Leute – Aktuelle Personalien Der Sparkassenverband Westfalen-Lippe bekommt nächstes Jahr einen neuen Chef. Rolf Gerlach wird im März 2017 aufhören. Gerlach hat in seiner Amtszeit mehrere Versuche unternommen, Fusionen unter den Sparkassenversicherern in Gang zu bringen. Auch über einen Verkauf der Provinzial Nordwest an die Allianz verhandelte er. Außerdem: XL Catlin holt Sean McGovern als Chief Compliance Officer.
Archiv ‘Lloyd’s of London’
Moody’s: Brexit trifft vor allem britische Versicherer
Ein Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union könnte sich negativ auf die Ratings der Versicherer auswirken, die in dem Land Geschäfte machen, glaubt die Ratingagentur Moody’s. Allerdings wird ein sogenannter Brexit sich nur moderat auf die Kennzahlen der Unternehmen auswirken. Die operativen Konsequenzen könnten die Versicherer bewältigen, allerdings nehmen die regulatorischen Unsicherheiten zu. Die Volatilitäten an den Finanzmärkten steigen, das wird die Kapitalisierung vor allem britischer Lebensversicherer schwächen.
Ein Plädoyer für subjektives Underwriting
The Long View – Der Hintergrund Mit dem Brand bei Wiesenhof am Ostermontag gab es einen weiteren großen Feuerschaden in der deutschen Lebensmittelindustrie. Versicherer fragen sich nun, wie sie damit umgehen sollen. Das Zauberwort ist subjektives Underwriting. Instinkt kann präzisere Ergebnisse liefern als rein technisches Underwriting. Statt sich aus ganzen Branchen zu verabschieden, sollten Versicherer einzelnen Kunden genauer auf den Zahn fühlen. Das gilt auch für Makler.
Ecclesia wird Lloyd’s Broker
Der Versicherungsmakler Ecclesia baut sein internationales Engagement aus. Das Detmolder Unternehmen hat die Zulassung als Lloyd’s Broker erhalten und ist dabei, die Industrieversicherungsmakler Concordia in Belgien und Concordia de Keizer in den Niederlanden zu übernehmen. Das würde den Umsatz von Ecclesia um rund 20 bis 25 Mio. Euro erhöhen. 2015 verbuchte der Makler ein Plus von 2,4 Prozent auf 173 Mio. Euro.
Risikotransfer: Welche Rolle spielt der Kapitalmarkt?
Meinung am Mittwoch Seit Mitte der neunziger Jahre gibt es einen Kapitalmarkt für Versicherungsrisiken. Mithilfe von Schuldverschreibungen oder Zweckgesellschaften werden sie direkt an Investoren transferiert. Diese Produkte konkurrieren unmittelbar mit traditionellen Angeboten der Rückversicherer und zunehmend auch der Erstversicherer. Für Versicherer ist es deshalb wichtig, sich kontinuierlich mit dem Thema zu befassen, und zwar sowohl mit Blick auf das Risikomanagement als auch auf die eigene Produktentwicklung.
Einigung bei Schadenersatz-Klausel
Die geplante Novelle des britischen Unternehmensgesetzes sieht Schadenersatzansprüche für Industriekunden vor, wenn Versicherer Schäden nicht innerhalb eines angemessenen Zeitraums begleichen. Die Vorschrift war in der Branche höchst umstritten. Jetzt haben britische Versicherer und Risikomanager einen Kompromiss gefunden, mit dem offenbar alle Seiten leben können. Er sieht eine zeitliche Begrenzung des Schadenersatzanspruchs vor.
UK: Streit um Schadenersatz bei später Zahlung
In Großbritannien gibt es derzeit kaum eine Möglichkeit für Industrieversicherungskunden, sich gegen verspätete Schadenzahlungen zu wehren. Das soll das neue Unternehmensgesetz ändern. Versicherte sollen ein Anrecht auf Schadenersatz bekommen, wenn der Versicherer nicht innerhalb eines angemessenen Zeitraums zahlt. Das Gesetz ist innerhalb der Branche höchst umstritten, die Spaltung geht zum Teil mitten durch die Versicherungskonzerne.
