Schlagwort-Archiv für ‘KI-Agenten’

Der Mensch, der nur noch klickt

Meinung am Mittwoch

Der „Human in the Loop“ soll KI-Entscheidungen kontrollieren, doch die Gefahr ist hoch, dass er am Ende nur noch abnickt, was die Maschine empfiehlt, schreibt Simon Moser, Mitgründer und CEO des KI-Spezialisten Muffintech. Warum ausgerechnet die menschliche Aufsicht zu einem der größten Risiko beim KI-Einsatz werden könnte.

Mit KI-Agenten das Schadenmanagement ohne neue IT modernisieren

The Long View – Der Hintergrund

Welche Erfolge künstliche Intelligenz (KI) auch ohne eine grundlegend neugestaltete IT-Landschaft ermöglicht, zeigt das Praxisbeispiel eines Privatkundenversicherers: Mit dem gezielten Einsatz von KI-Agenten hat das Unternehmen innerhalb von nur sechs Monaten sein Schadenmanagement erheblich modernisiert, schreibt Gijsbert Cox vom Software-Unternehmen Appian.

Cyberversicherung: Wenn das KI-System selbst zum Cyberrisiko wird

Legal Eye – Die Rechtskolumne

Der Einsatz von KI-Agenten in produktiven IT-Umgebungen schafft neues Risikopotential, das von klassischen Cyberpolicen nicht immer vollständig erfasst wird, schreibt Dan Schilbach von der Kanzlei Clyde & Co. Versicherer und Makler sollten ihre Versicherungsbedingungen kritisch prüfen, um etwaige Deckungslücken oder Unklarheiten frühzeitig zu erkennen.

Hitzige Debatte über Arbeitsplatzabbau durch KI

Die Sorge, durch den breitflächigen Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in der Versicherungsbranche den eigenen Job zu verlieren, ist allgegenwärtig. Davon berichtete Martina Grundler von der Gewerkschaft Verdi auf der Messe InsureNXT. In einer Podiumsdiskussion wirft sie den Versicherern vor, bei dem Thema nicht ehrlich zu sein.

KI-Börsenschock: Zu früh, übertrieben oder ein Weckruf?

Meinung am Mittwoch

Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) verläuft rasend schnell. Ein möglicher Durchbruch durch die nächste Stufe von KI-Agenten bewegte jüngst die Börsenkurse von Maklern und Softwareunternehmen. Der Ansatz, komplexe Aufgaben ohne Dialog mit einem Menschen zu lösen und autonom zu Ergebnissen zu kommen, ist disruptiv. Doch die Branche muss die Innovation für bessere Beratung nutzen, nicht als Beziehungsersatz, schreibt Ralph Rockel, Vorstandssprecher der MRH Trowe AG Holding.

Acorn: Komplette Schadenbearbeitung per KI

Eigentlich ist der britische Spezialversicherer Acorn bekannt dafür, viele der berühmten Londoner schwarzen Taxis zu versichern. Jetzt hat das Unternehmen bekannt gegeben, im gesamten Unternehmen KI-Agenten in der Schadenbearbeitung zu nutzen. Die Technologie des norwegischen Experten Simplifai wird bei der Bearbeitung, Betrugserkennung und Kostenmanagement genutzt. Derweil machen Berichte die Runde, dass die Eigentümer von Acorn über einen möglichen Verkauf von Anteilen nachdenken.

Der Mythos vom Ende der Bestandssysteme

Digitaler Dienstag

Künstliche Intelligenz (KI) wird die Versicherungsbranche radikal verändern – doch Bestandsverwaltungssysteme bleiben das stabile Fundament. Agenten übernehmen Kommunikation und Prozesse, aber Kernlogik, Tarifierung und Regulierung bleiben deterministisch. Wer glaubt, KI wird alte Systeme einfach ablösen, irrt, schreibt Andrea van Aubel, Aufsichtsrätin des Softwareherstellers MSG Nexinsure AG. Agenten können nur dann echten Nutzen erzeugen, wenn sie auf moderne, API‑fähige Kernsysteme treffen.

Schildknecht: Zurich Deutschland steht vor KI-Durchbruch

Die Zurich Deutschland kommt bei der künstlichen Intelligenz (KI) laut Vorstandschef Carsten Schildknecht im zweiten Quartal einen entscheidenden Schritt weiter: In der Schadenbearbeitung, in der KI bislang in isolierten Anwendungsfällen arbeitet, sollen KI-Agenten ganze Prozesse „end to end“ abwickeln, kündigte er beim SZ-Versicherungstag an. Versicherer, die KI als neues Betriebssystem begreifen, können sich schon in wenigen Jahren bei Prämienwachstum, Effizienz und Kundenzufriedenheit vom Markt absetzen, ist er sich sicher.

KI scheitert noch an fehlendem Vertrauen

Obwohl 69 Prozent der Versicherer weltweit künstliche Intelligenz (KI) einsetzen, gelangen nur 11 Prozent der entwickelten Use Cases in den Produktivbetrieb, schreibt der Berliner Automatisierungsexperte Camunda in einer aktuellen Studie. Das Problem liege im mangelndem Vertrauen der Gesellschaften in die Technologie: Viele Häuser befürchten, dass unkontrollierte KI-Agenten bestehende Prozessprobleme verschärfen könnten. Das führe dazu, dass der überwiegende Teil der eingesetzten KI-Agenten immer noch als Chatbots oder Assistenzsysteme arbeiten und keine geschäftskritischen Prozesse steuern.

Allianz schließt KI-Deal mit Anthropic

Der Allianz-Konzern will beim Thema künstliche Intelligenz (KI) vorankommen und arbeitet deshalb mit dem amerikanischen Tech-Unternehmen Anthropic zusammen. Die Kooperation umfasst drei Bereiche, unter anderem will man Entscheidungen der KI transparent und nachvollziehbar machen.

Revolution am Korvantunturi*

Digitaler Dienstag

Wie eine digitale Revolution im Norden Skandinaviens die deutsche Versicherungswirtschaft vor schmerzhafter Transformation bewahren konnte, schildert Arndt Gossmann, CEO von DGTAL und Geschäftsführender Gesellschafter der Gossmann & Cie. Gruppe.

OVB will KI im Vertrieb forcieren

Exklusiv

Der Finanzvermittler OVB hat eine Kooperation mit dem Berliner Start-up Muffintech gestartet. Gemeinsam wollen sie eine auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Plattform für den Vertrieb entwickeln. Damit sollen Prozesse wie die Angebotserstellung oder die Bearbeitung von Kundenanfragen vereinfacht werden. Der Start in Deutschland ist für das erste Quartal 2026 geplant, anschließend soll die Plattform schrittweise auf weitere europäische Ländergesellschaften von OVB ausgedehnt werden.

Oletzky: Nicht nur auf generative KI setzen

Die Versicherer sollten sich beim Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) nicht nur auf Sprachmodelle wie ChatGPT oder Gemini beschränken, empfahl Branchenkenner Torsten Oletzky auf der SZ-Konferenz „The Digital Insurance“. Bislang habe künstliche Intelligenz die Branche noch nicht dramatisch verändert. Das könne sich aber ändern, wenn die Versicherer stärker auf KI-Agenten setzen. Das wird auch Folgen für die Zahl der Mitarbeiter in der Branche haben. Der Assekuradeur Domcura stellt etwa seit einem Jahr im operativen Bereich keine neuen Mitarbeiter mehr ein.

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