Künstliche Intelligenz (KI) wird die Versicherungsbranche radikal verändern – doch Bestandsverwaltungssysteme bleiben das stabile Fundament. Agenten übernehmen Kommunikation und Prozesse, aber Kernlogik, Tarifierung und Regulierung bleiben deterministisch. Wer glaubt, KI wird alte Systeme einfach ablösen, irrt, schreibt Andrea van Aubel, Aufsichtsrätin des Softwareherstellers MSG Nexinsure AG. Agenten können nur dann echten Nutzen erzeugen, wenn sie auf moderne, API‑fähige Kernsysteme treffen.
Archiv ‘KI-Agenten’
Schildknecht: Zurich Deutschland steht vor KI-Durchbruch
Die Zurich Deutschland kommt bei der künstlichen Intelligenz (KI) laut Vorstandschef Carsten Schildknecht im zweiten Quartal einen entscheidenden Schritt weiter: In der Schadenbearbeitung, in der KI bislang in isolierten Anwendungsfällen arbeitet, sollen KI-Agenten ganze Prozesse „end to end“ abwickeln, kündigte er beim SZ-Versicherungstag an. Versicherer, die KI als neues Betriebssystem begreifen, können sich schon in wenigen Jahren bei Prämienwachstum, Effizienz und Kundenzufriedenheit vom Markt absetzen, ist er sich sicher.
KI scheitert noch an fehlendem Vertrauen
Obwohl 69 Prozent der Versicherer weltweit künstliche Intelligenz (KI) einsetzen, gelangen nur 11 Prozent der entwickelten Use Cases in den Produktivbetrieb, schreibt der Berliner Automatisierungsexperte Camunda in einer aktuellen Studie. Das Problem liege im mangelndem Vertrauen der Gesellschaften in die Technologie: Viele Häuser befürchten, dass unkontrollierte KI-Agenten bestehende Prozessprobleme verschärfen könnten. Das führe dazu, dass der überwiegende Teil der eingesetzten KI-Agenten immer noch als Chatbots oder Assistenzsysteme arbeiten und keine geschäftskritischen Prozesse steuern.
Allianz schließt KI-Deal mit Anthropic
Der Allianz-Konzern will beim Thema künstliche Intelligenz (KI) vorankommen und arbeitet deshalb mit dem amerikanischen Tech-Unternehmen Anthropic zusammen. Die Kooperation umfasst drei Bereiche, unter anderem will man Entscheidungen der KI transparent und nachvollziehbar machen.
Revolution am Korvantunturi*
Wie eine digitale Revolution im Norden Skandinaviens die deutsche Versicherungswirtschaft vor schmerzhafter Transformation bewahren konnte, schildert Arndt Gossmann, CEO von DGTAL und Geschäftsführender Gesellschafter der Gossmann & Cie. Gruppe.
OVB will KI im Vertrieb forcieren
Der Finanzvermittler OVB hat eine Kooperation mit dem Berliner Start-up Muffintech gestartet. Gemeinsam wollen sie eine auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Plattform für den Vertrieb entwickeln. Damit sollen Prozesse wie die Angebotserstellung oder die Bearbeitung von Kundenanfragen vereinfacht werden. Der Start in Deutschland ist für das erste Quartal 2026 geplant, anschließend soll die Plattform schrittweise auf weitere europäische Ländergesellschaften von OVB ausgedehnt werden.
Oletzky: Nicht nur auf generative KI setzen
Die Versicherer sollten sich beim Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) nicht nur auf Sprachmodelle wie ChatGPT oder Gemini beschränken, empfahl Branchenkenner Torsten Oletzky auf der SZ-Konferenz „The Digital Insurance“. Bislang habe künstliche Intelligenz die Branche noch nicht dramatisch verändert. Das könne sich aber ändern, wenn die Versicherer stärker auf KI-Agenten setzen. Das wird auch Folgen für die Zahl der Mitarbeiter in der Branche haben. Der Assekuradeur Domcura stellt etwa seit einem Jahr im operativen Bereich keine neuen Mitarbeiter mehr ein.
DEVK setzt im Kundenservice auf KI-Agenten
Die DEVK hat zwei KI-Agenten eingeführt, die interne Fachfragen und eingehende Kundenanfragen beantworten. Entwickelt wurde das System von der Tochter Hayuno, die sich auf KI-Lösungen für Versicherungsprozesse spezialisiert hat. Der KI-Agent AskMate greift auf Versicherungsbedingungen und Vertragsdaten zu, ReplyMate erstellt Antwortvorschläge für eingehende Kundenmails. Seit August nutzen rund 200 Mitarbeitende die Technologie, weitere sollen folgen. Ziel sind kürzere Recherchezeiten und eine höhere Antwortqualität.