Hannover Rück sucht Lloyd’s-Syndikat
Der Rückversicherer Hannover Rück ist großen Übernahmen gegenüber zwar abgeneigt, kann sich aber den Zukauf von spezialisierten Rückversicherern vorstellen. Insbesondere der Londoner Markt Lloyd’s interessiert die Hannoveraner. Die Konsolidierungswelle in der Erstversicherung sieht Chef Ulrich Wallin kritisch. Sie könnte die Nachfrage nach Rückdeckungen weiter verringern. Im Gegensatz zu Konkurrent Munich Re zeigte sich Hannover Rück optimistisch, dass die Trendwende bei den Preisen bald kommt.
Lloyd’s: München ist die gefährdetste Stadt
Risiken wie Terrorangriffe, Börsencrashs oder Pandemien können ganze Volkswirtschaften lahmlegen. Der Versicherungsmarkt Lloyd’s of London hat gemeinsam mit dem Cambridge Center for Risk Studies eine Untersuchung veröffentlicht, die sich mit den möglichen wirtschaftlichen Einbußen für große Städte durch Katastrophen beschäftigt. Allein in Deutschland wären 120 Mrd. Dollar des Bruttoinlandsprodukts bedroht, so der „City Risk Index“ von Lloyd‘s.
London in Not
Herbert Frommes Kolumne Für Rückversicherer, Spezialanbieter und Industrieversicherer ist London immer noch das Zentrum der Welt. Der mehr als 300 Jahre alte Markt kann liefern, was viele nicht können: Hohe Kapazitäten für Spezialdeckungen, Quotierungen für die seltensten Risiken wie die Beine von Christiano Ronaldo, exzellentes Fachwissen und einen Markt, der auf engstem Raum agiert und auch deshalb schnelle Entscheidungen treffen kann. Doch jetzt kommen beunruhigende Nachrichten aus der britischen Hauptstadt. Der Markt verliert an Glanz – und in wichtigen Bereichen an Marktanteil. Was ist los?
Lloyd’s: „Wir müssen Cyberpolicen genauer erklären“
Geoff White ist Underwriting Manager Cyber, Technology and Media beim Lloyd’s of London-Versicherer Barbican Insurance Group. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erklärt er, welche Ziele sich Lloyd’s im Geschäft mit Cyberpolicen gesetzt hat. Trotz niedriger Preise im europäischen Markt scheuen noch viele Unternehmen vor dem Kauf einer Cyberpolice zurück. Daran ist die Assekuranz aus Whites Sicht nicht ganz unschuldig: Sie habe die Deckungen in der Vergangenheit nicht gut genug erklärt.
Germanwingsabsturz setzt Kriegsversicherer unter Druck
Der Absturz des Airbus 320 von Germanwings in den französischen Alpen könnte zu Prämiensteigerungen bei Kriegsrisikopolicen für Flugzeuge führen. Diese Versicherung kommt wegen des vermuteten Suizids des Co-Piloten bei den Kaskoschäden zum Tragen. Die sind zwar nicht sonderlich hoch, doch der Markt ist noch von der Schadenserie des Jahres 2014 arg gebeutelt. Zudem hat ein harter Preiskampf im gesamten Luftfahrtversicherungsmarkt die Preise in den vergangenen Jahren stark nach unten gedrückt.
Lohrmanns Verunsicherung LXXXII
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Fusionsfieber im Londoner Markt.
Fairfax kauft Brit Insurance
Eine weitere Übernahme auf dem Londoner Versicherungs- und Rückversicherungsmarkt: Die kanadische Holding Fairfax Financial unter Führung von Prem Watsa kauft den Londoner Spezialversicherer Brit Insurance für 1,9 Mrd. Dollar. Fairfax ist vor allem als Holding für Schaden- und Unfallversicherer in Nordamerika aktiv, Brit im Londoner Lloyd’s-Markt. Die dritte Übernahme innerhalb weniger Wochen könnte langfristig Auswirkungen auf die Rückversicherungs-Marktführer Munich Re und Swiss Re haben.












