup: Solvenzquoten, Schäden, Sport

Die deutschen Lebensversicherer gehen laut einer Analyse des Zweitmarktanbieters Policen Direkt generell gut gerüstet in die Krise, was ihre Solvenzquoten anbelangt. Allerdings liegen mittlerweile 13 Gesellschaften bei einer Quote ohne Hilfsmaßnahmen von unter 100 Prozent. Außerdem: Einem Bochumer Gastronom geht der im Streit um die Betriebsschließungsversicherung gefundene Kompromiss nicht weit genug, er verklagt daher die Allianz auf Auszahlung der vollen Versicherungssumme seiner Police. Die britischen Versicherer Beazley und Hiscox haben Zahlen zu ihren Schäden durch Covid-19 veröffentlicht. Auch in Frankreich berät die Regierung jetzt darüber, wie Pandemie-Risiken künftig abgesichert werden können.

Covid-19 – 30 Mrd. Euro zur Rettung der Lieferkette

  Legal Eye – Die Rechtskolumne  Nachdem die Europäische Kommission ihre Zustimmung erteilt hat, ist der Weg frei für den angekündigten Schutzschirm für Kreditversicherer. Im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld spricht vieles dafür, dass Kreditversicherungen systemrelevant sind. Die Kommission hat bereits im März anerkannt, dass die private Versicherungskapazität für Exportkredite knapp wird. Deshalb darf die Allianz-Tochter Euler Hermes im staatlichen Auftrag jetzt auch Exportkreditrisken für EU- und OECD-Länder anbieten.

Rückversicherer unter Zugzwang

 Versicherungsmonitor-Analyse  Nach einer langen Zeit des Preisverfalls ist das Prämienniveau in der Rückversicherung zuletzt wieder angezogen. Doch wie wird sich die Corona-Krise auf die neu gefundene Preisdisziplin auswirken? Es gibt Argumente für weiter steigende wie auch fallende Preise. Viel hängt davon ab, wie sich die Investoren im Markt für Versicherungsverbriefungen verhalten werden. In der Streitfrage um Leistungen aus Betriebsschließungspolicen erwarten Experten, dass sich die Rückversicherer dem von zahlreichen Erstversicherern unterstützten Kompromiss in Bayern anschließen werden.

Bannen neue Insolvenzregeln Haftungsrisiken?

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Die Covid-19-Pandemie und die in diesem Zusammenhang verhängten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus haben bereits jetzt weitreichende Folgen für die deutsche Wirtschaft. Nach Ansicht von Wirtschaftsexperten droht eine Insolvenzwelle. Einige Unternehmen wie Vapiano oder Maredo haben bereits Insolvenz angemeldet. Die jüngst in Kraft getretenen gesetzlichen Regelungen zur Aussetzung der Insolvenzantragspflicht und zur Begrenzung der Haftung von Geschäftsleitern für Zahlungen nach Insolvenzreife stellen daher eine substanzielle Erleichterung dar. In der konkreten Anwendung sind sie allerdings für Geschäftsleiter mit nicht unerheblichen Risiken behaftet.

Versicherer einigen sich mit bayerischen Gastronomen

Die Empörung ist groß darüber, dass einige Versicherer sich weigern, für Schäden durch Betriebsschließungen aufgrund des Corona-Virus zu zahlen. Jetzt haben sich das bayerische Wirtschaftsministerium, der Hotel- und Gaststättenverband Bayern und die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft mit den Versicherern Allianz, Versicherungskammer Bayern und Haftpflichtkasse auf eine Lösung geeinigt. Dabei übernehmen die Versicherer 10 bis 15 Prozent der in den Betriebsschließungspolicen vereinbarten Tagessätze. Die Beteiligten hoffen, dass weitere Versicherer und Bundesländer dem Beispiel folgen. Die Generali hat für von der Corona-Krise betroffene Kunden und Partner einen Nothilfefonds aufgelegt.

Intersektionalität – have you heard about it?

 Meinung am Mittwoch  Wie die meisten von uns arbeite ich derzeit im Homeoffice. Die Arbeit von zu Hause zeigt mir deutlich, was ich vermisse: Es ist der Mensch. Der Austausch mit Kollegen ist eine Quelle für Kreativität, hält uns produktiv und ermöglicht so unseren Erfolg. Hier kommt die „Intersektionalität“ ins Spiel. Es geht darum, den Menschen als einzigartiges Individuum aus einem breiteren Blickwinkel wahrzunehmen und die Vielschichtigkeit der Erfahrung des Einzelnen genauer zu verstehen, fernab von eindimensionalen Diversitäts- und Inklusionsinitiativen. Ein Konzept, mit dem sich die Branche intensiver beschäftigen sollte.

Gastronomen und Hoteliers schreiben Brandbrief

Durch die behördlich angeordnete Schließung von Restaurants und Hotels aufgrund der Corona-Krise sind die Umsätze der Inhaber von einem Tag auf den anderen radikal eingebrochen. Umso größer ist der Ärger über Versicherer, die den Schaden durch die Betriebsschließung nicht ausgleichen wollen. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Nordrhein hat 20 Versicherer angeschrieben und aufgefordert, Farbe zu bekennen – bisher mit gemischtem Erfolg.

Die Corona-Chance

 The Long View – Der Hintergrund  Alle haben Angst: In der aktuellen Krise herrschen erst einmal die Sorgen vor – bei den einzelnen Menschen genauso wie bei den Versicherern. Doch für sie bietet die Situation auch Chancen. Dafür müssen sie zeigen, dass sie die Kunden wirklich verstehen und ihnen auch in der Krise Sicherheit bieten. Außerdem ist jetzt die Zeit des digitalen Vertriebs gekommen. Am Ende könnte die Assekuranz so gestärkt aus der Krise herauskommen.

Covid-19-Pandemie – Stresstest in echt

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Die Covid-19-Pandemie ist ein Belastungstest für Versicherungsunternehmen und die Finanzaufsicht gleichermaßen. Die Unternehmen müssen für die Kontinuität ihres Geschäftsbetriebs sorgen, finanzielle Auswirkungen abfedern und ihr Geschäftsmodell einschließlich ihrer Vertriebskanäle auf den Prüfstand stellen. Die Finanzaufsicht reagiert mit Erleichterungen im Berichtswesen und bei Nichteinhaltung von Solvabilitätskapitalanforderungen. Regelungen zur Insolvenzantragspflicht hat der Gesetzgeber schon angepasst. Weitere Maßnahmen mit dem Ziel der Stabilisierung des Finanzsektors sind zu erwarten.

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