Nach dem Willen der EU-Kommission sollen die europäischen Aufsichtsbehörden mehr Befugnisse erhalten, darunter auch die Versicherungsaufsicht Eiopa. Die beiden Berichterstatter des EU-Parlaments, der deutsche Christdemokrat Burkhard Balz und die französische Sozialistin Pervenche Berès, haben jetzt ihre lange erwartete Stellungnahme zu den Plänen vorgelegt. Ein Kompetenzzuwachs von Eiopa bei der Genehmigung interner Modelle ist nach wie vor vorgesehen, wenn auch auf eine andere Art und Weise als von der EU-Kommission vorgeschlagen.
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Versicherern droht Unheil aus Brüssel
Ein Richtlinienvorschlag der EU-Kommission gefährdet das Geschäftsmodell der Assekuranz. Nimmt der Europäische Rat den Vorschlag an, dürfen Versicherer das Kundenalter nicht länger in der Prämienkalkulation berücksichtigen. Branchenverbände schockiert der Vorschlag, und auch Politiker zweifeln am Sinn der Richtlinie.
EU-Parlament einigt sich auf Provisionsoffenlegung
Der Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments hat sich auf einen Kompromiss zur Offenlegung von Provisionen der Lebensversicherer geeinigt. Das befürchtete Verbot von Provisionszahlungen ist auch hier vom Tisch, wie vorher schon bei der Mifid-Richtlinie. Aber: Alle Policen mit Investmentcharakter sollen analog zu Fonds und anderen Anlageprodukten behandelt werden. Das könnte die Offenlegung aller Provisionen bedeuten.
Makler gegen PRIPs bei Lebensversicherung
Die Einbeziehung der kapitalbildenden Lebensversicherung in die EU-Verordnung PRIPs durch das europäische Parlament ruft den Protest deutscher Versicherungsmakler hervor. Hans-Georg Jenssen vom VDVM findet vor allem falsch, dass Makler nach der Regelung für die Vermittlung der Policen keine Courtage mehr nehmen dürfen, wenn sie sich weiterhin „unabhängig“ nennen wollen.