Wenn sich die KI mit der KI streitet
US-Krankenversicherer, die künstliche Intelligenz (KI) einsetzen, um über Leistungen zu entscheiden, geraten wegen der häufigen Ablehnung von Kundenrechnungen durch ihre Systeme unter Druck. Doch jetzt nutzen Versicherte selbst KI-Systeme, die ihnen die Beschwerden gegen diese Entscheidungen erleichtern. Der Einsatz von KI im echten Leben sorgt für ganz neue Formen der Auseinandersetzung.
Warum Assekuradeure zu KI-Vorreitern werden müssen
Künstliche Intelligenz (KI) verändert nicht nur die Prozesse in Versicherungsunternehmen – sie verändert das Zusammenspiel in der gesamten Wertschöpfungskette. Assekuradeure haben aufgrund ihrer größeren Agilität und des klaren Fokus beim Geschäftsmodell gute Chancen, KI schnell tief in ihre Prozesse einzubetten und damit zu den „Early Adopters“ in der Branche zu gehören. So erhöhen sie ihre Effizienz – und werden zugleich attraktiver für Risikoträger und Investoren.
KI macht viele Jobs überflüssig
Künstliche Intelligenz (KI) verändert den Arbeitsmarkt grundlegend, warnt die Beratungsgesellschaft Bearing Point in einer neuen Studie. Viele traditionelle Berufsbilder bei Versicherern verschwinden, während Fachkräfte mit KI-Know-how fehlen. Unternehmen des Finanzsektors führen beim Einsatz der Technologie.
KI in der Versicherung: Daten wichtiger als Marke
Künstliche Intelligenz (KI) wird die Art und Weise, wie Menschen online nach Informationen suchen, grundlegend verändern. Versicherer müssen ihre Inhalte sowohl für klassische Suchmaschinen als auch für sprachmodellbasierte Systeme optimieren, um sichtbar zu bleiben, schreiben das Ergo Innovation Lab und der Berater Ecodynamics in einem aktuellen Whitepaper. Für Unternehmen sei es demnach weniger wichtig, wie stark ihre Internetpräsenz ausgebaut ist. Entscheidend sei vielmehr, wie lesbar und strukturiert ihre Daten für die KI sind.
KI-Agenten – eine Vorstandsagenda
The Long View – Der Hintergrund Trotz großer Aufmerksamkeit und hoher Budgets bleibt der praktische Nutzen von künstlicher Intelligenz (KI) in der Versicherungsbranche bisher begrenzt. Viele Initiativen verpuffen in ineffektiven Taskforces oder generischen Software-Lizenzen, ohne spürbare Effekte auf Prozesse oder Produktivität. Gleichzeitig eröffnet die nächste Generation von KI-Technologie – in Form spezialisierter, agentenbasierter Lösungen – revolutionäre Möglichkeiten zur Automatisierung komplexer, regelbasierter Arbeitsabläufe. Für Vorstände ist jetzt der richtige Zeitpunkt zu handeln.
Bald geht nichts mehr ohne Agenten
Exklusiv Um den Einsatz von KI-Agenten kommt kein Versicherer herum, davon ist der KI-Experte Maximilian Vogel überzeugt. Im Interview erklärt er, wie schnell die Implementierung in der Branche kommen muss und welche Vorteile Agenten gegenüber generativer künstlicher Intelligenz (KI) haben. Agenten im Einsatz haben außerdem gezeigt, dass die KI manchmal allzu menschlich reagiert – in anderen Fällen dagegen gebremst werden muss, um menschlicher zu erscheinen.
Bots sind nicht geheim, aber brauchen klare Regeln
Digitaler Dienstag KI-Agenten bieten Versicherern erhebliche Effizienzgewinne – sei es in der Dokumentenanalyse, der Schadenbearbeitung oder der Portfolioauswertung. Sie bewegen sich dabei exakt innerhalb der ihnen zugewiesenen Rollen und Rechte, aber keineswegs frei oder unkontrolliert in IT-Systemen. Es muss sichergestellt werden, dass die Integration von KI-Agenten entlang etablierter Compliance- und Sicherheitsrichtlinien stattfindet.











