Allianz, Zurich und andere große Anbieter geben sich ganz gelassen. Die Reform der privaten Altersvorsorge eröffne Chancen, man sehe sich gerüstet. Kleinere Unternehmen sind weniger enthusiastisch. Der Umbau wird zu einem echten Kraftakt, schreibt Herbert Fromme.
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BGH: Auch Ex-Geschäftsführer von „Schwindelunternehmen“ haftbar
Außenhaftungsansprüche treffen Manager meist erst, wenn die Gesellschaft als Anspruchsgegner ausfällt, etwa wegen Insolvenz. Der Geschäftsführer eines „Schwindelunternehmens“ haftet für neue Gläubigerschäden auch dann, wenn der zum Schaden führende Anlagevertrag erst nach seinem Ausscheiden geschlossen, aber schon während seiner Tätigkeit angebahnt wurde, schreibt Jörg Heilmann von der Kanzlei Segger.
Warum Versicherer Tiktok erst recht ernstnehmen müssen
Mindestens 24 Millionen Nutzer erreicht Tiktok hierzulande. Neben der Finanzierung durch Werbung betreibt die Online-Plattform auch einen eigenen digitalen Marktplatz, den Tiktok-Shop. In China gehören Finanzdienstleistungen schon zum Angebot des Shops. Tiktok ist künftig mehr als eine reine Werbe- und Imageplattform, schreibt Herausgeber Herbert Fromme.
Auch die PKV braucht die Systemreform
Die privaten Krankenversicherer beklagen sich, dass die Regierung den Zugang für besserverdienende Angestellte erschwert. Ansonsten halten sie sich in der Diskussion um die Gesundheitsreform zurück. Dabei brauchen nicht nur die gesetzlichen Kassen dringend Veränderungen, sondern auch die PKV, schreibt Herausgeber Herbert Fromme.
Das Risiko-Paradox bei den Selbstständigen und die Versicherer-Bürokratie
Den Selbstständigen geht es besser, aber sie versichern sich schlechter. Das ergibt die aktuelle Umfrage „Risikobarometer Selbstständige“, die Infas Quo für den Versicherungsmonitor erhoben hat, unterstützt von Signal Iduna. Und: Selbstständige hassen Bürokratie – auch die der Versicherer, schreibt Herbert Fromme.
Was Trade Republic die Versicherer lehren kann
Die Neobank Trade Republic will künftig bei der Beantwortung von Kundenanfragen weniger auf Chatbots setzen und stattdessen mit externen Callcentern arbeiten. Was aussieht wie ein Rückzug eines allzu technikgläubigen Unternehmens, ist in Wirklichkeit ein Frontalangriff auf Sparkassen und Banken. Versicherer sollten genau hinschauen, schreibt Herbert Fromme.
Wie Ping An wieder angreifen will
Der chinesische Versicherer Ping An hat seine neue Service-Strategie für 2026 veröffentlicht. Eigentlich geht es dem Unternehmen darum, nicht mehr als Versicherer wahrgenommen zu werden, sondern als Plattformanbieter, schreibt Herbert Fromme. Die schon totgeglaubte Story vom Begleiter auf Lebenszeit erhält neue Nahrung aus China – mit einer überraschenden Pointe.
Private Krankenversicherer müssen ihre Rolle verändern
Gesundheit ist kein Zustand – sie ist eine Haltung. Diese Überzeugung hat mich in meiner Arbeit stets begleitet, schreibt Eric Bussert, Vertriebs- und Marketingvorstand der Hanse Merkur. Sie beschreibt präziser als jede Statistik, wovor wir als Krankenversicherer heute stehen: einem klaren Wandel unserer Rolle.
Es wird enger für die Makler-Konsolidierer
Möglicherweise haben manche Makler den richtigen Verkaufszeitpunkt schon verpasst. Es spricht vieles dafür, dass die Übernahmewelle ihren Höhepunkt hinter sich hat, auch wenn es noch einzelne spektakuläre Deals gibt, schreibt Herbert Fromme. Für die Konsolidierer wird es gleich aus mehreren Gründen immer enger.
In eigener Sache: Neue Kolumnisten für den „Digitalen Dienstag“
Der Versicherungsmonitor begrüßt zum Jahresstart neue Kolumnisten in der Rubrik „Digitaler Dienstag“. Freuen Sie sich auf spannende Einsichten in den Digitalisierungsprozess von Versicherern, Vermittlern und Kunden. Es schreiben ab sofort Sylvia Eichelberg (Barmenia Gothaer), Andrea van Aubel (MSG), Thomas Rodewis (Versicherungskammer) und Verena Brenner (Proth!nx) für den Versicherungsmonitor.
Ohne Tempo bleibt Europa der Kontinent der verpassten Chancen
Künstliche Intelligenz ist schon lange kein Trend mehr, sie ist längst in der Realität angekommen. Doch während in den USA innerhalb von Wochen Anwendungen entstehen, wird in europäischen Versicherungsunternehmen diskutiert, analysiert und priorisiert, schreibt Simon Moser, Mitgründer und CEO des Start-ups Muffintech. Um nicht komplett den Anschluss zu verlieren, muss Europa jetzt handeln – mehr Mut und weniger Perfektion, mehr Praxis und weniger Zögern.
BGH schafft mehr Klarheit bei Vergleichssperrfrist
Das kürzlich ergangene Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zur organhaftungsrechtlichen Aufarbeitung des Dieselskandals hat viel Aufmerksamkeit erhalten. Weniger Beachtung haben bislang hingegen die klarstellenden Ausführungen des BGH zur gesetzlichen Sperrfrist von drei Jahren gefunden, die in der Unternehmenspraxis die Möglichkeit einvernehmlicher Erledigungen von Organhaftungs- und damit korrespondierender D&O-Deckungsansprüche erheblich beeinflusst.
Resilienz in Zeiten des Wandels
Getrieben von geopolitischen Spannungen verschieben sich die globalen Lieferketten derzeit rasant. Diese Entwicklung verlangt nach einer ganzheitlichen Betrachtung von Risiken, um die Resilienz international tätiger Unternehmen zu stärken.
Provisionen neu denken
Provisionen gelten oft als trockene Zahlenarbeit. Dabei entscheiden sie zunehmend über Vertriebserfolg, Maklerbindung und Portfolioqualität. In diesem Beitrag kläre ich, warum Provisionen heute als zentrales Steuerungsinstrument im Versicherungsvertrieb verstanden werden müssen, hierzu Strategie, Fachlichkeit, IT und andere Stakeholder sehr frühzeitig an einem Tisch sitzen sollten – und Mut zur Vereinfachung das Gebot der Stunde ist.
BGH-Urteil zu VW: Vergleich und Schluss?
Die Entscheidung des BGH, den Zustimmungsbeschluss der VW-Hauptversammlung zu dem Deckungsvergleich mit den D&O-Versicherern im Kontext des Dieselskandals für nichtig zu erklären, zeigt, welche Auswirkungen fehlende Transparenz haben kann. Für die D&O-Versicherung entsteht ein erhöhtes Maß an Unsicherheit bei zustimmungsbedürftigen Vergleichen, was zu einem erhöhten versicherungstechnischen Aufwand führen dürfte. Außerdem müssen bestehende und künftige versicherungstechnische Rückstellungen neu austariert werden, wenn ein Vorgang nicht als abgeschlossen angesehen werden kann.










