Der Waffenstillstand im Iran-Krieg weckt hohe Erwartungen von Reedern, dass sie ihre im Persisch-Arabischen Golf gefangenen Schiffe bald freibekommen. Deshalb steigt auch die Nachfrage nach Kriegsrisikopolicen. Aber noch sind Reeder und Versicherer vorsichtig.
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Iran-Krieg kann zu Unterversicherung führen
Der Iran-Krieg kann selbst bei Unternehmen ohne direkten Bezug zu dem Konflikt zu einer Versicherungslücke im Fall von Sachschäden oder bei Betriebsunterbrechungen führen. Davor warnt der Fachanwalt für Versicherungsrecht Christian Drave.
S&P: Ratings der Versicherer bleiben trotz Nahost-Krieg stabil, aber nur bei schnellem Ende
Der Krieg im Nahen Osten wird die Ratings und Kapitalpuffer der Versicherer in der Region nicht wesentlich beeinträchtigen. Davon gehen Analysten der Ratingagentur S&P Global aus. Dies gelte jedoch nur, wenn der Konflikt in Kürze vorbei ist.
USA: Rückversicherung für Schiffe soll 20 Mrd. Dollar betragen
Die USA wollen für Schiffe in der Golfregion eine „maritime Rückversicherungslösung“ von bis zu 20 Mrd. Dollar (17,5 Mrd. Euro) bereitstellen, die auch Kriegsrisikodeckungen beinhaltet. Die US International Development Finance Corporation, über die das Versicherungsprogramm laufen soll, ist überzeugt, damit die durch den Iran-Krieg zum Erliegen gekommenen Transporte von Öl und Gas auf dem Seeweg durch die Straße von Hormus wieder ans Laufen zu bringen. Experten bezweifeln das.
Iran-Krieg: Versicherer werden vorsichtiger bei Political-Risk-Deckungen
Der Angriff der USA und Israels auf den Iran und die damit einhergehende Instabilität der Region hat auch Auswirkungen auf die sogenannten SRCC-Deckungen, die Schäden durch Streiks, Aufstände und zivile Unruhen abdecken (Strikes, Riots, Civil Commotion). Makler berichten von ersten Kündigungen der Verträge durch die Versicherer und zunehmender Vorsicht bei Neuabschlüssen. Die Versicherer selbst zeigen sich eher zugeknöpft.
Öltransporte: Experten blicken skeptisch auf Trump-Pläne
Die von US-Präsident Donald Trump ins Gespräch gebrachten „Versicherungsgarantien“ der USA für Öltransporte aus dem Persischen Golf, verbunden mit der Eskortierung der Schiffe durch die US-Marine, haben zwar den Ölpreis leicht gesenkt. Reeder sowie Schifffahrts- und Rohstoffexperten machen sich allerdings keine großen Hoffnungen, dass das die aktuelle Transportkrise infolge des Iran-Kriegs löst.
S&P: Rückversicherer können Belastungen durch Iran-Krieg schultern
Das Ausmaß der Schäden infolge des Iran-Kriegs auf die Rückversicherer und die Auswirkungen auf die Branche lassen sich aufgrund der anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen noch nicht abschätzen, schreibt S&P in einem aktuellen Bericht. Die Stabilität des Sektors und seine Kreditqualität sieht die Ratingagentur wegen der starken Kapitalausstattung jedoch nicht gefährdet.
DBRS Morningstar: Iran-Krieg erhöht Volatilität im globalen Versicherungsmarkt
Der Angriff der USA und Israels auf den Iran und die militärischen Reaktionen des Landes in der gesamten Golfregion beeinträchtigen nicht nur die Luft- und Schifffahrt, sondern erhöhen auch das Risiko von Schäden in der Sachversicherung sowie von Betriebsunterbrechungen, schreibt die Ratingagentur DBRS Morningstar in einem aktuellen Bericht. Für die Versicherer besteht das Risiko eines Kumulschadens, weil mehrere Sparten gleichzeitig betroffen sein könnten.









